cafém

cafém – feminismus zum kennen_lernen

Das cafém findet jeden dritten Sonntag im Monat in der kosmotique (Martin-Luther-Str. 13, 01099 Dresden) statt.



Mit dem cafém wollen wir einen offen Raum schaffen, in dem Menschen sich auf verschiedene Weisen mit (queer-)feministischen und damit zusammenhängenden Themen auseinandersetzen und Neues lernen können – daher auch der Name „cafém – feminismus zum kennen_lernen“. Uns ist es wichtig, für andere und uns selbst einen Ort zu gestalten, der Selbstermächtigung und Selbstfürsorge unterstützt. Dies hängt für uns auch mit dem Versuch zusammen, sich in einen geschützteren Rahmen den bestehenden, deutschen, heteronormativen Zuständen zu entziehen und Kraft für politischen Aktivismus zu tanken. Dazu gehört auch, gesellschaftliche Hierarchien, unsere eigenen Privilegien und Zusammenhänge verschiedener Diskriminierungsformen zu reflektieren.
Im cafém finden immer auch Workshops, Vorträge, Filmvorführungen oder andere inhaltliche Veranstaltung statt, zu der wir in der Regel Referent_innen einladen. Dabei achten wir darauf, der im Allgemeinen vorherrschenden Dominanz von weißen männlichen Referenten etwas entgegenzusetzen und laden stattdessen Frauen*, People of Colour oder Trans*Personen ein.
Neben diesem inhaltlichen Programm gibt es ein veganes Buffet, eine Spieleecke für Kinder, ein Infotisch sowie viele zines und Bücher. So ist es sowohl möglich, gemütlich in einem Buch zu schmökern, als auch mit anderen Menschen zusammenzusitzen und zu quatschen.

Mitmachen
Wenn ihr Lust habt, das cafém mit zu organisieren, schreibt uns einfach eine E-Mail an cafemdresden@riseup.net oder sprecht uns beim nächsten cafém an. Ihr könnt uns auch anders unterstützen, z.B. indem ihr Essen (am Besten vegan) mitbringt, abwascht oder beim Auf- und Abbauen helft.

info

cafém im April:


Bei diesem cafém - feminismus zum kennen_lernen wird es nicht nur wie immer Essen (vor allem wenn ihr etwas mitbringt), warme und kalte Getränke, einen Infostand und wunderbare Menschen für genauso wunderbare Gespräche geben, auch eine Lesung mit Kirsten Achtelik.

Kirsten Achtelik stellt ihr Buch „Selbstbestimmte Norm. Feminismus, Pränataldiagnostik, Abtreibung“ vor.

Sollen Feministinnen jede Art von Abtreibung verteidigen? Können Entscheidungen überhaupt selbstbestimmt getroffen werden? Welche Art von Wissen entsteht durch pränatale Untersuchungen? Dienen sie der Vorsorge oder sind sie behindertenfeindlich?

Kirsten Achtelik lotet in ihrem Buch das Spannungsfeld zwischen den emanzipatorischen und systemerhaltenden Potenzialen des feministischen Konzepts “Selbstbestimmung” in Bezug auf Abtreibung aus. So mischt sie sich in die aktuellen feministischen Debatten um reproduktive Rechte ein, die mit den zunehmenden Aktivitäten und Demonstrationen von “Lebensschützern” wieder aufgeflammt sind.
Zugleich ist es ihr Anliegen, einer neuen Generation von Aktivist_innen die Gemeinsamkeiten und Konflikte der Frauen- und Behindertenbewegung sowie die inhaltlichen Differenzen zwischen Frauen mit und ohne Behinderung verständlich zu machen.
Vor allem aber stellt sich Kirsten Achtelik der dringend zu klärenden Frage, wie ein nicht selektives und nicht individualisiertes Konzept von Selbstbestimmung gedacht und umgesetzt werden kann.

Die Veranstaltung steht im Kontext der Proteste gegen den 7. Schweigemearsch für das Leben in Annaberg-Buchholz, der von dem Verein „Lebensrecht Sachsen“ organisiert wird. Das Bündnis Pro Choice Sachsen, ein Bündnis aus verschiedenen feministischen Akteur_innen aus ganz Sachsen organisiert auch dieses Jahr wieder Proteste und lädt ein, im Rahmen der Lesereise über die komplexe Frage zu diskutieren, wie ein emanzipatorischer Umgang mit Abtreibung und Pränataldiagnostik aussehen kann und wie Kämpfe von Behinderten und Feminist_innen verknüpft werden können.

