Kinder-Küfa im AZ Conni

Ab dem 18.01.2018 wird es (wieder) jeden 3. Donnerstag im Monat, zwischen 15:30 und 19:00, eine Kinder-Küfa im AZ Conni geben. Yeah!

Im Januar werden die restlichen Taschen von der Küfa im November mit dem Logo der Kinder-Küfa verziert. Dafür werden im Vorfeld Schablonen hergestellt.
Außerdem gibt es einen kleinen inhaltlichen Part. Wie ihr vielleicht schon auf unserer Seite vor ein paar Wochen gelesen habt, wird es in Dresden bald eine ausleihbare Bücherkiste geben. Diese beinhaltet Bücher, welche die Diversität der Gesellschaft zeigen sollen. Sprich marginalisierte/diskriminierte Personen und Gruppen werden in den Vordergrund gerückt. Bei der Kinder-Küfa wird es einen Teil der Bücher aus der Kiste zum drin stöbern geben und es werden ein paar einzeln vorgestellt. Zudem können alle die möchten von zuhause ein gutes Kinderbuch mitbringen und dies ebenfalls vorstellen. Die Kaufinspirationen können dann wie immer direkt in unser aller Lieblingsbuchladen Buchladen König Kurt umgesetzt werden.

Oury Jalloh – das war Mord!

Vor 13 Jahren verbrannte Oury Jalloh in Dessau in einer Polizeizelle, nachdem er durch Polizeibeamte gewaltsam in Gewahrsam genommen und auf einer schwer entflammbaren Matratze an Händen und Füßen fixiert wurde. Bis heute sind die Brand- und Todesursache nicht aufgeklärt, die offiziellen Ermittlungen gingen bislang immer von der Doktrin aus, Oury Jalloh habe den Brand trotz intensiver zweimaliger Leibesvisitationen mit einem dabei übersehenen Feuerzeug selbst entfacht.

Der „rechtsstaatliche“ Umgang mit dem polizeigemachten Verbrennungstod Oury Jallohs war zuletzt durch eine breite mediale und landespolitische Aufmerksamkeit und Aktivität geprägt:

Im April 2017 verwirft der leitende Oberstaatsanwalt in Dessau die 12 Jahre lang von den Behörden aufrechterhaltene Selbstanzündungsdoktrin und leitet Mordermittlungen gegen konkret benannte Polizeibeamte ein. Er regt bei der Bundesanwaltschaft an, diese möge die Mordermittlung leiten. Die Behörde lehnt die Zuständigkeit ab: Die den Beschuldigten zur Last gelegten Taten würden nicht „ausreichen“ um eine Zuständigkeit der Bundesjustiz zu rechtfertigen und ein fremdenfeindliches Motiv wäre nicht erkennbar.

Stattdessen landet die Morduntersuchung bei der Staatsanwaltschaft Halle, die das Verfahren im Sommer 2017 einstellt, weil angeblich die Faktenlage „uneindeutig“ ist und auch keine neuen Erkenntnisse zu „erwarten“ seien.

Mehr Inos unter: https://initiativeouryjalloh.wordpress.com/

Demonstration in Gedenken an Oury Jalloh
Sonntag, 07. Januar 2018 um 14:00 Uhr

Zugtreffpunkt für Dresden: 11:00 Uhr Bahnhof Neustadt

Pro Choice Sachsen verklagt die Polizei

Seit Beginn der Proteste gegen die Fundis in Annaberg-Buchholz hat die sächsische Polizei immer wieder unser Versammlungsrecht untergraben. Mit immer neuen Vorwürfen und Tricks sollten wir eingeschüchtert und unser Protest delegitmiert werden. Wir haben immer gesagt, dass wir uns davon nicht einschüchtern lassen und weiter solidarisch zusammen stehen.

Dieses Jahr hat das repressive Vorgehen der Polizei einen neuen Höhepunkt erreicht. Im Vorfeld verdeckt aufgestellte Videokameras haben die Versammlungsfläche auf dem Marktplatz überwacht – ein klarer Verstoß gegen das Sächsische Versammlungsgesetz und eine eklatante Missachtung von Art. 8 des Grundgesetzes.
In Absprache mit der Anmelderin und der Anwältin von Pro Choice Sachsen wurde nun Klage gegen dieses illegale Vorgehen eingereicht. Auch auf juristischer Ebene soll so den #SächsischenVerhältnissen entgegen getreten werden!
Dank an Sarah für die unermüdliche Unterstützung.

