Spendenaufruf: Abortion Without Borders!

Faschismus, Rassismus, Nationalismus und Antifeminismus müssen wir nicht nur vor unserer eigenen Tür entgegentreten, sondern genauso über Grenzen hinweg. 

 

 

Das polnische Verfassungsgericht hat am 22. Oktober 2020 die bereits stark eingeschränkten legalen Möglichkeiten auf legale Abtreibung noch weiter beschnitten.(1) Medizinisch sichere Schwangerschaftsabbrüche sind damit in Polen fast unmöglich.

Seit Jahren wird das Recht auf sexuelle und körperliche Selbstbestimmung von der  regierenden rechtskonservativen PiSPartei immer weiter ausgehöhlt, obwohl das polnische Gesetzt bezüglich Abtreibungen schon vor deren Amstantritt eines der restriktivsten der Welt warAngetrieben durch die erzkatholische Kirche und ihrer gesellschaftlich tief verankerten Ideologie sollen eine rigide Sexualmoral, reaktionäre Geschlechterollen und antifeministische Gesetze weiter verstärkt werden.
Ein Beispiel dafür ist der Zugang zur sogenannten “Pille danach”, wie uns polnischeGenoss:innen berichten. Ist sie in Deutschland seit 2015 endlich rezeptfrei erhältlich, müssen Menschen in Polen sich seit drei Jahren wieder ein Rezept ausstellen lassen. Viele Mediziner:innen verweigern aufgrund der verbreiteten konservativ-katholischen Prägung diese Rezepte. 
Wo Kirche und Staat patriarchal agieren, müssen reproduktive Rechte durch feministische Netzwerke gesichert werden. Diese brauchen unsere grenzüberschreitende Solidarität.

Um Menschen in Polen in ihrer Entscheidung gegen eine ungewollte Schwangerschaft vor Ort zu unterstützen, braucht es Kohle!  Hier sind Adressen bewährter Organisationen, an die sich ungewollt schwangere Personen in Polen (und Dtl.)  wenden können, um Informationen über oder Unterstützung bei der Organisation von Abtreibungen zu bekommen. Sie sind auf finanzielle Unterstützung angewiesen!

Also her mit euren Moneten! Den Kampf für das Recht auf körperliche Selbstbestimmung müssen wir ALLE mit tragen! 

* Aborcja bez granic (Abtreibung ohne Grenzen)| +48 22 29 22 597 | www.aborcjabezgranic.pl
* Aborcyjny Dream Team (Abtreibungs-Traumtem) | email hidden; JavaScript is required
* Ana Amsterdam | email hidden; JavaScript is required https://anamsterdam.noblogs.org/
* Ciocia Basia z Berlina (Cocia Basia Berlin) | +48 22 397 05 00 https://abortion.eu/
* Kobiety w sieci Frauen Online| +48 725 892 134 | email hidden; JavaScript is required |www.maszwybor.net
* Kolektyw “Dzień Po” | „Tag danach“Kollektiv| email hidden; JavaScript is required
* Women Help Women | email hidden; JavaScript is requiredhttps://womenhelp.org

* Kumpela | email hidden; JavaScript is requiredhttps://www.facebook.com/kumpela

#AbortionWithoutBorders #SolidarnieZPolkami #FreeSafeLegalAbortion #DarmowaBezpiecznaLegalnaAborcja #LegalAbortion #LegalnaAborcja #DziewuchyBerlin

(1) Ausnahmen gibt es nur noch bei Vergewaltigung, Inzest und wenn ernsthafte Gefahr für das Leben der Schwangeren besteht. Doch selbst in diesen Fällen gibt es große Hürden und es ist schwer, überhaupt ein Krankenhaus zu finden, dass einen Abbruch durchführt. Auch Föten, die nicht überlebensfähig sind, können mit der neuen Regelung nicht mehr abgetrieben werden.

Zum Recht auf Abtreibung in den Niederlanden

Interview

Der International Safe Abortion Day findet jedes Jahr am 28. September statt und zielt auf das grundsätzliche Recht auf Zugang zu einem sicheren und legalen Schwangerschaftsabbruch. Anlässlich dieses Tages hat weiterdenken uns gebeten, einen Blick auf die Situation von ungewollt Schwangeren in den Niederlanden zu werfen.

https://www.weiterdenken.de/de/2020/10/14/zum-recht-auf-abtreibung-den-niederlanden

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#GUCKMAL – Kundgebung & Lesung vor dem BuchHaus Loschwitz

Update: aufgrund der Pandemie-Entwicklung wurde die Kundgebung abgesagt. Den geplanten Redebeitrag werden wir zeitnah zum Nachhören veröffentlichen.
Wer möchte, kann sich gerne unter Beachtung von Maskengebot und Abstandsregelung der #GuckMal-Fahrraddemo in Löbtau anschließen. Startpunkt dafür ist 12:00 Uhr am Conertplatz.
KUNDGEBUNG & LESUNG
25.OKTOBER 
BUCHHAUS LOSCHWITZ 
10 bis 13:30 Uhr 
Friedrich-Wieck-Straße 6, 01326 Dresden
Mitbring-Brunch: Bringt gerne euer eigenes Frühstück mit 

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#GUCKMAL – Susanne Dagen und das BuchHaus Loschwitz

Susanne Dagen ist eine Neu-Rechte im doppelten Sinne. Einerseits ist die 1972 geborene Buchhändlerin recht spät in ihrem Leben mit dem Aufkommen von Pegida als rechte Akteurin aufgetreten. Andererseits gehört sie zum engeren Kreis um Ellen Kositza und Götz Kubitschek und dem Antaios-Verlag, dem ideologischen Angelpunkt der Neuen Rechten in Deutschland. Dem Identitären-Chef Martin Sellner hat sie auf ihrem Youtube-Kanal ebenfalls eine Bühne geboten.

