Vorträge und Workshops

Hier findet ihr Vorträge und Workshops die wir in der Vergangenheit angeboten haben. Fall ihr Interesse an einem oder mehreren habt könnt ihr euch gerne bei uns melden. Bitte denkt daran, dass e*vibes verschiedene Interessiertengruppen hat. Nicht jeder Vortragsinhalt spiegelt die komplette Gruppenmeinung wieder und deshalb wäre es uns wichtig bei Ankündigungen einen Vermerk zu haben welche Interessiertengruppe den Vortrag/Workshop macht.

Vorträge

Abtreibung in Lateinamerika

In diesem Vortrag wollen wir einen Überblick über die gesetzliche und gesellschaftspolitische Situation von Abtreibung in Lateinamerika geben. Die Entwicklung der Abtreibungsgesetze soll vor dem Hintergrund der politischen Veränderungen betrachten werden.
Ein besonderer Augenmerk soll einerseits auf dem Einfluss von religiösen Organisationen zuletzt auch auf die Gesetzgebung und andererseits auf den feministischen Bewegungen, die die Diskussion um Säkularisierungmit ihrem Kampf um reproduktive Rechte verbinden, liegen.

(Der Vortrag wird auf Deutsch und Englisch gehalten // Konatkt zu den Vortragenden kann vermittelt werden)

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Definitionsmacht – eine feministische Kritik

Oft wird Kritik am ‘Konzept’ der Definitionsmacht als antifeministisch abgeschmettert. So werden wichtige Debatten zum Umgang mit sexualisierter Gewalt und Diskriminierung verhindert. Als feministische Gruppe hoffen wir, dass uns dies erspart bleibt und ein offener Autausch über theoretische und praktische Probleme sowie mögliche Alternativen zu diesem scheinbar unumstößlichen Standard stattfinden kann.

Interessiertengruppe e*space

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Did Femen take over Feminism? – Fragen zu Femens „feministischem“ Gehalt und den Auswirkungen auf die Befreiung der Frau*

Femen, ein einziger Höhenflug des medialen Erfolgs. Tausende Likes auf Facebook und Interviews ohne das ein Ende in Sicht ist.
Wer ist diese Gruppe deren Name öfter gegoogelt wird als Feminism, die sich selbst als die globale Frauenbewegung des 3. Jahrtausends bezeichnen?
In diesem Vortrag wollen wir uns u.a. damit auseinandersetzen, wie Femen historisch-gesellschaftlich verortet sind, sich organisieren und welche Auswirkungen ihr Aktivismus für andere feministische Gruppen hat. Außerdem beschäftigen wir uns mit den von ihnen erzeugten Bildern und welche der vielfach geäußerten Kritik (nicht) gerechtfertig ist.

Input von der Gruppe e*vibes mit anschließender Diskussion.

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Geschlecht und Kapitalismus – eine Lovestory…

Wie in jeder guten Telenovela ist auch die Beziehung zwischen patriarchalen Strukturen und bürgerlicher Wirtschaftsweise eine facettenreiche und durchaus wechselhafte Geschichte. Trotz ihres großen Altersunterschiedes arrangierten sie sich miteinander, teilten Arbeit und Haushalt, wuchsen aneinander – und gerade auch an ihren Differenzen.
Wir werden einige Episoden anschauen und einen Blick auf ihren aktuellen Beziehungsstatus werfen. Mutmaßen wir doch zusammen: Wie geht es mit den beiden weiter? Werden feministische Bewegungen sie entzweien oder meistern sie zusammen jede Krise? Gehen sie ihren gemeinsamen Weg, bis dass der Tod sie scheidet oder ist es doch einfach eine vorübergehende Affäre? Lasst uns die Story ein wenig weiterspinnen: Wie sähe ein Happy End aus – und inwiefern haben wir überhaupt Einfluss auf das Script?

Interessiertengruppe e*skunks

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Hä, du kannst doch werden was du willst?!