Wer die Antirep-Arbeit unterstützen möchte kann übrigens gerne spenden: http://schweigemarsch-stoppen.de/spenden/

Verstetigung des Schreckens – Jahresrevue 2017 in Dresden

Samstag, 16.12.2017 ab 21:00 Uhr @ kosmotique

Verstetigung des Schreckens – Jahresrevue mit den in der kosmotique organisierten Gruppen und Freund*innen

Nachdem am Wochenende bereits das zweite Jahr in Folge das “Feminist Take Over” im AZ Conni als eine Art Jahresabschlussveranstaltung mit feministischem Vernetzungscharakter stattgefunden hat, ruft auch die kosmotique zur “Verstetigung des Schreckens” und begeht am Samstag eine Jahresrevue mit allen dort organisierten Gruppen und Freund*innen, u.a. also auch mit e*vibes:

Es ist uns als kosmotique eine liebgewonnene Tradition und ein wichtiges Anliegen, mit allen Gruppen, die in unseren Räumen Veranstaltungen gemacht oder hier Ideen entwickelt haben, eine Jahresrückschau vorzunehmen. Mit rund 5-minütigen Beiträgen werden einige Gruppen und Zusammenhänge eine kleine Auswertung bzw. einen individuellen Jahresrückblick präsentieren. Das Ganze wird in eine Soli-Bingoshow für die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh eingebunden sein, in der es Bares und Anderes zu gewinnen gibt. Den 2. Teil des Abends möchten wir gern mit Euch an der Bar verbringen.

Wir laden Euch zu einem Abend ein, an dem wir gemeinsam auf dieses Jahr 2017 zurückschauen, das als die ‘Verstetigung des Schreckens’ in unsere Annalen eingeht. Wir wollen aber nicht den Tiefschlägen und Gewöhnungen Platz lassen. In einer Art Revue werden Einschätzungen, Aktionen, Gedanken und Analysen zusammengetragen. Bringt also geeignete Texte oder Textschnipsel, Flugblätter, Fotos, Videos, Songs, Tracks oder anderes Material mit, um unsere gemeinsame Jahresrückschau zu gestalten. Ihr könnt auch Material aufhängen – wenn es sich nicht zum Vortragen eignet. Ein bisschen Reflexion und gegenseitiges Rückenstärken ist dran!

Info für Gelsdspender_innen

Wichtige Info für alle Geldspender_innen. Ihr die ihr in den letzten Wochen und Monaten uns Geld in Form einer Spende habt zukommen lassen, könnt diese naürlich steuerlich absetzen. e*vibes - für eine emanzipatorische Praxis e.V. ist ein gemeinnütziger Verein. Ab 200€ gibt es auf Anfrage eine Spendenbescheinigung, davor reicht bei der Steuererklärung der Kontoauszug. Falls ihr noch Nachfragen diesbezüglich habt meldet euch bei uns.

Sex Workers Solidarity

Das Dresdner Sinnesart – Zentrum für Berührungskunst, das unter anderem erotische Massagen in drei Studios anbietet, informiert Gäste und Kund_innen: Wird das ProstSchG so umgesetzt wie geplant, stehen die Massagestudios vor dem Aus – und viele selbstständige Masseur_innen und weitere Angestellte verlieren ihren Job.
‘Sinnesart’ stellt außerdem Forderungen auf, die sich mit denen der Sex Workers Solidarity Kampagne überschneiden, und bittet um Unterstützung: http://www.sinnesart-massagen.de/aktuelles/dresdner-massagestudios-vor-dem-aus-rettungsaktionen

Außerdem gibt es Neuigkeiten aus der Kampagne:

Da erst jetzt der Referentenentwurf vorliegt, wird sich die Verabschiedung des Ausführungsgesetzes – entsprechend des Gesetzgebungsverfahrens – noch mindestens bis ins erste Quartal 2018 hinziehen. Was bereits jetzt aus der Entwurffassung zu entnehmen ist, ist, dass es Sachsen im Gegensatz zu anderen Bundesländern versäumt, die anfallende Gebührenlast auf die Betreiber*innen bzw. die Kommunen umzulegen und stattdessen die Sexarbeiter*innen selbst zur Kasse bitten wird. Dabei haben andere Bundesländer die Gebühren zumindest bei 35 € gedeckelt, doch selbst davon ist in Sachsen keine Rede. Es bleibt also zu erwarten, dass die Gebühren hier deutlich höher sein werden.

