Tag Archives: sexualisierte Gewalt

Stoppt Feminizide

Man(n) tötet nicht aus Liebe.

Gewalt gemeinsam stoppen! – Stadtführung zum internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen*

25.11. 2019, 17:00-20:00 Uhr.
Startpunkt: Kunsthofpassage-Dresden, Görlitzer Straße 21-25

Gewalt gegen Frauen ist Phänomen anderer Kontinente. Es ist kein Phänomen “anderer Kulturen” und es ist kein Phänomen alter Zeiten. Geschlechtsspezifische Gewalt ist die traurige Wirklichkeit für viel zu viele Frauen, mitten in unserer Gesellschaft, auch in dieser Stadt, in dieser Straße, im Hier und Jetzt. Continue reading

The revolution starts .. Mehr Veranstaltungen zum Thema Umgang mit sexualisierter Gewalt

Wir kommen langsam zu den letzten Veranstaltungen unserer Reihe “Nein heißt.. – Außeinandersetzungen mit sexualisierter Gewalt in linken Zusammenhängen”. Doch nicht nur wir beschäftigen uns mit den Themen, sondern auch andere Gruppen/Personen in Dresden.

Deshalb findet diese Woche Donnerstag nicht nur unsere Lesung: Transformative Arbeit mit gewaltausübenden Personen mit Ann Wiesenthal statt.

Sondern auch eine Fishbowldiskussion zum Thema: “Umgang mit sexuellen Übergriffen innerhalb linker Strukturen – eine lösungsorientierte Diskussion”
Am 07.04. um 16 Uhr im AZ☆Conni. -> LEIDER MUSS DIESE VERANSTALTUNG VERSCHOBEN WERDEN :/

Vortrag: Transformative Arbeit mit gewaltausübenden Personen

Auch an diesem Donnerstag findet wieder ein Vortrag von uns statt!
Start ist um 20 Uhr im AZ Conni.

Antisexistische Awareness ist eine Antwort in der Linken, um Betroffene von sexualisierter Gewalt zu stärken, zu unterstützen und ein Bewußtsein für Veränderung zu schaffen. Seit Jahren gibt es eine Praxis, indem Betroffene sich behaupten, Unterstützungsgruppen gebildet werden oder auf Partys “Awareness” angeboten wird. Diese Angebote werden z.T. ergänzt durch Transformative Arbeit mit gewaltausübenden Personen, diese findet nur auf freiwilliger Basis statt und bietet der gewaltausübenden Person einen Rahmen an, um sein Handeln zu verändern.

Die Autorin Ann Wiesental liest aus ihren beiden Büchern.

“Antisexistische Awareness: Ein Handbuch” und “Was tun bei sexualisierter Gewalt? –  Handbuch für eine Transformative Arbeit mit gewaltausübenden Personen”

Einführungsvortrag zu Community Accountability

Am Donnerstag findet wieder eine spannende feministische Veranstaltungen im AZ Conni statt.

Der nächste Teil unserer Reihe! Dieses Mal eine Einführung zu Community Accountability. Im Gegensatz zu den Infos auf dem Conniplakat findet die Veranstaltung um 18:30 Uhr statt, und nicht schon um 15 Uhr.

“Unsere Gesellschaft bietet uns an, Konflikten mit Bestrafung zu
begegnen. Wir sollen die Polizei rufen und die Verantwortung an die Justiz abgeben. Oft gehen dabei die Bedürfnisse der betroffenen Person komplett unter. Für die gewaltausübende Person bedeutet das Strafe und Ausschluss.

Doch wie können wir stattdessen an unseren Konflikte arbeiten?

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Wie Nein sagen Nähe ermöglicht – Irksome Institute

Am 14.03.2019 findet um 19:30 Uhr im Kukulida, Martin-Luther-Straße 1, ein Vortrag des Irksome Institutes statt. Die Veranstaltung ist teil unserer Reihe “Nein heißt…”.

Wir möchten euch das Buchprojekt “Wege zum Nein” vorstellen und mit euch über die Frage diskutieren, wie die Möglichkeit, Nein zu sagen unsere Beziehungen verändert. Was brauchen wir dafür, Beziehungen so zu gestalten, dass Nein und Ja immer gute und mögliche Optionen sind? Wie hängen Kapitalismus und Sexismus damit zusammen? Wie verändern sich Beziehungen, wenn ein Nein nicht nur akzeptiert, sondern wertgeschätz wird?
Seit 2015 arbeiten Sina Holst und Johanna Montanari als The Irksome Institute an kollektiven feministischen Publikationen.

Rape Revisited – Mithu Sanyal zu Gast in Dresden

Morgen, am 07. März kommt Mithu Sanyal nach Dresden.

ACHTUNG! Die Veranstaltung findet NICHT im Projekttheater, sondern im AZ Conni statt.

Diese Veranstaltung ist wie die Vorhergehenden ein Teil unserer Reihe “Nein heißt .. Außereinandersetzungen mit sexualisierter Gewalt in linken Zusammenhängen” und findet in Kooperation mit Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen und dem Frauenbildungszentrum Dresden statt.

Hier nun der Ankündigungstext:

Rape revisited
Warum wir über sexualisierte Gewalt sprechen, wie wir darüber sprechen
Die Silvesternacht 2015/16 in Köln, Pussy-Grabbing Kommentare des amerikanischen Präsidenten, #metoo und der Fall Susanna … Am Thema Vergewaltigung entzünden sich immer wieder erbitterte Debatten, manifestiert sich die Haltung der gesamten Gesellschaft gegenüber Geschlecht, Sexualität und Verletzbarkeit.
Mithu M. Sanyal zeichnet nach, wie über die Jahrhunderte nicht nur Sexualität, sondern auch Gewalt gegendert wurde und betrachtet in diesem Zusammenhang auch die Rolle, die Rassismus spielt. Von Augustinus bis #aufschrei und #time’s up, über Foucault, feministischen Kämpfe um die Anerkennung von Vergewaltigung bis hin zu den Debatten um Redfreiheit, Identitätspolitik und Transrechte geht Sanyal der Frage nach, wie Vergewaltigung gesellschaftlich verhindert werden kann. Was heißt »Nein heißt nein«? Was heißt »Ja heißt ja«? Und was bedeutet Konsens wirklich?

