Tag Archives: sexuelle selbstbestimmung

Offenes Treffen zum Umgang mit sex. Gewalt / Monis Rache

Hallo ihr, wir sind e*space, eine Gruppe die in unterschiedlichen Besetzungen seit 2012 vorrangig theoretisch zum Thema “emanzipatorische und kollektive Umgänge mit sexualisierter Gewalt” arbeitet.

Von den Ereignissen um Monis Rache sind wir größtenteils nicht selbst betroffen, vor allem aber tauchen dabei Themen und Fragen auf, mit denen auch wir uns auch immer wieder konfrontiert sehen.

Wir wollen daher versuchen gemeinsam einen Raum zu schaffen, in dem wir uns mit Möglichkeiten, Hindernissen und Grenzen von kollektiven Umgängen mit sexualisierter Gewalt befassen können, der gleichzeitig Platz hat für Betroffenheiten und versucht auf einer kollektiven Ebene Handlungsoptionen zu entwickeln. Continue reading

Der Internationale Safe Abortion Day// addme

Der 28. September wird seit 2015 als internationaler Safe Abortion Day auf der ganzen Welt begangen. Zum ersten Mal fand er dieses Jahr auch in Deutschland statt. Unter dem Motto „Schwangerschaftsabbruch raus aus dem Strafgesetzbuch!“ wurde der Aktionstag in über 30 deutschen Städten zelebriert. Auch in Dresden gab es einige Aktionen.

Vom “windigen” Infostand und hitzigem Kneipenquiz hat auch ein überdimensionierter Kleiderbügel an einer Dresdner Kapelle hohe Wellen geschlagen.

Wir freuen uns auf nächstes Jahr!

Informationen zum Schwangerschaftskonflikt? Eine Farce!

Nachdem der Deutsche Bundestag den §219a StGB vor 4 Monaten – unzureichend – änderte, hat die Bundesärztekammer die geforderte Liste veröffentlicht, die angibt, welche Ärzt*innen und medizinische Einrichtungen Schwangerschaftsabbrüche nach §13 Abs.3 Schwangerschaftskonfliktgesetz vornehmen. Diese Liste beruht auf freiwilligen Meldungen von Ärzt*innen, sie soll monatlich aktualisiert werden. Sie enthält Angaben zu Adresse, Methode (medikamentöses und/oder operatives Verfahren) und eventuellen Fremdsprachenkenntnissen.

Q.e.d. Diese Liste und dieses ganze Prozedere ist, wie zu erwarten war, eine Farce.

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Die Annaberg-(P)Review: Auswertungstreffen am 07.08.2019

Am 25. Mai protestierten wir im erzgebirgischen Annaberg-Buchholz unter dem Motto: „Leben schützen! Abtreibung legalisieren! – Für eine feministische Praxis!“. Wir demonstrierten nicht nur auf der Straße. Das Bündnis Pro Choice Sachsen stellte mit vielen inhaltlichen Veranstaltungen im Vorfeld, einem feministischen Straßenfest und einer Demonstration, den Gegenpol zum „Schweigemarsch für das Leben“ dar.
Die christlich-fundamentalistische Abtreibungsgegner*innen des Lebensrechts Sachsen e.V. organisierten sich am selben Tag in Annaberg und werden es im kommenden Jahr wieder tun.


(Foto von hier)

Wir als Teil der Dresdner Bündnisgruppe von Pro Choice Sachsen möchten gerne alle Interessierten zum offenen Auswertungstreffen einladen. Lasst uns zusammen den Aktionstag in Annaberg-Buchholz in den Blick nehmen und über unsere Erfahrungen austauschen: Du hast die Mobi überhaupt nicht mitbekommen und Ideen, wie es besser laufen könnte? Du warst mit deiner Bezugsgruppe wie jedes Jahr mit am Start und ihr möchtet Feedback loswerden? Du hast dich bei der Küfa sattgegessen und willst das Rezept loben? Erzähl uns davon!