Bei dem gesamten Prozess wurde es zudem versäumt, diejenigen einzubeziehen, die direkt von den Auswirkungen des (Ausführungs-)Gesetzes betroffen sind, nämlich die Sexarbeiter*innen sowie ihre Interessenvertretungen selbst.

Die Gruppe Sex Workers Solidarity wird sich kommenden Mittwoch, den 13.12.2017 um 19:30 Uhr in der Wernerstraße 21 in Dresden Löbtau noch einmal vorstellen:

Im gemütlichen PlatzDa! stellen wir unsere Gruppe, unsere Ziele und Forderungen und v.a. die neuesten Neuigkeiten zum Sächsischen Ausführungsgesetz des Prostituiertenschutzgesetzes vor. Ein Abend zum Wer, Warum, Wie und Wie weiter?

 

Zur Entwicklung und Repression der Lesbenbewegung in der DDR

„Lesbe, Lesbe, Lesbe. Ein Wort mit Kampfpotential, mit Stachel, mit Courage“

Der Vortrag von Maria Bühner musste vergangene Woche leider krankheitsbedingt ausfallen. Umso mehr freuen wir uns, dass wir im Rahmen der Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie noch einen Ausweichtermin finden konnten um die Veranstaltung nachzuholen.

Im Fokus des Vortrags stehen die Politiken der Lesbenbewegung der DDR, welche in den 1980er Jahren entstand. Deren Politiken werden besonders in ihrer emotionalen Dimension, ihren transnationalen Bezügen und mit Blick auf die Repression durch die Stasi diskutiert. Es ergeben sich spannende Einblicke in die Politisierung von (Homo)sexualität und Geschlecht in der späten DDR.
Maria Bühner hat Kulturwissenschaften in Leipzig und London studiert. Im Moment promoviert sie zu lesbischer Subjektwerdung in der DDR am Institut für Kulturwissenschaften der Universität Leipzig. Sie ist in queer/feministischen Zusammenhängen aktiv und gibt Workshops und Vorträge zu lesbischer Geschichte und Queer Zines.

Der Raum und die Toilette ist für Rollstuhlfahrer:innen zugänglich.
Kinderbetreuung auf Anfrage möglich.

Datum: Montag, 04. Dezember 2017

Zeit: 20:00 – 21:30 Uhr
Ort: Raum 118, Recknagelbau, Haeckelstr. 3, TU Dresden

Neues von Sex Workers Solidarity

Die Selbstorganisation von Sexarbeiter_innen und Unterstützer_innen Sex Workers Solidarity hat in letzter Zeit immer wieder von sich hören lassen…

So haben sie den aktuellen Stand zur Umsetzung des sog. “Prostituiertenschutzgesetzes” in Sachsen zusammengefasst und machen damit eins besonders klar: neben Behördenchaos droht Stigmatisierung und Verdrängung, statt dem versprochenen Schutz.

Mit ihrem Text Raus aus der Vereinzelung – was tun gegen das “Prostituiertenschutzgesetz” rufen sie außerdem dazu auf, diese Stigmatisierung nicht schweigend hinzunehmen, sondern sich zusammenzuschließen.

Heute wurde zudem der Entwurft für das SächsProstSchGAG (Sächsisches Prostituiertenschutzgesetz-Ausführungsgesetz) geleakt. Dieser Entwurf wurde federführend vom CDU-geleiteten Sozialministerium erarbeitet und war noch nicht zur Veröffentlichung bestimmt. Die Initiative möchte jedoch dazu beitragen, dass dieses Ausführungsgesetz nicht ohne öffentliche Diskussion durchgewunken wird.