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Deutschsprachige Trans*-Community-Zeitschriften und Pamphlete als Bildungsort

Niki Trauthwein vom Trans*Lili Elbe Archiv ist am 20. Oktober in der Kosmotique (Martin-Luther-Str. 13) zu Gast in Dresden. Niki referiert ab 17:00 Uhr zum Thema: „Deutschsprachige Trans*-Community-Zeitschriften und Pamphlete als Bildungsort“

Die Zeitschriften einer Bewegung sind Orte der Bildung, aber auch der Erinnerung. Im strengen Sinne stellen sie basale Formen einer Erinnerungskultur dar, die Teile der Vergangenheit im Bewusstsein halten und gezielt vergegenwärtigen. Im Trans*Aktivismus sind diese Orte manchmal nur wenige Jahre existent, z.B. weil sich aktive Personen vollständig zurückziehen oder sich Gruppierungen auflösen. Mit ihnen verschwinden auch das Gedächtnis der mündlichen Überlieferungen und die Trans*-Community-Zeitschriften. Diese Zeitschriften sind Produkte der sozialen und politischen Bewegung transgeschlechtlicher Menschen.
Literatur zum Thema Trans*-Community-Zeitschriften wurde bislang kaum veröffentlicht, was vermutlich auch mit fehlender terminologischer Homogenität und kaum stattgefundener Archivierung zu begründen ist. Denn darüber, was eine Trans*-Community-Zeitschrift überhaupt ist, herrscht durchaus keine Einigkeit und ein Bestreben der Erhaltung und Sammlung von grauer Literatur und der Bewegungsgeschichte im Allgemeinen findet für den deutschsprachigen Raum erst seit wenigen Jahren im Lili Elbe Archiv statt.
Welche Zeitschrift erfüllt überhaupt die Kriterien einer Bewegungszeitschrift, innerhalb welcher Zeiträume hat es wie viele Zeitschriften gegeben und welche Textsorten können in Trans*-Community-Zeitschriften gefunden werden?

Niki kommt vom Lili Elbe Archiv:
http://www.lili-elbe-archive.org/

Und die Veranstaltung findet im Rahmen der Hirschfeldtage 2016 statt:
http://mh-stiftung.de/hirschfeld-tage/

In Zusammenarbeit mit dem Gereder e.V. Dresden:
http://www.gerede-dresden.de/

Internationaler Trans* Gefangenen Tag

Am 22. Januar 2016 wird es den ersten Trans* Prisoner Day of Action geben: ein internationaler Aktionstag in Solidarität mit trans*-Gefangenen, der jährlich statt finden soll.

Wir  beteiligen uns zusammen mit dem Anarchist Black Cross Dresden an dem Aktionstag.

Vor allem in Deutschland wissen wir kaum etwas über trans*-Menschen in Knästen und was sie dort erleben. Darum möchten wir uns gerne gemeinsam mit euch am 22. Januar treffen.

Wir wollen einen Film schauen und diskutieren, unser Wissen austauschen, damit wir am Ende alle mehr wissen, wir möchten Briefe an Gefangene schreiben und Kuchen essen.

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http://transprisoners.net

Dieses grassroot-Projekt wurde von Marius Mason initiiert, einem trans*-Gefangenen in Texas. Dieses Event wird von trans*-Gefangenen und ihren Unterstützer_innen weltweit organisiert. Es ist eine Möglichkeit für die draußen, sich an die hinter Gittern zu erinnern, Solidarität zu zeigen und das Bewusstsein über die Fragen, mit denen trans*-Gefangene konfrontiert sind, zu erhöhen. Und es ist für die, die drinnen sind eine Möglichkeit, ihre Stimme zu erheben und sich gemeinsam zu organisieren.

Prüfende Blicke, Abscheu, Isolation, Belästigungen und sexualisierte Gewalt verdoppeln sich für trans*-Personen in Gefängnissen durch die physischen und emotionalen Einschränkungen des buchstäblichen Käfig, der keinen Ausweg lässt. Jahrzehntelang zeigten frühe Queeraktivist_innen ihre aktive Solidarität und Unterstützung für diejenigen im Knast – sie schrieben Briefe, veranstalteten Demos, und forderten nicht nur, dass die Gefangenen mit Respekt und würdevoll behandelt werden, sondern auch ihre bedingungslose Freilassung. Queere und trans*-Gefangene organisierten sich gemeinsam und mit der Außenwelt.
Beteiligt euch am ersten International Trans* Prisoner Day of Action, um diese Tradition fortzusetzen!

19-22h im Infoladen des AZ Conni