Was machen eigentlich Feminist_innen? Warum gibt’s die immer noch? Was
ist Geschlecht? Was bedeutet es für eine kapitalistische Gesellschaft? Wieso interessiert uns das? Wir wollen Ausschnitte feministischer Theorien und Praxen präsentieren und mit euch diskutieren. Bringt Fragen mit 🙂

(Einführungsvortrag)

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Pussy Riot

Pussy Riot. Gibt es noch irgendwen, die von dem “feministischen Punk-Kollektiv” mit bunten Strick-Hass-Masken und Putin-Hass-Gebet, dem absurden Prozess und der weltweiten Solidarisierung nichts mitbekommen hat? Jedoch kommt medial immer nur ein stark vereinfachtes, inhaltsreduziertes Bild rüber. Wer sind denn nun eigentlich Pussy Riot? Welche Positionen vertreten sie? Inwiefern ist das Kunst, inwiefern feministisch?

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Von feministischen Reitpeitschen und Blumenkränzen

Pussy Riot, eine sich als feministisch verstehende Performance-Gruppe in Russland, und Femen, eine internationale “Frauenbewegung” mit ukrainischen Ursprüngen, haben in letzter Zeit öffentlich viel Aufsehen erregt – siehe z.B. das „Punk-Gebet“ von Pussy Riot und deren darauf folgende Inhaftierung oder Femen‘s nacktbrüstiger Angriff auf Putin. Es gab weltweit sowohl Solidarisierungen als auch Kritik an Auftreten sowie Aussagen der Gruppen. Jedoch kommt medial immer nur ein stark vereinfachtes, inhaltsreduziertes Bild rüber. Wer sind denn nun eigentlich Pussy Riot bzw. Femen? Wo lassen sie sich historisch-gesellschaftlich verorten? Wie sind sie jeweils organisiert? Welche Bilder werden erzeugt und welche Folgen haben diese? Wie beschreiben sie sich selbst und welche Positionen vertreten sie? Inwiefern sind diese oder jene als feministisch zu bezeichnen? Wie kann feministische Praxis heute aussehen?

Input von der Gruppe e*vibes mit anschließender Diskussion.
Die inhaltliche Schwerpunktsetzung kann den Interessen der Anwesenden angepasst werden

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„Wir sind viel schlimmer als wir dachten, sind von uns selbst geschockt” – Gedanken zu feministischer Militanz

Was soll der Scheiß mit den Frauen*, die entweder friedlich oder „zickig“ sind? Wie verhalten sich Weiblichkeit und Aggression zueinander? Wie überwinden wir in der politischen Praxis die Freundlichkeit/das Lächeln, das wir gelernt haben? Was heißt Militanz für uns, was kann feministische Militanz sein? Auf jeden Fall mehr als nur ein Mix aus feministischen Parolen mit dem, was Typen auf Demos immer machen. Wie soll „unsere“ Militanz aussehen, ohne einfach bei den schon bestehenden Formen „auch dabei“ zu sein? Welche Beispiele feministischer Militanz hat es gegeben? Und was jetzt, wohin mit der Wut?

Gerne könnt ihr euch bei Interesse an femili@riseup.net wenden

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Workshops

DJ*ing für F*LT

Was genau machen diese Dj*s eigentlich wenn sie am  Pult stehen? Welche Knöpfe drehen, schieben, drücken sie wann und warum und wie machen sie das mit diesen Übergängen? Dieser Workshop bietet eine  Einführung zu dem Thema Auflegen mit MP3. Ich erkläre euch grundlegend  die Technik mit der ihr es zu tun haben werdet. Außerdem gibt es eine Einführung in die Programme Virtual DJ und/oder Traktor. Bitte bringt  die Musik mit, mit der ihr rumprobieren wollt. Da ich gemerkt habe, dass  es cooler ist, wenn Frauen*Lesben*Trans* bei so einem WS zu diesem Thema unter sich sind, richtet sich der Workshop auch an eben diese (sorry Jungs).
Referentin: L_Sa hat seit 10 Jahren mit dem Auflegen zu tun. Ihr Herz schlägt für politische Zusammenhänge, die ein freieres bzw entspannteres Setting ermöglichen, als die meisten Mainstreampartys.
Rahmen: ca. 2h, max. 6 Personen

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Doing sexism – sexistische Diskriminierung und die Reproduktion von Geschlechterrollen
breitbeinig sitzen, auf die geschwister aufpassen, etwas reparieren, coole sprüche ablassen, sich um harmonie bemühen oder mal ein machtwort sprechen…
was ist sexismus, wo beginnt sexistische diskriminierung, was heißt geschlecht und wie werden geschlechterrollen immer wieder hergestellt?
an diesem abend wollen wir euch für diese themen sensibilisieren und dazu anregen sich auch weiter mit ihnen auseinanderzusetzen.

