Unser Einsatz für eine solidarische Gesellschaft ist unteilbar!

Öffentliche Erklärung zur Aberkennung der Gemeinnützigkeit für die VVN-BdA und andere Organisationen.

Wir verurteilen die Aberkennung der Gemeinnützigkeit für die Bundesvereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) durch das Berliner Finanzamt aufs Schärfste. Wir sind beschämt, dass die Auschwitz-Überlebende und heutige Ehrenvorsitzende der VVN-BdA Esther Bejarano diese Entscheidung erleben muss.

„Die Vernichtung des Nazismus mit seinen Wurzeln ist unsere Losung. Der Aufbau einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit ist unser Ziel.“

Dieser Schwur der Befreiten von Buchenwald ist das Fundament der jahrzehntelangen antifaschistischen Arbeit der VVN-BdA und unser Kampf gegen Faschismus ist #unteilbar. Darum sind wir solidarisch mit der VVN-BdA.

Die Entscheidung gegen die VVN-BdA ist keine Einzelentscheidung. Vielmehr werden die Bewegungsräume für eine politische und demokratisch aktive Zivilgesellschaft, wie sie sich etwa bei #unteilbar zusammengeschlossen hat, auch mit Hilfe des Steuerrechts, immer enger gesteckt. Belege dafür sind die rigide Auslegung des Gemeinnützigkeitsrechts auch für andere politisch aktive Vereine wie attac, Campact oder das Demokratische Zentrum Ludwigsburg.

Auch an anderer Stelle beobachten wir mit großer Sorge, dass im Zuge der fatalen Umstrukturierung des Programms „Demokratie Leben“ weit über 200 Projekte in ihrem Kampf für eine vielfältige Gesellschaft vor dem Aus stehen. Geplant waren sogar massive Kürzungen für das Programm „Demokratie Leben“, die erst nach vehementen Protesten zurückgezogen wurden. In Zeiten, in denen parteipolitisch organisierte Faschistinnen und Faschisten und gewalttätige Neo-Nazis gemeinsam marschieren, verhallen Forderungen nach einer substantiellen Aufstockung der Mittel folgenlos.
Darum fordern wir:

  • Dass das Land Berlin dem Beispiel NRWs folgt und die Gemeinnützigkeit der VVN-BdA anerkennt.
  • Damit die Arbeitsfähigkeit der VVN-BdA nicht beeinträchtigt wird, soll die Vollziehung der Bescheide zur Zahlung/Steuerzahlung ausgesetzt werden.
  • Politisches Engagement der kritischen und demokratischen Zivilgesellschaft muss im Zuge der anstehenden Änderung des Gemeinnützigkeitsrechts durch das Bundesfinanzministerium gestärkt und zweifelsfrei abgesichert werden!
  • Wir brauchen ein „Demokratiefördergesetz“, das seinen Namen verdient und eine nachhaltige und bedarfsgerechte Finanzierung zivilgesellschaftlich getragener Projekte sicherstellt.

Wir werden diese Forderungen so lange und so laut vertreten, bis sie umgesetzt werden. Mit den #unteilbar Demonstrationen und dem gemeinsamen Einstehen auf der Straße haben wir alle auch ein Versprechen auf Solidarität miteinander abgegeben.

Berlin, den 28.11.2019

Diese Erklärung wurde von Aktiven und Organisationen aus dem #unteilbar-Bündnis initiiert.

Erklärung als PDF zur weiteren Verbreitung

Elternschaft im Kapitalismus – Lisa Yashodhara Haller

Im Oktober war Lisa Yashodhara Haller in Dresden und hat im Rahmen der Kinder-Küfa Dresden zu Mutterschaft im Kapitalismus referiert. Abends ging es dann bei unserer Veranstaltung mit ihr weiter – Elternschaft im Kapitalismus.

Den Vortrag könnt ihr nun hier bei uns oder auf Mixcloud nachhören:

Continue reading

Stoppt Feminizide

Man(n) tötet nicht aus Liebe.

Gewalt gemeinsam stoppen! – Stadtführung zum internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen*

25.11. 2019, 17:00-20:00 Uhr.
Startpunkt: Kunsthofpassage-Dresden, Görlitzer Straße 21-25

Gewalt gegen Frauen ist Phänomen anderer Kontinente. Es ist kein Phänomen “anderer Kulturen” und es ist kein Phänomen alter Zeiten. Geschlechtsspezifische Gewalt ist die traurige Wirklichkeit für viel zu viele Frauen, mitten in unserer Gesellschaft, auch in dieser Stadt, in dieser Straße, im Hier und Jetzt. Continue reading

Redebeitrag #WomenDefendRojava

oder: warum der Kampf um Frieden und Selbstbestimmung in Nordsyrien ein feministischer Kampf ist.

Unser Redebeitrag zur Rojava-Solidemo am 26.10.2019 in Dresden
Die aktuellen Angriffe der Türkei sind weder überraschend, noch einmalig. Im Gegenteil, sie sind nur der aktuelle traurige Höhepunkt einer ganzen Reihen von Versuchen, die Errungenschaften der kurdischen Frauenbewegung zunichte zu machen. 

