Tag Archives: Feminismus

Feminismus in Szene – interaktives Museum zu Alltagssexismus

Kommenden Sonntag, am 8. April wird es im AZ Conni ein interaktives Museum zum Thema Alltagssexismus geben. Wir freuen uns dazu eine queerfeministische Theatergruppe aus Leipzig begrüßen zu dürfen, die sich in letzter Zeit viel mit Sexismen, Männlichkeiten, Feminismen und Empowerment beschäftigt hat – gemeinsam, aber auch getrennt, in einer FLTI*- und einer kritischen Männlichkeitsgruppe.
Entstanden ist eine interaktive Ausstellung mit den Stationen:
Begrüßt, beklemmt, besoffen – kurze Szenen zum Revolutionieren
Begegne deinem emanzipatorischen Anspruch – ein Gespräch
Was ist denn da los? – Bilderraten
Der Blick nach innen – Ein Stuhl. Ein Konflikt. Zwei Posen
Reflektions-Speeddating
Stimmen von der Straße – eine Soundcollage.

Dabei möchte die Gruppe ihre Auseinandersetzungen in die Öffentlichkeit tragen und alle sind eingeladen sich anregen zu lassen, auszutauschen, zu diskutieren und natürlich auch zu vernetzen. Für das leibliche Wohl sorgt die Küche für alle von Szintillation.

Sonntag, 8. April 2018
15:00 – 17:00 Uhr
@ AZ Conni Dresden
all genders welcome!

Lauter Populismus statt Emanzipation

“120 Dezibel” ist eine neue rechtspopulistische Kampagne. In einer konzertierten Aktion wird sie gerade vor allem im Internet gepusht. Es ist eine von vielen und wird wahrscheinlich nicht die letzte sein. Doch ihr Fokus auf “Frauen*themen” hebt sie von vielen bisherigen neurechten Kampagnen ab.

Wie bei vielen neurechten Ideen wird von linken Graswurzelbewegungen abgekupfert. Stilistisch an Anti-Harassment-Aktionen angelehnt und mit direktem – allerding klar ablehnendem – Bezug zu #Aufschrei-Debatte sollen Frauen* mit aufwändig produzierten Videos und Webpräsenzen angelockt werden. Doch ein kleiner Blick hinter die Kulissen zeigt klar: es geht hier nicht um Frauen*rechte, diese dienen nur als populistischer Deckmantel für die indentiäre rechten Ideolgie mit ihrem Rassismus, Nationalismus und Antifeminismus.

Sie spielen mit den von ihnen selbst geschürten Ängsten von vielen Menschen in Europa. Sie behaupten, einzig und allein  Menschen, die nicht aus Europa kommen, seien für (sexualisierte) Übergriffe auf Frauen (weiße, mitteleuropäische bzw. deutsche) verantwortlich. Sie fordern die Schließung der Grenzen.
Damit einher geht auch die Forderung dass sie, als Frauen, geschützt werden wollen. Da der weiße Ritter aus ihrer Sicht auf sich warten lässt “müssen” sie nun selbst aktiv werden. Sie rufen dazu auf, sich nun endlich zu wehren. Was für ein Offenbarungseid: so lange nur “deutsche” Männer* vergewaltigen, oder es keine “deutschen” Frauen* trifft, scheint sexualisierte Gewalt kein Problem zu sein.

Sie benutzen vermeintliche europäisch-liberale Werte, um eine Demarkationslinie zu ziehen und Politiken der Zugehörigkeit zu konstruieren. Die Nachahmung feministischer Rhetorik dient dazu, vor allem weibliche* Wählerinnen zu mobilisieren, weil diese in klassischen rechtspopulistischen Bewegungen unterrepräsentiert sind.
Seit Jahrzehnten sind es konservative und rechte Politiker_innen, die den feministischen Kampf gegen Missbrauch, Vergewaltigungen und sexualisierte Gewalt immer wieder auf’s neue torpedieren. “120 Dezibel” reiht sich dabei nahtlos ein. Statt patriarchale Strukturen zu kritiseren, zeigt man zur Schuldabwehr auf die vermeintlich anderen. Statt emanzipatorische Forderungen zu unterstützen, werden längst widerlegte Mythen in hipper Form neu aufgewärmt. Das macht die rechtspopulistische Suppe allerdings kein bisschen appetitlicher!

Das ist kein Feminismus!
Wir wollen keine weißen Ritter. Wir lassen uns nicht für rechte Kampagnen einspannen.

Feminismus statt Vaterland!

* Mit dem Sternchen hinter Frau*,  Mann*, weiblich*, männlich* wollen wir verdeutlichen das diese Geschlechtskategorien lediglich gesellschaftlich konstruiert sind.

Mobi-Vortrag Annaberg-Buchholz

Hier noch eine kleine Erinnerung an die Mobiveranstaltungen vom Bündnis Pro Choice Sachsen: Morgen Abend, 31.05. wird es 19:30 Uhr im PlatzDa! (Wernerstraße 21, Dresden) einen Mobi-Vortrag geben. Fühlt euch herzlich eingeladen!
Weiter Veranstaltungen auch in anderen Städten findet ihr hier.

://about feminism-Soliparty in Berlin

Rauchen, saufen, Jungs* verhaun’ – Bollerwagen klaun’ und den Herrentag versaun’

Kleine Erinnerung: Unter diesem Motto wird morgen in Berlin die Soliparty für Anti-Repressionskosten der What the fuck?!-Aktionen gegen den “Marsch für das Leben” in Berlin stattfinden. Feministische Überrraschungen inklusive… Trefft uns dort!

All gender* welcome!
Keine Macker, kein Sexismus – it‘s all ://about feminism!