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Überlegungen zu einem emanzipatorischen Umgang mit Diskriminierung und Gewalt

Update (21.03.2016): Der Workshop ist immer noch sehr begehrt und daher ist bis mindestens Mai 2016 auch schon wieder alles voll und für die Zeit danach gibt es schon einige Anfragen. Falls ihr also im Laufe des Jahres Lust habt den Workshop mit eurer Gruppe zu machen, könnt ihr euch gerne unter e_space@riseup.net melden.

Bei eurer Partyreihe kommt es immer wieder zu Übergriffen und ihr wisst nicht wie ihr damit umgehen könnt? In eurer Gruppe gibt es fast nur Männer* und/oder die wenigen Frauen* bringen sich wenig ein? Ihr fragt euch, wie ihr bei eurem Sommercamp auf Diskriminierung aufmerksam machen könnt?
Schon wieder eine den Freund_innenkreis spaltende Diskussion über Definitionsmacht? Wenn ihr bei solchen Fragen gerade nicht weiterkommt oder euch weitere Anregungen fehlen, bieten wir euch diesen Workshop an:

Überlegungen zu einem emanzipatorischen Umgang mit Diskriminierung und Gewalt

Herrschaftsverhältnisse strukturieren unser Denken und Handeln. Deren Analyse und Kritik auf gesamtgesellschaftlicher Ebene ist unabdingbar. In konkreten Situationen stellen wir uns vor diesem Hintergrund die Frage nach Handlungsmöglichkeiten und -alternativen. Umgegangen wird mit Diskriminierung und Gewalt sowieso immer, nur meist ignorant oder planlos und damit oft Bestehendes verstärkend. Aber auch ein bewusstes “es ganz anders machen wollen” kann nach hinten losgehen.

Wir sind keine Antidiskriminierungs-Organisation, deren Blick bei der juristischen Gleichstellung der Menschen endet oder für die die Existenz von Polizei und bürgerlicher Rechtsprechung einfach für alle Zeiten vorausgesetzt ist. Aber wo sind die Alternativen?

Wir wollen nach emanzipatorischen Ansätzen suchen, also in Richtung der Befreiung der Individuen. Uns geht es um das richtige Leben im Falschen – also das Unmögliche, das so oft zur bloßen Elendsverwaltung der kapitalistischen Zustände verkommt. Ein Unterfangen, in dem man sich nun mal in Widersprüchen verheddert.
Wir betrachten uns als Multiplikator_innen, die ihre bisherigen Überlegungen weitergeben, sie mit euch verwerfen, weiterdenken, Strategien und Konzepte entwickeln sowie politische Kontroversen anstacheln wollen.

Wir sind keine Unterstützungs-, oder Awarenessgruppe, keine Mediator_innen oder Konfliktmanager_innen. Wir haben nicht ‘die Lösung’. Wir diskutieren MIT euch, nicht FÜR euch. Wir verteilen keine Antisexismus-Zertifikate.

Inhaltlich umfasst der Workshop Folgendes:
– Diskriminierung und Gewalt (Was genau verstehen wir darunter? Wo finden sie statt?)
– Strategien zum Umgang mit Diskriminierung und Gewalt? (Gibt es progressive Alternativen zum Strafrecht?)
– Sensibilisierung/Awareness (Was ist das? Was soll das? Wie kann das aussehen?)
– Unterstützung von Personen die von Diskriminierung und/oder Gewalt betroffen sind und Arbeit mit diskriminierenden und/oder gewaltausübenden Personen (Gesprächsführung, Konfrontation, Deeskalation, eigene Grenzen)
– Vertiefung mit praktischen Übungen (z.B. Rollenspiele) möglich
– Vertiefungsdiskussion (Textarbeit) über Definitionsmacht möglich
– Input zu Traumatisierung (unterschiedliche Intensivität) möglich

Je nach euren Wünschen können verschiedene Schwerpunkte gesetzt werden. Ungefährer zeitlicher Rahmen: 2,5 – 4 Tage, je nachdem welche Schwerpunkte und Vertiefungen ihr auswählt.
Bei Interesse meldet euch unter e_space@riseup.net 🙂 – Interessiertengruppe e*space