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 #GUCKMAL – Das rechte Netzwerk um PEGIDA aufdecken

6 Jahre PEGIDA – 6 Jahre Menschenfeindlichkeit!

Ein Aufruf für dezentrale Aktionen am 25.10.2020.
Zusammen mit Furia, der Antifaschistischen Initiative Löbtau und der Antifaschistischen Jugend Dresden haben wir das rechte Netzwerk um Pegida zum Ziel genommen.
Hintergrundinfos und Infos zu konkreten Aktionen folgen in den nächsten Tagen – bildet Bezugsgruppen und checkt die üblichen Kanäle auf #Guckmal!

Am 25. Oktober geht Pegida in ihr 7. Jahr. Mit der ersten Demonstration der „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes” am 20. Oktober 2014 begann eine Zäsur für Dresden. Dabei kam die Mobilisierung nicht aus dem Nichts. Bereits zuvor bildeten sich Proteste gegen Geflüchtetenheime, z.B. in Schneeberg oder in Ottendorf-Okrilla. Mit PEGIDA fanden die unterschiedlichsten rechten Gruppierungen, Initiativen und Proteste einen gemeinsamen Kristallisationsmoment – Die deutschlandweit größte rassistische Mobilisierung nach dem Ende des Nationalsozialismus konstituierte sich. Continue reading

Gewalt in unseren Communities – die 2te

Der “Gewalt in unseren Communities”-Workshop wird im Oktober noch ein zweites Mal stattfinden. Die Interessiertengruppe e*space wird ihn am 17.10. im malobeo durchführen (Achtung, mit Voranmeldung) und dann noch einmal am 21.10 bei den Kritischen Einführungstagen.

Hier noch einmal die Hardfacts:
17.10., 14 – 18 Uhr
@Malobeo, Kamenzer Str. 18, mit Voranmeldung

21.10., 15.30-18.30
@HfbK, Güntzstraße 34, Raum 228

Zum Recht auf Abtreibung in Polen

Der International Safe Abortion Day findet jedes Jahr am 28. September statt und zielt auf das grundsätzliche Recht auf Zugang zu einem sicheren und legalen Schwangerschaftsabbruch.

Anlässlich dieses Tages hat uns weiterdenken gebeten, einen Blick auf die Situation von ungewollt Schwangeren in Polen zu werfen.

Hier der Artikel.

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Keine sicheren Räume? – Diskussion

Am 17.09. fand eine Diskussionsrunde über sexualisierte Übergriffe in der linken Szene statt. Mit dabei Kim Posster und Alex von e*space. Der Mitschnitt ist nun online.

Keine sicheren Räume?
Auch in linken Räumen, welche häufig als Freiräume und Safe Spaces begriffen werden, geschehen sexuelle und sexualisierte Gewalt. Dies verwundert viele, jedoch sind auch Linke mit dem Patriarchat groß geworden und müssen sich auch innerhalb der eigenen Kreise mit Sexismus und sexueller Gewalt auseinandersetzen. Doch was tun, wenn es geschieht? Wie umgehen mit den Tätern und wie den Betroffenen helfen?
Sexuelle Gewalt ist fest im Geschlechterverhältnis verankert und kann ohne eine grundlegende Kritik am Patriarchat, an Männlichkeitsbildern und an der männlichen Sexualität nicht nachhaltig bekämpft werden. Aber wie umgehen mit linken Tätern die sich mit Feminismus auseinandersetzen und trotzdem übergriffig werden? Wie ist dieser Widerspruch möglich?
Wie kann eine Bewältigung und Aufarbeitung von Vorfällen aussehen? Von der Definitionsmacht hin zu ommunity accountability und transfortmative justice, zwei Begriffe die in der aktuellen Debatte immer wieder auftauchen. Aber was steckt dahinter und können uns diese Konzepte bei der Bewältigung des Problems helfen?

Gewalt in unseren Communities – Workshop

Und unser “Gewalt in unseren Communities” – Workshop geht in die nächste Runde. Wir haben uns sehr über die Einladung von Polizeiklasse Dresden gefreut und sind gespannt auf den Workshop mit euch.

Am 17.10. von 14 – 18 Uhr
Malobeo, Kamenzer Str. 18
Teilnahme nur nach Voranmeldung bei den Veranstaltenden von Polizeiklasse Dresden möglich:
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@FB

In unserer Gesellschaft ist Gewalt allgegenwärtig, sei sie rassistischer, sexualisierter oder anderer Natur. Auch in sich als emanzipatorisch verstehenden Communitys bleibt dies nicht aus. Doch die bestehende Gesellschaft bietet und erwartet Bestrafung und Ausschluss. Dies ändert weder an den strukturellen noch an den individuellen Ursachen etwas, noch ist es von Interesse, was sich betroffene Personen wünschen. Es schwächt bestehende Strukturen und kann sie Repressionsorganen ausliefern. Doch wie können wir stattdessen mit unweigerlich auftretenden Konflikten umgehen?
Wir wollen mit euch ein Konzept diskutieren, welches sich Community »Accountability« nennt und nicht nur die Verantwortung der individuell handelnden Personen, sondern auch die ihres Umfeldes in den Blick nimmt und dabei die Wünsche der betroffenen Personen berücksichtigt. Wir verstehen uns nicht als Expert*innen sondern wollen gemeinsam mit euch das Thema besprechen. Es ist ein Mitmach-Konzept. Keine*r muss vor großen Gruppen reden. Es gibt keinen Zwang zu sprechen.

Das Ganze ist Einsteiger*innenfreundlich – Menschen, die sich damit schon befasst haben sind aber auch gern gesehen. Wir hoffen, dass wir in einen Austausch treten können um voneinander zu lernen.