Davon ausgehend wollen wir den Aktionstag aus verschiedenen Perspektiven reflektieren und einen Blick ins kommende Jahr wagen. Braucht es mehr Infoveranstaltungen? Gibt es andere Wege „das Schweigen zu brechen“? Wollt ihr euch am Bündnis beteiligen?

Wir freuen uns auf euch!

Wann: Mittwoch den 07. August 2019, 19:30 Uhr
Wo: AZ Conni, Start ins Wochenende

Feature zu feministischen Kämpfen für reproduktive Rechte weltweit Volume #2

Ein Teil der fabelhaften Kosmotique-Betreiber*innen hat auch in diesem Jahr einen Podcast über die Kämpfe für legale Schwangerschaftsabbrüche in verschiedenen Ländern erstellt. Ihr könnt in diesem Jahr viel Spannendes über Italien, Österreich, Irland/Nordirland, Zimbabwe, Bolivien und Tschechien erfahren. Einige der Beiträge
erhalten auch O-Töne und  Gesangseinlagen.

Ihr findet den Podcast hier (mit Downloadoption):

https://www.freie-radios.net/95405

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Vom “ungeborenen Leben” – Podiumsgespräch

Eine Schwangerschaft zu beenden, scheint längst nicht mehr die persönliche Sache der Frau zu sein. Ihr Bauch, so meinen konservative Hardliner*innen, gehöre allen! Die Veranstaltung greift die aktuelle Debatte auf und sucht nach Lösungen für das komplexe Problem rund um Selbstbestimmung und Informationsfreiheit.

Wie ist die Situation bei Schwangerschaftsabbrüchen in Sachsen und bei unseren Nachbarn? Welche Vision und Forderungen haben wir? Welches Frauen- und Familienbild stecken dahinter? Wie passt das zusammen mit der schwindenden Zahl an Hebammen oder nicht ausreichend finanzierten Kitas?

Mittwoch, den 29. Mai 2019 von 19:00 bis 21:00
in der WIR AG (Martin-Luther-Str. 21, 01099 Dresden)

Mit Sarah Diehl (Publizistin u.a.: internationale reproduktive Rechte von Frauen), Sarah Buddeberg (Gleichstellungs- und Queerpolitische Sprecherin der Sächsischen Linksfraktion) und einer Vertreterin von e*vibes, Moderation: Susann Riske (Bildungsreferentin bei der Fachstelle für Mädchen*arbeit und Genderkompetenz)

Eine gemeinsame Veranstaltung des Bürger*innenbüro Sarah Buddeberg und der RLS Sachsen

 

§219a im Bundestag – PM vom Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung

Papier der Bundesregierung zu § 219a gibt Positionen radikaler Abtreibungsgegner wieder und führt die Entmündigung von ungewollt Schwangeren, Ärzt*innen und Beratungsstellen fort

Berlin, 13.12.2018 – Am 12. Dezember legten Katarina Barley (SPD), Franziska Giffey (SPD), Jens Spahn (CDU) und Helge Braun (CDU) ein Eckpunktepapier zur „Verbesserung der Information und Versorgung in Schwangerschaftskonflikten“ vor.

Hierzu erklärt Ines Scheibe, Sprecherin des Bündnisses und selbst in der Schwangerschaftskonfliktberatung tätig: „Wir als Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung (BfsS) kritisieren das Eckpunktepapier aufs Schärfste, da die vorgeschlagenen Maßnahmen die Situation von Ärzt*innen, Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen und ungewollt Schwangeren insgesamt nicht verbessern werden. Die vorgesehenen Maßnahmen tragen im Gegenteil zu einer zusätzlichen Stigmatisierung von Schwangerschaftsabbrüchen und ungewollter Schwangerschaften bei. Vor diesem Hintergrund ist die versprochene Herstellung von Rechtssicherheit für Ärzt*innen durch eine Ergänzung des § 219a StGB scheinheilig.“ Continue reading

