#GUCKMAL – Das rechte Netzwerk um PEGIDA aufdecken

6 Jahre PEGIDA – 6 Jahre Menschenfeindlichkeit!

Ein Aufruf für dezentrale Aktionen am 25.10.2020.
Zusammen mit Furia, der Antifaschistischen Initiative Löbtau und der Antifaschistischen Jugend Dresden haben wir das rechte Netzwerk um Pegida zum Ziel genommen.
Hintergrundinfos und Infos zu konkreten Aktionen folgen in den nächsten Tagen – bildet Bezugsgruppen und checkt die üblichen Kanäle auf #Guckmal!

Am 25. Oktober geht Pegida in ihr 7. Jahr. Mit der ersten Demonstration der „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes” am 20. Oktober 2014 begann eine Zäsur für Dresden. Dabei kam die Mobilisierung nicht aus dem Nichts. Bereits zuvor bildeten sich Proteste gegen Geflüchtetenheime, z.B. in Schneeberg oder in Ottendorf-Okrilla. Mit PEGIDA fanden die unterschiedlichsten rechten Gruppierungen, Initiativen und Proteste einen gemeinsamen Kristallisationsmoment – Die deutschlandweit größte rassistische Mobilisierung nach dem Ende des Nationalsozialismus konstituierte sich. Continue reading

Gewalt in unseren Communities – die 2te

Der “Gewalt in unseren Communities”-Workshop wird im Oktober noch ein zweites Mal stattfinden. Die Interessiertengruppe e*space wird ihn am 17.10. im malobeo durchführen (Achtung, mit email hidden; JavaScript is required) und dann noch einmal am 21.10 bei den Kritischen Einführungstagen.

Hier noch einmal die Hardfacts:
17.10., 14 – 18 Uhr
@Malobeo, Kamenzer Str. 18, mit email hidden; JavaScript is required

21.10., 15.30-18.30
@HfbK, Güntzstraße 34, Raum 228

Zum Recht auf Abtreibung in Polen

Der International Safe Abortion Day findet jedes Jahr am 28. September statt und zielt auf das grundsätzliche Recht auf Zugang zu einem sicheren und legalen Schwangerschaftsabbruch.

Anlässlich dieses Tages hat uns weiterdenken gebeten, einen Blick auf die Situation von ungewollt Schwangeren in Polen zu werfen.

Hier der Artikel.

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Keine sicheren Räume? – Diskussion

Am 17.09. fand eine Diskussionsrunde über sexualisierte Übergriffe in der linken Szene statt. Mit dabei Kim Posster und Alex von e*space. Der Mitschnitt ist nun online.

Keine sicheren Räume?
Auch in linken Räumen, welche häufig als Freiräume und Safe Spaces begriffen werden, geschehen sexuelle und sexualisierte Gewalt. Dies verwundert viele, jedoch sind auch Linke mit dem Patriarchat groß geworden und müssen sich auch innerhalb der eigenen Kreise mit Sexismus und sexueller Gewalt auseinandersetzen. Doch was tun, wenn es geschieht? Wie umgehen mit den Tätern und wie den Betroffenen helfen?
Sexuelle Gewalt ist fest im Geschlechterverhältnis verankert und kann ohne eine grundlegende Kritik am Patriarchat, an Männlichkeitsbildern und an der männlichen Sexualität nicht nachhaltig bekämpft werden. Aber wie umgehen mit linken Tätern die sich mit Feminismus auseinandersetzen und trotzdem übergriffig werden? Wie ist dieser Widerspruch möglich?
Wie kann eine Bewältigung und Aufarbeitung von Vorfällen aussehen? Von der Definitionsmacht hin zu ommunity accountability und transfortmative justice, zwei Begriffe die in der aktuellen Debatte immer wieder auftauchen. Aber was steckt dahinter und können uns diese Konzepte bei der Bewältigung des Problems helfen?

Gewalt in unseren Communities – Workshop

Und unser “Gewalt in unseren Communities” – Workshop geht in die nächste Runde. Wir haben uns sehr über die Einladung von Polizeiklasse Dresden gefreut und sind gespannt auf den Workshop mit euch.

Am 17.10. von 14 – 18 Uhr
Malobeo, Kamenzer Str. 18
Teilnahme nur nach Voranmeldung bei den Veranstaltenden von Polizeiklasse Dresden möglich:
email hidden; JavaScript is required
@FB

In unserer Gesellschaft ist Gewalt allgegenwärtig, sei sie rassistischer, sexualisierter oder anderer Natur. Auch in sich als emanzipatorisch verstehenden Communitys bleibt dies nicht aus. Doch die bestehende Gesellschaft bietet und erwartet Bestrafung und Ausschluss. Dies ändert weder an den strukturellen noch an den individuellen Ursachen etwas, noch ist es von Interesse, was sich betroffene Personen wünschen. Es schwächt bestehende Strukturen und kann sie Repressionsorganen ausliefern. Doch wie können wir stattdessen mit unweigerlich auftretenden Konflikten umgehen?
Wir wollen mit euch ein Konzept diskutieren, welches sich Community »Accountability« nennt und nicht nur die Verantwortung der individuell handelnden Personen, sondern auch die ihres Umfeldes in den Blick nimmt und dabei die Wünsche der betroffenen Personen berücksichtigt. Wir verstehen uns nicht als Expert*innen sondern wollen gemeinsam mit euch das Thema besprechen. Es ist ein Mitmach-Konzept. Keine*r muss vor großen Gruppen reden. Es gibt keinen Zwang zu sprechen.