Continue reading

Jinên Parastina Rojava!

Di xwepêşandana Rojava de roja 26.10.2019 li Dresden, banga blokek femînîst bikin

Di 9ê Cotmeha 2019an de, dewleta Tirkiyê dest bi êrişa xwe ya dirêj-soz li Rojava kır ku bi vekişîna leşkerên Amerîkî ve pêkanîn pêk hat. Artêşa Tirk bi hewa û bi topên hewanan êrîşî hemû deverên girîng ên li seranserê sînor dike. Hema di van çend rojan de bi sedan sivîl û kuştî û birîndar hene. Dîsa li beşên nexweşxane û rojnamevanan de bê rawestandin. Bi sed hezaran însan (ji nû de) li ser rane ne. Her roj me raporên hêj bêtir distînin. Continue reading

Jin Jiyan Azadî – Women Defend Rojava (de)

Aufruf für einen feministischen Block bei der Rojava-Demonstration am 26.10.2019 in Dresden

Am 9. Oktober 2019 begann der türkische Staat seine lange angekündigte – durch den Rückzug der US-Truppen ermöglichte – völkerrechtswidrige Invasion in Nordsyrien. Die türkische Armee hat alle größeren Orte entlang der Grenze aus der Luft und mit Mörsergranaten angegriffen. Schon in diesen wenigen Tagen gab es hunderte getötete und verletzte Zivilist_innen. Auch vor Krankenstationen und Journalist_innen wurde kein Halt gemacht. Hunderttausende Menschen sind (erneut) auf der Flucht. Täglich erreichen uns weitere Schreckensmeldungen. Continue reading

Gott sei Dank? – Zum Rücktritt von Landesbischof Rentzing

(kirchenkritisches Flugblatt von 1973)

2015 wurde Carsten Rentzing in einer knappen Wahl zum evangelischen Landesbischof in Sachsen gewählt. Als Vertreter erzkonservativer Auffassungen wurde er schon damals (auch von uns) deutlich kritisiert, nicht zuletzt wegen seiner homophoben Ansichten. Wir haben damals unsere Befürchtung zum Ausdruck gebracht, dass rechte Positionen durch die Wahl eines reaktionären Theologens an die Kirchenspitze zusätzliche Unterstützung erfahren werden. Rentzing hat in den letzten Jahren bewiesen, dass er seine Macht, seine Möglichkeiten und Netzwerke immer wieder genau dafür genutzt hat.

Während seiner Amtszeit wurde die Kritik daher nicht leiser, auch wenn Rentzing immer wieder versuchte, innerkirchliche Debatten um die politische Ausrichtung der Landeskirche als intrigante Spaltungsversuche zu labeln und zu unterbinden.
Leider gab es dafür immer wieder unerfreuliche Anlässe, was zu einer Reihe kleinerer und größerer Skandale führte, die in vielen Fällen nicht einmal an die Öffentlichkeit gelangten. Continue reading

Viel bringt der Oktober

Im Rahmen von KRETA halten wir am Donnerstag, den 10.10.2019 // 15.30 Uhr // EHS Dresden  // Raum 3.218 den Workshop „Lookism – a feminist issue?“
Hätte Schneewittchen ihrem Beinahetod entgehen können, wenn sie anstelle des Apfels lieber zu einer Tüte Chips gegriffen hätte?

Am Dienstag den 15.10.2019 // 20 Uhr präsentiert Judith Goetz ihr Buch „Frauen*rechte und Frauen*hass. Antifeminismus und die Ethnisierung von Gewalt“
Wie funktioiert das Engagement rechter Frauen* auch als Selbstermächtigung und bleibt dennoch antifeministisch?

Am Donnerstag, den 17.10.2019 // 20 Uhr // AZ Conni hält Lisa Yashodhara Haller ihren
Vortrag zu „Elternschaft im Kapitalismus“
Welche Funktion hat Fürsorgearbeit für den Kapitalismus, warum verläuft sie immer noch entlang geschlechtsspezifischer Grenzen  und wie staatliche Maßnahmen die Arbeitsteilung junger Eltern beeinflussen.
Vorher spricht sie bei der Kinder Küfa Dresden über Mutterschaft im Kapitalismus.

Und zu guter und vielleicht bester letzt:
Montag 21.10.2019 // 18 Uhr / Kosmotique
e*vibes – Offenes Kennenlerntreffen

Der Internationale Safe Abortion Day// addme

Der 28. September wird seit 2015 als internationaler Safe Abortion Day auf der ganzen Welt begangen. Zum ersten Mal fand er dieses Jahr auch in Deutschland statt. Unter dem Motto „Schwangerschaftsabbruch raus aus dem Strafgesetzbuch!“ wurde der Aktionstag in über 30 deutschen Städten zelebriert. Auch in Dresden gab es einige Aktionen.

Vom “windigen” Infostand und hitzigem Kneipenquiz hat auch ein überdimensionierter Kleiderbügel an einer Dresdner Kapelle hohe Wellen geschlagen.

Wir freuen uns auf nächstes Jahr!