FB

Kritik des Familismus – Lesung und Diskussion mit Gisela Notz

Geschichte, Theorie und Realität eines ideologischen Gemäldes

Die Ideologie des Familismus (oder auch Familialismus), die die gesellschaftliche Organisationsnorm aus dem Konzept einer „Idealfamilie“ ableitet, prägt seit Jahrhunderten Politik und Sozialstruktur in Deutschland und in anderen westlichen Ländern wesentlich mit. Familismus hat einen Ausgangspunkt, der schon immer nur für einen Bruchteil der Bevölkerung praktische Relevanz hatte: die Familie. Sie gibt es heute ebenso wenig, wie es sie je gegeben hat. Und schon gar nicht war sie zu allen Zeiten die bürgerliche Kleinfamilie, wie wir sie heute kennen. Familismus ist eine Spielart des Antifeminismus, denn nach der familistischen Ideologie herrschen in der heterosexuellen Kleinfamilie, die immer aus Vater, Mutter und Kind(ern) besteht, komplementäre Rollenaufteilungen entlag der Geschlechterlinien. Die Ideologie der „Familie als Keimzelle der Gesellschaft“ ist immer auf den Nationalstaat bezogen. Sie führt unweigerlich zur Diskriminierung von Individuen und Gruppen, die diesem Bild nicht entsprechen. Angesichts der „neuen“ rechtspopulistischen AkteurInnen hat sie Hochkonjunktur. Was ist dagegen zu tun? Darüber sollten wir diskutieren.

Dr. Gisela Notz, freie Autorin, Sozialwissenschaftlerin und Historikerin, Berlin. Gisela Notz war von 2004 bis 2010 Bundesvorsitzende von pro familia. Zum Thema hat sie das Buch: Kritik des Familismus. Theorie und soziale Realität eines ideologischen Gemäldes geschrieben, das 2015 in der Reihe thorie org des Schmetterlings-Verlages in Stuttgart erschien. Seit 15 Jahren bringt sie den historischen Wandkalender „Wegbereiterinnen“ heraus.

24.05. 20:00 Uhr @ kosmotique (Martin-Luther-Str.13)
Facebook

Weiter Veranstaltungen auch in anderen Städten findet ihr hier.

Böse & Gemein Fest #2 – queer & punx celebration

Für das vierte Juni-Wochenende heißt es “save the date”, denn da findet das Böse und Gemein zum zweiten Mal statt! Wir feiern die Veranstalter_innen und das diesjährige Programm unGEMEIN ab, das Konzerte, Workshops, Performances, Vorträge und Vernetzungstreffen umfasst.
Natürlich haben die Böse & Gemeins auch an feministischer schlafen gedacht, weshalb ihr euch, wenn ihr einen Schlafplatz braucht oder einen habt, unter email hidden; JavaScript is required">email hidden; JavaScript is required melden könnt.

Wir sehen uns dort!!! <3

22., 23., 24., 25. Juni @ objekt klein a
FB-Veranstaltung

Nachwuchskonferenz “Gender in Transition?”

Alle diejenigen, die sich für den feministischen Diskurs an Universitäten interessieren, seien auf die Nachwuchskonferenz der GenderConceptGroup (GCG) hingewiesen. Das Ziel lautet, dass “dem inhaltlich vielfältig und interdisziplinäre ausgerichteten wissenschaftlichen Nachwuchs im Felde der Geschlechterstudien die Möglichkeit bieten, Projekte, Ergebnisse und Forschungsvorhaben an der TU Dresden vorzustellen”. Das Programm ist vielfältig (Intersektionalität, Erwerbsarbeit…) und umsonst. Um Anmeldung bis zum 24.05. wird gebeten.

30. und 31. Mai @ Festssal im Rektorat, Mommsenstr. 11 01069 Dresden

 

Get lost, B.O.R.! – A brief personal account on what happened at the anti-abortion march organized by the Orthodox Romanian Church

Wir teilen den Bericht einer Genossin aus Rumänien über die dort von der Orthodoxen Kirche veranstalteten Anti-Abtreibungsmärsche und den (geringen) Protest dagegen. Wir solidarisieren uns mit ihren Kämpfen und möchten auf diese aufmerksam machen. (Der verlinkte Artikel kann gern verbreitet werden ;-))
Gegen jeden Fundamentalismus!

Lieber Feminismus Feiern – Fundis blockieren!

Am 17.09.2016 rufen zwei Bündnisse (What the Fuck // Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung) in Berlin zum Protest gegen den christlich-fundamentalistischen “Marsch für das Leben” auf.

Genau wie in Annaberg – Buchholz ist es uns auch hier wichtig deutlich gegen diese reaktionären Ideen Stellung zu beziehen. Deshalb auf nach Berlin!

Fundis blockieren!

 

Die Mole #3 ist da!

Die neue Mole ist draußen und wir finden das Thema super spannend. Feminismus.

Ein Thema was nicht mit einer Zeitungsausgabe abgehandelt werden kann und einfach immer Teil von allem sein sollte.
Leider ist dies noch immer nicht der Fall.

Genausowenig scheint es der Fall zu sein, dass Menschen, die spannende Themen bearbeiten und viel coolen Input in die Szene geben, aber auch extrem kritikwürdige Denkweisen haben, als solche kritisch kommentiert werden. Um´s kurz zu machen – wir hätten es sehr begrüßt, wenn das Laurie Penny Interview mit einem Hinweis auf ihre Standpunkte zur Israelpolitik und ihre Unterstützung der BDS-Kampagne versehen worden wäre.

Mole #3 als pdf
Mole Homepage