Das Ganze ist Einsteiger*innenfreundlich – Menschen, die sich damit schon befasst haben sind aber auch gern gesehen. Wir hoffen, dass wir in einen Austausch treten können um voneinander zu lernen.

Lust auf ein Worträtsel?

Auch wir durften einen Beitrag in “Dresden que(e)r durch das Jahrhundert – Geschichte und Geschichten von 1900-2020” herausgegeben von Karin Franke, Andrea Siegert und dem  *sowieso* Kultur Beratung Bildung Frauen für Frauen e.V. (herzlichste Glückwünsche zum 30.!)  verfassen.

Leider wurden wir im Druckexemplar geschwärzt.

Alle Schwärzungen betreffen Äußerungen, die dem Neutralitäts­gebot der Sächsischen Landesdirektion zuwiderlaufen. Der voll­ständige Text siehe https://evibes.org/dresden -queer-durch-das­-jh_evibes_223-226.

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Safe Abortion Day 2020

 

Mehr Infos zum Safe Abortion Day findet ihr hier.

Alle Veranstaltungen zum Safe Abortion Day in Sachsen:

 

Wichtige Adressen zum Schwangerschaftsabbruch

Egal wo. Egal wer. Egal warum.

Unter diesem Motto rufen wir zusammen mit vielen anderen Organisationen  zum diesjährigen Safe Abortion Day auf!

Der Safe Abortion Day ist ein internationaler Aktionstag. 2019 wurde in mehr als 30 Städten in Deutschland für das Recht auf Zugang zu sicheren Schwangerschaftsabbrüchen gekämpft!

„Durch die Corona-Krise steht unser Gesundheitssystem auf dem Prüfstand. Lasst uns jetzt das Thema Schwangerschaftsabbruch in dieser Diskussion stark machen!“

Darum liegt der Fokus dieses Jahr für uns in Deutschland auf der Forderung:

Egal wo. Egal wer. Egal warum. : Schwangerschaftsabbruch ist Grundversorgung!

Deshalb haben wir eine Liste zusammengestellt mit Beratungsstellen im Dresdner Land, die die notwendigen Beratungsscheine ausstellen. Damit verhindern wir, dass Menschen von Organisationen wie Kaleb o.Ä. beraten werden, die z.B. den Marsch für das Leben organisieren.

Ebenfalls gelistet sind die wenigen Kliniken und Praxen, die die Abbrüche durchführen.

Hier ist die Liste zum Download.

Filmscreening zum Safe Abortion Day am 28.9.

Am 28.09.2020 ist Internationaler Safe Abortion Day –

Er wurde erstmals am 28. September 1990 als Aktionstag zur Entkriminalisierung der Abtreibung in Lateinamerika und der Karibik gefeiert.

Anlässlich dieses Tages planen etliche Gruppen und Bündnisse Aktionen, um für einen gesicherten Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen zu kämpfen.

Im Rahmen dessen zeigen wir den Dokumentarfilm “Maria, Christiane, Else, Karin, Lea, Lydia, Petra S., Petra W. und der Paragraph 218“ von Mara Schepsmeier, der von unterschiedlichen Schwangerschaftsabbrüchen erzählt.

Seit 1871 steht der § 218 im Strafgesetzbuch. Kurz nach der Proklamation des deutschen Nationalstaats wurde auch das Reichsstrafgesetzbuch verkündet, das bis heute – nun als Strafgesetzbuch der BRD – Geltung hat. Der Paragraph bestimmt die Lebensrealität von Menschen, die ungewollt oder ungeplant schwanger sind und kein Kind austragen wollen. Je nach spezifischer Ausführung des Gesetzes, Lage der politischen Kämpfe gegen das Gesetz und dem ökonomischen und ideologischen Stand der Gesellschaft fällt diese Realität zu verschiedenen historischen Zeiten verschieden aus. In Interviews und literarischen Texten erzählt der Film vom Erleben des Schwangerschaftsabbruchs. Die Erfahrungen unterscheiden sich nicht nur dem Jahr oder dem Jahrzehnt nach, sondern sind je nach Erzählerin ganz verschieden. Allem Erleben gemein ist: dem Wissen, was in der eigenen, historisch-spezifischen und persönlich-erlebten Situation das Richtige ist, steht ein Paragraph gegenüber. In großer Ruhe wird hier von dem, was tabuisiert war und ist, offen erzählt: der Abtreibung.

Der Film wird im Büro für gute Maßnahmen (Jordanstraße 9) von 14 – 22 Uhr in Dauerschleife gezeigt, da die Anzahl an Personen die gleichzeitig in den Raum dürfen coronabedingt sehr begrenzt ist.

Wir bitten euch außerdem eine Maske mitzubringen – bitte tragt sie auch während des Films.