“Nichts was uns passiert” – Lesung mit Bettina Wilpert

Leipzig. Sommer. Universität, Fußball-WM und Volksküche. Gute Freunde. Eine Geburtstagsfeier. Anna sagt, sie wurde vergewaltigt. Jonas sagt, es war einvernehmlicher Geschlechtsverkehr. Aussage steht gegen Aussage. Nach zwei Monaten nah an der Verzweiflung zeigt Anna Jonas schließlich an, doch im Freundeskreis hängt bald das Wort “Falschbeschuldigung” in der Luft. Jonas’ und Annas Glaubwürdigkeit und ihre Freundschaften werden aufs Spiel gesetzt.
Der Roman »nichts, was uns passiert« thematisiert, welchen Einfluss eine Vergewaltigung auf Opfer, Täter und das Umfeld hat und wie eine Gesellschaft mit sexueller Gewalt umgeht.

BETTINAWILPERT, geboren 1989, aufgewachsen bei Altötting. Sie studierte Kulturwissenschaft, Anglistik und Literarisches Schreiben in Potsdam, Berlin und Leipzig. Veröffentlichungen u. a. in Outside the Box, P.S. Politisch Schreiben und testcard. Sie lebt in Leipzig. nichts, was uns passiert ist ihr Debütroman und wurde mehrfach ausgezeichnet.

Kommt am 28.02. zur Lesung ins Stadtteilhaus Dresen
Beginn ist um 19:30 Uhr

Es wird einen Bücherstand der Pusteblume geben

Nein heißt… – Veranstaltungsreihe von Februar bis April 2019

nein

++Nein heißt.. – Auseinandersetzungen mit sexualisierter Gewalt in linken Zusammenhängen++

Grenzüberschreitungen in Form von physicher und psychischer Gewalt finden überall statt.
Auch Menschen, die sich gegen Sexismus und für einen achtsamen Umngang miteinander einsetzen, sind nicht gefeiht davor, selbst übergriffig oder innerhalb ihres direkten Umfelds mit solchem Verhalten konfrontiert zu werden. Somit sind auch innerhalb linker Szenen solche Fälle nicht selten. Continue reading

Gastbeitrag: Lasst Betroffene nicht allein!

Wir veröffentlichen hier einen aktuellen Text (PDF) einer Gruppe von Frauen aus Dresden. Er kritisiert nicht nur eine relevante Fehlstelle solidarischer Praxis in der linken Szene, sondern zeigt auch Schritte zu einem besseren Umgang mit sexuellen Übergriffen auf.

Insgesamt werden hier einige wichtige Fragen aufgeworfen, mit denen sich e*vibes auch seit längerem beschäftigt. Wir planen für das kommende Frühjahr eine Veranstaltungsreihe zum Thema sexualisierte Gewalt (als gesamtgesellschaftliches Problem, aber auch als eines der “linken Szene”). Wir hoffen dadurch, sowohl den Diskurs als auch die Praxis weiter voran bringen zu können. Unser erklärtes Ziel ist es, dass Aufrufe wie der folgende nicht mehr gebraucht werden, dazu erklären wir unsere Solidarität mit den Verfasserinnen!

 

Lasst Betroffene nicht allein!

Ein Beitrag zur Aufarbeitung sexueller Übergriffe in der Dresdner Linken

verfasst von einer Gruppe solidarischer Frauen.

Profeministische Standpunkte werden in linken Kontexten meist fleißig nach außen getragen, wodurch es scheint, als seien die wichtigsten Inhalte in der „Szene“ verinnerlicht und würden allein durch die richtig verwendeten Slogans deutlich gemacht.

Wie wenig davon jedoch tatsächlich von Einzelnen verstanden wurde, zeigt sich dann letztlich im gemeinsamen Wirken und politischen Miteinander linker Zusammenhänge. Wenn sich z. B. sexualisierte Übergriffe in linken Gruppen ereignen, offenbart sich, dass sicher geglaubte Mindeststandards keineswegs zur Anwendung kommen.
Theoretisch fundierte Praxen geraten aus dem Blick, Emotionalität gewinnt die Oberhand und die oft beschworene Solidarität wird zu einer Waffel.
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Für eine Frauenschutzeinrichtung im Erzgebirgskreis!

Im Rahmen der Sächsischen Frauen*woche 2018 vom 16.-26. November zum Thema “Häusliche Gewalt und Sexualisierte Gewalt an Frauen und Mädchen” hat der Landesfrauenrat Sachsen e.V. eine Onlinepetition unter dem Titel “Für eine Frauenschutzeinrichtung im Erzgebirgskreis!” initiiert.

Mit der Unterschriftenliste fordern sie eine ausdrücklich auch vom Landkreis unterstützte Frauenschutzeinrichtung im Erzgebirgskreis! Der Erzgebirgskreis ist der einzige Landkreis im Freistaat Sachsen, in dem es keine Frauen*schutzeinrichtung gibt, obwohl Bedarf besteht.

Über den folgenden Link gelangt ihr direkt zu der Onlinepetition: https://www.openpetition.de/petition/online/fuer-eine-frauenschutzeinrichtung-im-erzgebirgskreis