Infoveranstaltung zu den Protesten gegen den “Marsch für das Leben” 2019

What the fuck?! Schon wieder wollen christliche FundamentalistInnen am 22.9. mit weißen Kreuzen und rechten und antifeministischen Parolen durch Berlin marschieren. Wir werden das verhindern!
Das What The Fuck!-Bündnis wird einen Überblick geben über die Kriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen durch die Paragrafen § 218 und § 219, über die Ideologie und Akteure der reaktionären “Lebensschutz-Bewegung” und darüber was das mit Behindertenfeindlichkeit, Rassismus und Antisemitismus zu tun hat. Zum Schluss gibts aktuelle Infos zu den diesjährigen Protesten gegen den “Marsch für das Leben” in Berlin.

Der Raum ist mit Rolli zugänglich und rauchfrei.

20 Uhr AZ Conni 🙂
https://www.facebook.com/events/1727674020694887/

Letzte Infos zu Annaberg-Buchholz

Hier die letzten Infos für Annaberg-Buchholz am morgigen Tag:

Feminstisches Straßenfest & Demo

10:30 – 19 Uhr: Feministisches Straßenfest mit Infoständen und Begleitprogramm (Facebook) @ Fleischerplatz
10.30 Uhr: Brunch für Anwohner_innen
11.30 Uhr: Liveact Ella Schwarz Project & Singing for the Soul
12.30 Uhr: Podiumsgespräch “Reproduktive Rechte und Feministische Utopien”
13.30 Uhr: Liveact Jennifer Gegenläufer
14 – 17 Uhr: Musik und Inhalt aus der Dose
bzw. 14 – 17 Uhr: Demo Pro Choice Sachsen, Kurzaufruf “Leben schützen: Abtreibung legalisieren! Für eine feministische Praxis!”
17 – 19 Uhr: KüFa und Liveact: Carmel Zoum & München Konflikt

@Fleischerplatz?

Das Landratsamt hat trotz intensiver Argumentation unsererseits entschieden, den Marktplatz komplett den Fundis zu überlassen und uns nur widerwillig eine Alternative in Zentrumsnähe zugestanden. Der Platz für unser Straßenfest ist ziemlich klein, hügelig und ein wenig verwinkelt. Wir werden unser Programm dennoch mit viel Improvisation und noch mehr Enthusiasmus unser feministisches Straßenfest in Annaberg-Buchholz durchführen.

Aktivitäten

Es gelten die üblichen Auflagen, wie z.B. kein Alkohol, keine Glasflaschen, Fahnenstangen max. 1,5m Länge.
Wir freuen uns über kreativ gestaltete Banner und Schilder. Fahnen, die lediglich der Eigendarstellung dienen, passen nicht zu der Demo.
Wir freuen uns, wenn ihr die Bedeutung der Demonstration auf dem Schirm habt und vorne Platz für FLTIQ*-Reihen lasst. Wir wünschen uns einen entschlossenen und geschlossenen Auftritt, besonders im vorderen Demoteil.
Unsere Route findet ihr auf der Aktionskarte #ab1606. Ab der Zwischenkundgebung laufen wir dem Schweigemarsch bis zum Marktplatz hinterher, die Auflagen sehen dabei einen Abstand von 100m vor.

Fundis

Der Schweigemarsch von “Lebensrecht Sachsen” beginnt 14:30 Uhr vor dem Erzgebirgsklinikum. Dann ziehen sie zum Marktplatz, um dort mit 400 leeren Kinderwägen und Rollstühlen ihre Propaganda zu verbreiten. Wir wollen sie dabei lautstark, kreativ und entschlossen begleiten und ihren Marsch zum Desaster machen. Ihre antifeministische Hetze werden wir nicht unwidersprochen lassen!

Informationen

Aktuelle Infos gibt es während der Demonstration über den Lauti oder bei Twitter (@ProChoice_SN // #AB1606)
Zur besseren Orientierung gibt es eine Aktionskarte #ab1606, die ihr auch in ausreichender Zahl vor Ort bekommt.

