Rechtspopulismus beim CSD Dresden – ein Nachschlag

Wir haben in unserer Stellungnahme zu problematischen Vorfällen im CSD Dresden e.V. ja schon CSD-Vorstand Matthias Eibisch erwähnt, der ohne schlechtes Gewissen einen vermeintlich lustigen Post eines AfD-Abgeordneten teilte, in welchem der rassistische Mob in Chemnitz verharmlost wird.

Nun müssen wir feststellen, dass der Sumpf noch weiter reicht. Diesmal geht es um Philipp “Phil” Grafe, der als Fotograf und Designer für den Verein Material für die CSD-Feierlichkeiten erstellt1.

Die Berichterstattung über den Salafisten Raschid K. gereicht ihm zum Anlass, über das “verrotte System” (gemeint ist der Rechtsstaat Deutschland) zu lästern und gegen “Gutmenschen” Stimmung zu machen – er bedient sich dabei klassischer Kampfbegriffe des Rechtspopulismus. Aufschlussreich ist auch, dass quasi nebenher noch die “historische Verantwortung Deutschlands” argumentativ in’s Spiel gebracht wird, allerdings nur, um sie im nächsten Atemzug zu leugnen.

Wir wollen allerdings auch positiv erwähnen, dass an dieser Stelle Janko Mikolajczyk – beim CSD für das Bühnenprogramm verantwortlich – in die Diskussion eingreift und versucht, diese wieder von Hitlers Autobahnen wegzuleiten. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, immer wieder klar Position gegen rechte und revisionistische Aussagen zu beziehen. Wir fordern dies allerdings auch vom CSD Dresden e.V. als ganzem Verein. Ein erster Schritt dafür wäre, eine Unvereinbarkeitserklärung u.a. zu Rassismus, Nationalismus und rechter Hetze zu beschließen, wie sie auch der CSD Leipzig2 vertritt.

Hier noch als Kontext der komplette Kommunikationsverlauf mit der längeren Reaktion von Janko, damit sich alle selbst ein Bild machen können:

 

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