Kirsten Achtelik, *geboren 1978, ist Diplom-Sozialwissenschaftlerin und lebt als freie Journalistin und Autorin in Berlin. Sie ist politisch an den Schnittstellen der feministischen, antikapitalistischen und Behindertenbewegung aktiv.

cafém: 14 - 20 Uhr
Lesung: 16 Uhr
Kartenverkauf für den Bus nach Annaberg: während des gesamten caféms!

gäste

    Insbesondere „[f]ür mädchen, ladies, divas, dykes / […] / Enkellinen, mütter, omas / […] / Für patinnen, engel, ikonen / Tribaden, ultras, amazonen / Bitches, inter, weiber, homos / […] / Für texterinnen, femmes und shwestern / Denkerinnen, quings und lesben / Für butches, blaustrümpfe und fags / Antifas, freundinnen, drags / Für heldinnen und kesse väter / Lernende und heiße feger / Gutmenshen those who care / Für königinnen those who share / Für macherinnen, babes, pans / Für miststücke, heilige, trans / Dekonstruktivistas, huren / Träumerinnen auf der suche / Verbündete und für emanzen / Sirenen, shlampen, meckertanten / Für handspiegel, heads und bis / Für latzhosen, tomboys und queers / Lovers, homies, geeks und nerds / Genossinen und riot grrrls / Alle anders alle gleich / Alle sternchen mitgemeint.“
    — sookee, Frauen mit Sternchen, 2014

geld

    Das cafém zu organisieren kostet Geld und Zeit. Wir wollen allen die Möglichkeit geben, an den Veranstaltungen teilzunehmen, deshalb sind diese für die Besucher_innen kostenfrei und die Orgagruppe arbeitet unentgeltlich. Jedoch gibt es feste Preise für Kaltgetränke und freiwillige Spenden für warme Getränke, sowie für den Brunch. Um unseren Referent_innen angemessene Honorare zahlen zu können, freuen wir uns insbesondere auch über finanzielle Unterstützung.

schirm

    Wie in unserem Selbstverständnis zu lesen ist, wollen wir mit dem cafém einen geschützteren Rahmen schaffen, um sich bestehenden gesellschaftliche Zuständen zu entziehen. Ihr könnt gerne die Orgagruppe ansprechen, wenn es hierbei zu Problemen kommt.

übersetzen

    Wir versuchen immer Englisch/Deutsch Übersetzungen anzubieten.
    Falls ihr andere Übersetzung benötigt schreibt uns eine Email oder sprecht uns beim cafém an. Wir werden versuchen, dies möglich zu machen.
    Ein Teil der vorhandenen zines, Bücher und Flyer gibt es auch auf verschiedenen Sprachen (meist auf Englisch).

kinder

     Kinder sind herzlich Willkommen.
    Es gibt eine Spieleecke, einen Verkleinerungsitz für die Toilette, ein Töpfchen und eine Wickelablage. Falls ihr eine konkrete Kinderbetreuung braucht schreibt uns bitte eine Email.

hören

    Es gibt keine Induktionsanlage. Es kann sein, dass es laute Geräusche gibt.

sehen

    Es gibt kein Blindenleitsystem.

    Leider ist die kosmotique nicht rollstuhlgerecht. Jedoch ist sie mit Assistenz betretbar (reinheben).

exit

    Es gibt drei Ausgänge (zwei Türen und ein Notausgangsfenster), die jedoch nicht extra gekennzeichnet sind.

rauchen

    Das cafém ist ein Nichtraucher_innenraum.

zug

    Es sind keine sog. Behindertenparkplätze in direkter Nähe vorhanden, jedoch bietet eine nahegelegene Straßenbahnhaltestelle (Bautzenerstr./Rothenburger #11,6,13) einen ebenerdigen Ausgang. Von der Bahnhaltestelle aus sind die Räumlichkeit relativ problemfrei zu erreichen (Boden besteht aus großen manchmal unebenen Steinplatten)

 



adresse

kosmotique
Martin-Luther-Str.13
01099 Dresden

email

cafemdresden@riseup.net

Was oben nicht stehen darf:
Wir freuen uns über cis-Männer, die reproduktive Arbeit leisten, aber sich nicht einmischen. Wir sind übrigens linksradikal. Wir wissen noch nicht, ob wir uns über alle Menschen freuen. Wir haben eigentlich keinen Bock auf einen ‚geschützteren Rahmen‘, sondern wollen einen sicheren Raum.

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Die verwendeten Icons sind von der Seite Diskriminierungsfreie Szene.

One thought on “cafém

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