Wetter

Momentan sieht es nach prima Demowetter aus. Weder zu warm noch zu kalt. Allerdings könnte es regnen, rechnet das bei eurer Kleiderauswahl mit ein oder denkt an einen Regenschirm.

Verpflegung

Bitte plant Getränke und Verpflegung für den gesamten Tag ein.
Wir bemühen uns um Trinkwasser auf dem Straßenfest und nachmittags wird es dort auch eine KüFa geben. Wir können aber nicht fest zusagen, dass die Verpflegung für alle reicht. Es gibt im Zentrum auch mehrere Bäckereien und Imbisse/Cafés, denkt aber daran, dass der freie Zugang zumindest zeitweise von den Cops unterbunden werden könnte. Die nächsten Supermärkte sind ca. 15 min Fußweg vom Zentrum entfernt (siehe auch Aktionskarte).

Kids Space

Wir werden einen Kids space auf dem Fleischerplatz haben. Schaut auf die Beschilderung oder sprecht uns an.

Barrierefreiheit

Wir werden ein barrierefreies Dixie auf dem Fleischerplatz und teilweise eine Übersetzung in Gebärdensprache haben.

Anreise

Wenn ihr per Bus anreist: kommt bitte pünktlich zu den Treffpunkten, damit alle rechtzeitig in Annaberg-Buchholz ankommen. Wenn ihr individuell anreist: vom Bahnhof zu unserem Demostartpunkt sind es etwa 10 Minuten Fußweg, vom zentralen Busbahnhof ebenso. Für Auto-Anreisende gibt es (kostenpflichtige) Parkplätze im Parkhaus Gehrisch-Ruh (5min), auf dem Parkplatz Untere Schmiedegasse (5min) oder an der Geyersdorfer Straße (10min).
Vorkontrollen von Autos sind uns aus den letzten Jahren nicht bekannt, sollten aber nicht ausgeschlossen werden. Teilweise gab es (rechtswidrige) Rucksackkontrollen von Kleingruppen auf dem Weg zur Demonstration.

Abreise

Die Busse fahren ab ca. 19:00 Uhr zurück, bitte merkt euch Abfahrtszeiten und -treffpunkt und achtet auf die entsprechenden Durchsagen auf dem Straßenfest. Notiert euch die Kontaktnummer zu eurem Bus und meldet euch ab, falls ihr nicht mit zurück fahrt.
Bahn: Um 19:57 Uhr fährt von Annaberg unterer Bhf. die RB 80 Richtung Chemnitz, mit passendem Anschluss nach Leipzig und Dresden.

Support

Wir werden in Annaberg-Buchholz durch Demo-Sanis unterstützt, außerdem wird die Demobeobachtungsgruppe Leipzig das Vorgehen der Behörden rund um unsere Versammlungen dokumentieren. Ein_e Demofotograf_in ist auch wieder dabei – ihr könnt eure Fotoapparate und Handyknipsen also gerne zu Hause lassen. Falls ihr aus irgendwelchen Gründen doch selber Fotos machen wollt: fragt die abgebildeten Personen vorher nach ihrem Einverständnis, und denkt an’s Verpixeln!

Bei Ingewahrsamnahmen oder anderem Stress mit den Cops gilt die alte Regel: Anna und Arthur halten’s Maul. Folgende Informationen müsst ihr der Polizei nennen: Namen, Geburtsdatum und -ort, Adresse und Staatsangehörigkeit. Sonst keine Informationen preisgeben, auch nicht gegenüber anderen (vermeintlich) Betroffenen! Verweigert freiwillige Untersuchungen, legt gegen alle Maßnahmen Widerspruch ein und besteht auf anwaltliche Vertretung. Nichts unterschreiben! Nachdem die Maßnahme beendet ist, erstellt bitte ein Gedächntisprotokoll von der Maßnahme.
Wenn ihr nach dem Tag Post von den Cops bekommt: Ruhe bewahren, Aussage verweigern, Support suchen. Ihr könnt uns unter antirep.pro-choice[ät]riseup.net anschreiben und/oder euch vertrauensvoll an die Rote Hilfe wenden.