Tag Archives: Schwangerschaftsabbruch

Informationen zum Schwangerschaftskonflikt? Eine Farce!

Nachdem der Deutsche Bundestag den §219a StGB vor 4 Monaten – unzureichend – änderte, hat die Bundesärztekammer die geforderte Liste veröffentlicht, die angibt, welche Ärzt*innen und medizinische Einrichtungen Schwangerschaftsabbrüche nach §13 Abs.3 Schwangerschaftskonfliktgesetz vornehmen. Diese Liste beruht auf freiwilligen Meldungen von Ärzt*innen, sie soll monatlich aktualisiert werden. Sie enthält Angaben zu Adresse, Methode (medikamentöses und/oder operatives Verfahren) und eventuellen Fremdsprachenkenntnissen.

Q.e.d. Diese Liste und dieses ganze Prozedere ist, wie zu erwarten war, eine Farce.

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Feature zu feministischen Kämpfen für reproduktive Rechte weltweit Volume #2

Ein Teil der fabelhaften Kosmotique-Betreiber*innen hat auch in diesem Jahr einen Podcast über die Kämpfe für legale Schwangerschaftsabbrüche in verschiedenen Ländern erstellt. Ihr könnt in diesem Jahr viel Spannendes über Italien, Österreich, Irland/Nordirland, Zimbabwe, Bolivien und Tschechien erfahren. Einige der Beiträge
erhalten auch O-Töne und  Gesangseinlagen.

Ihr findet den Podcast hier (mit Downloadoption):

https://www.freie-radios.net/95405

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Vom “ungeborenen Leben” – Podiumsgespräch

Eine Schwangerschaft zu beenden, scheint längst nicht mehr die persönliche Sache der Frau zu sein. Ihr Bauch, so meinen konservative Hardliner*innen, gehöre allen! Die Veranstaltung greift die aktuelle Debatte auf und sucht nach Lösungen für das komplexe Problem rund um Selbstbestimmung und Informationsfreiheit.

Wie ist die Situation bei Schwangerschaftsabbrüchen in Sachsen und bei unseren Nachbarn? Welche Vision und Forderungen haben wir? Welches Frauen- und Familienbild stecken dahinter? Wie passt das zusammen mit der schwindenden Zahl an Hebammen oder nicht ausreichend finanzierten Kitas?

Mittwoch, den 29. Mai 2019 von 19:00 bis 21:00
in der WIR AG (Martin-Luther-Str. 21, 01099 Dresden)

Mit Sarah Diehl (Publizistin u.a.: internationale reproduktive Rechte von Frauen), Sarah Buddeberg (Gleichstellungs- und Queerpolitische Sprecherin der Sächsischen Linksfraktion) und einer Vertreterin von e*vibes, Moderation: Susann Riske (Bildungsreferentin bei der Fachstelle für Mädchen*arbeit und Genderkompetenz)

Eine gemeinsame Veranstaltung des Bürger*innenbüro Sarah Buddeberg und der RLS Sachsen

 

Pro Choice Kampagne in Sachsen gestartet

Yeah, yeah, yeah! Das Bündnis Pro Choice Sachsen startet die diesjährige Kampagne:
“Leben schützen! Abtreibung legalisieren! – Für eine feministische Praxis”

Das ist der Titel unter dem zahlreiche Veranstaltungen stattfinden werden. Das Ende der Kampagne bildet wie auch in den vergangenen Jahren die Demonstration in Annaberg- Buchholz, bei dem das Bündnis dem am 16. Juni stattfindenden sogenannten “Schweigemarsch für das Leben” lautstark wiedersprechen will.

Den Aufruf zur Demo, Mobimaterial, sowie aktuelle Infos findet ihr unter: pro-choice-sachsen.de, auf Twitter #ProChoice_SN und Facebook @prochoicesachsen

§219a abschaffen! Debatte im Bundestag!

Heute wird im Bundestag über die Abschaffung oder Änderung des §219a diskutiert. Ausgelöst wurde diese Diskussion durch die wiederholten Anzeigen gegen Kristina Hänel durch christliche Fundamentalist_innen. Bis auf den letzten Fall wurden die Verfahren immer eingestellt. 2016 eröffnete ein Gießener Staatsanwalt das aktuelle Verfahren. 2017 wurde Kristina Hänel verurteilt, sie und ihre Anwältin gingen in Berufung und kündigten an, sich zur Not durch alle Instanzen zu klagen.

Wir als Pro Choice Sachsen Bündnis sind solidarisch mit ihr und allen anderen durch Anzeigen fundamentalistischer Abtreibungsgegner*innen bedrohten Mediziner*innen. Die Strafverfolgung für die Zurverfügungstellung sachlicher Informationen über Schwangerschaftsabbrüche muss beendet werden.

Wir halten die Frage nach einer Grenzziehung zwischen Information und Werbung für nicht zielführend in der Diskussion um den § 219a StGB. Wir sind für die Streichung des § 219a StGB, weil eine mögliche Strafverfolgung u.a. Gynäkolog*innen und Beratungsstellen davon abhält, Informationen zu Schwangerschaftsabbrüchen zur Verfügung zu stellen. Dieser Mangel an Informationsweitergabe kann bei den schwangeren Personen zu Verunsicherung und Unwissen führen. Abgesehen davon verstetigt das Verbot die gesellschaftliche Tabuisierung und politische Kriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen. Mit einer Streichung des § 219a StGB wird das Informationsverbot aufgehoben. Dass damit auch das Werbungsverbot entfallen wird, erachten wir als unproblematisch, denn Werbung – im Sinne einer Anpreisung – ist in Deutschland ohnehin für alle ärztlichen Leistungen durch die Berufsordnung für Mediziner*innen verboten. Die Panikmache vor Werbung in Internet, Fernsehen und Zeitschriften, wie sie z.B. von der CDU und AfD geschürt wird, ist daher völlig unbegründet.

Wir setzen uns außerdem für das Recht auf Abtreibung und damit für die Abschaffung sowohl des § 219 StGB als auch des § 218 StGB ein. Der § 218 stellt den Schwangerschaftsabbruch unter Strafe. Lediglich unter bestimmten Bedingungen, zu denen eine Pflichtberatung und eine erzwungende Wartezeit gehört, bleibt er straffrei. Dies stellt in unseren Augen eine Bevormundung von Schwangeren dar und spricht ihnen ab, selbst entscheiden zu können. Wir kämpfen für das Recht auf Entscheidungsfreiheit. Dieses Recht schließt für uns den uneingeschränkten Zugang zu Informationen über die rechtlichen und medizinischen Rahmenbedingungen eines Schwangerschaftsabbruchs ein.

Am 16.06.2018 fahren wir nach Annaberg-Buchholz!
Fundis und Rechten den Tag versauen!

Leben schützen!
Abtreibung legalisieren!
§218 und §219 StGB abschaffen!
Für eine feministische Praxis!

pro-choice-sachsen.de

Support Alicja Tyisac

Hiermit möchten wir diesen Aufruf von Ciocia Basia teilen, eine Initiative, die Menschen in Polen unterstützt Schwangerschaftsabbrüche vornehmen zu lassen:

Dear Friends of Ciocia Basia,

we are currently trying to get funds for an eye operation for Alicja Tyisac, a Polish woman who lost most of her eyesight due to being denied abortion. We would be very happy about your support.

A pregnant woman from Poland, diagnosed with a severe eye disease, tried to get an abortion to avoid an escalation of her disease.

Her requests were rejected by several medical doctors and she underwent labor of her third child. Her condition later deteriorated, and she sued one of the doctors.

Her criminal lawsuits were rejected in Poland and the case was appealed to the European Court of Human Rights, which accepted one part of the complaint, and the plaintiff was awarded damages.

{source: Tysiąc v Poland https://en.wikipedia.org/wiki/Tysi%C4%85c_v_Poland}

At the moment “a woman” Alicja Tysiąc lives on 653 Polish Zloty a month, being: £135 and she is fighting to keep what’s left of her eye sight.

The medication costs her 4900pln (£1,019) …

Alicja is actively supporting #czarnyprotest and women right’s movement – NOW SHE NEEDS OUR SUPPORT.

YOU CAN SEND HER SUPPORT BY PAYPAL: email hidden; JavaScript is required

or via her Polish crowdfunding website: https://pomagam.pl/zoyl6qqx

Mobi-Vortrag Annaberg-Buchholz

Hier noch eine kleine Erinnerung an die Mobiveranstaltungen vom Bündnis Pro Choice Sachsen: Morgen Abend, 31.05. wird es 19:30 Uhr im PlatzDa! (Wernerstraße 21, Dresden) einen Mobi-Vortrag geben. Fühlt euch herzlich eingeladen!
Weiter Veranstaltungen auch in anderen Städten findet ihr hier.

Get lost, B.O.R.! – A brief personal account on what happened at the anti-abortion march organized by the Orthodox Romanian Church

Wir teilen den Bericht einer Genossin aus Rumänien über die dort von der Orthodoxen Kirche veranstalteten Anti-Abtreibungsmärsche und den (geringen) Protest dagegen. Wir solidarisieren uns mit ihren Kämpfen und möchten auf diese aufmerksam machen. (Der verlinkte Artikel kann gern verbreitet werden ;-))
Gegen jeden Fundamentalismus!

Mobi-Veranstaltungen für Annaberg-Buchholz

Wir möchten auch an dieser Stelle nochmal auf die Mobiveranstaltungen vom Bündnis Pro Choice Sachsen hinweisen.  Heute Abend wird es 19 Uhr in der Kosmotique (Martin- Luther-Straße 13) einen Vortrag zum Netzwerk der Abreibungsgegner_innen geben.

Weiter Veranstaltungen auch in anderen Städten findet ihr hier.

Pro Choice multimedial – auf allen Kanälen gegen Fundis und Patriarchat!

Mobijingle Pro Choice Sachsen

Wir wollen ihn euch nicht vorenthalten, den neuen Mobijingle für die Pro-Choice-Demo in Annaberg-Buchholz:

Streitschrift gegen sexistische Zustände

In Berlin haben sich eine Reihe von (queer-)feministischen, antifaschistischen und emanzipatorischen Gruppen zusammen getan und die Streitschrift AS.ISM4 veröffentlicht, die auch als PDF zum Download gibt. Es gibt darin z.B. ein Interview zum Fundi-Marsch in Berlin, mehrere interessante Texte zu Awarenessarbeit (die z.T. auch auf die Gedanken unserer Interessiertengruppe e*space aufbauen) und stellt  Ansätze für die antisexistische (Selbst-)Reflektion von politisch bzw. feministisch aktiven Cis-Männern vor.  Insgesamt hat sie einen stärkeren Praxis-Bezug als zum Beispiel die von uns mitgestaltete Mole #3 zum Thema Feminismus. Ein Schwachpunkt lässt sich bei intersektionalen Perspektiven verorten, die mit dem Aufsatz vom ASRA nicht wirklich gut abgedeckt werden.

Gesamtübersicht Veranstaltungsreihe Dresden

Wenn ihr euch lieber Vorträge oder Lesungen anhört, hier nochmal der Verweis auf die Gesamtübersicht über die Veranstaltungen von Pro Choice Sachsen in nächster Zeit in Dresden. Wir freuen uns, wenn ihr mal vorbei schaut! Dort könnt ihr auch Bustickets für die gemeinsame Anreise und Mobi-Stuff (Aufkleber, Flyer, Plakate) abstauben.