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Mein Körper gehört weder Kirche noch Deutschland – Input und Film

Am Freitag, den 4. Mai ab 21:00 Uhr wollen wir mit euch gemeinsam im malobeo (Kamenzer Str. 38, 01099 Dresden) eine Dokumentation über die Kampagnen der selbsternannten “Lebensschützer_innen” schauen und geben einen Input über Abtreibung, Autonomie und Annaberg-Buchholz.

Wir erzählen etwas zur Geschichte von §218, §219 und feministischen Interventionen. Wie kam es zu dem Verbot von Abtreibungen, was sind die Folgen der Kriminalisierung und mit welchen Mitteln hat die Frauenbewegung dagegen gekämpft? Im zweiten Vortragsteil widmen wir uns aktuellen feministischen Interventionen, unter anderem am Beispiel von Annaberg-Buchholz in Sachsen. Wer demonstriert da und wieso? Welche emanzipatorischen Kämpfe müssen heutzutage zusammen gedacht und geführt werden? Bei Interesse werfen wir auch einen Blick über den deutschen Tellerrand auf die Gesetzeslage und die feministische Praxis in anderen Ländern.

Bei der Veranstaltung wird es auch wieder möglich sein Tickets für die gemeinsame Anreise nach Annaberg-Buchholz am 16. Juni zu erwerben.

4. Juni 2018 von 21:00 – 23:00 Uhr
malobeo (Kamenzer Str. 38, 01099 Dresden)

Ciocia Basia – Grenzenlos Pro Choice

Heute findet in der kosmotique (Martin-Luther-Str. 13, 01099 Dresden) eine weitere Veranstaltung im Rahmen der Mobi zur Demo in Annaberg-Buchholz statt, auf der ihr natürlich auch Bustickets für eine gemeinsame Anreise am 16. Juni erwerben könnt.

Während in vielen Ländern reproduktive Rechte immer weiter liberalisiert werden, befindet sich die Politik in Polen, Deutschlands direktem Nachbarn, auf einem extrem regressiven Kurs. Die rechtskonservative Regierung schränkt, in Zusammenarbeit mit der Kirche, die reproduktiven Rechte der polnischen BürgerInnen massiv ein. Polen hat bereits eines der strengsten Abtreibungsrechte Europas – trotzdem soll dieses nun weiter verschärft werden. Polinnen sollen künftig gezwungen werden, nichtüberlebensfähige Föten auszutragen, um das katholisch-konservative Weltbild der Regierung zu erfüllen. Dem versuchen wir entgegenzuwirken.
Unsere Organisation, Ciocia Basia (Tante Barbara) hilft Polinnen, die von dem inhumanen Abtreibungsrecht des Landes betroffen sind, Abtreibungen in Berlin durchzuführen. Wir unterstützen Frauen organisatorisch, finanziell und seelisch bei dem Abbruch ungewollter Schwangerschaften.
Wir berichten über unsere Arbeit, sowie über die momentane soziopolitische Situation in Polen, welche zu der Gründung unserer Organisation geführt hat.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Regionalgruppe der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen statt.

Weitere Informationen findet ihr auf pro-choice-sachsen.de

Pro Choice Kampagne in Sachsen gestartet

Yeah, yeah, yeah! Das Bündnis Pro Choice Sachsen startet die diesjährige Kampagne:
“Leben schützen! Abtreibung legalisieren! – Für eine feministische Praxis”

Das ist der Titel unter dem zahlreiche Veranstaltungen stattfinden werden. Das Ende der Kampagne bildet wie auch in den vergangenen Jahren die Demonstration in Annaberg- Buchholz, bei dem das Bündnis dem am 16. Juni stattfindenden sogenannten “Schweigemarsch für das Leben” lautstark wiedersprechen will.

Den Aufruf zur Demo, Mobimaterial, sowie aktuelle Infos findet ihr unter: pro-choice-sachsen.de, auf Twitter #ProChoice_SN und Facebook @prochoicesachsen

§219a abschaffen! Debatte im Bundestag!

Heute wird im Bundestag über die Abschaffung oder Änderung des §219a diskutiert. Ausgelöst wurde diese Diskussion durch die wiederholten Anzeigen gegen Kristina Hänel durch christliche Fundamentalist_innen. Bis auf den letzten Fall wurden die Verfahren immer eingestellt. 2016 eröffnete ein Gießener Staatsanwalt das aktuelle Verfahren. 2017 wurde Kristina Hänel verurteilt, sie und ihre Anwältin gingen in Berufung und kündigten an, sich zur Not durch alle Instanzen zu klagen.

Wir als Pro Choice Sachsen Bündnis sind solidarisch mit ihr und allen anderen durch Anzeigen fundamentalistischer Abtreibungsgegner*innen bedrohten Mediziner*innen. Die Strafverfolgung für die Zurverfügungstellung sachlicher Informationen über Schwangerschaftsabbrüche muss beendet werden.

Wir halten die Frage nach einer Grenzziehung zwischen Information und Werbung für nicht zielführend in der Diskussion um den § 219a StGB. Wir sind für die Streichung des § 219a StGB, weil eine mögliche Strafverfolgung u.a. Gynäkolog*innen und Beratungsstellen davon abhält, Informationen zu Schwangerschaftsabbrüchen zur Verfügung zu stellen. Dieser Mangel an Informationsweitergabe kann bei den schwangeren Personen zu Verunsicherung und Unwissen führen. Abgesehen davon verstetigt das Verbot die gesellschaftliche Tabuisierung und politische Kriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen. Mit einer Streichung des § 219a StGB wird das Informationsverbot aufgehoben. Dass damit auch das Werbungsverbot entfallen wird, erachten wir als unproblematisch, denn Werbung – im Sinne einer Anpreisung – ist in Deutschland ohnehin für alle ärztlichen Leistungen durch die Berufsordnung für Mediziner*innen verboten. Die Panikmache vor Werbung in Internet, Fernsehen und Zeitschriften, wie sie z.B. von der CDU und AfD geschürt wird, ist daher völlig unbegründet.

Wir setzen uns außerdem für das Recht auf Abtreibung und damit für die Abschaffung sowohl des § 219 StGB als auch des § 218 StGB ein. Der § 218 stellt den Schwangerschaftsabbruch unter Strafe. Lediglich unter bestimmten Bedingungen, zu denen eine Pflichtberatung und eine erzwungende Wartezeit gehört, bleibt er straffrei. Dies stellt in unseren Augen eine Bevormundung von Schwangeren dar und spricht ihnen ab, selbst entscheiden zu können. Wir kämpfen für das Recht auf Entscheidungsfreiheit. Dieses Recht schließt für uns den uneingeschränkten Zugang zu Informationen über die rechtlichen und medizinischen Rahmenbedingungen eines Schwangerschaftsabbruchs ein.

Am 16.06.2018 fahren wir nach Annaberg-Buchholz!
Fundis und Rechten den Tag versauen!

Leben schützen!
Abtreibung legalisieren!
§218 und §219 StGB abschaffen!
Für eine feministische Praxis!

pro-choice-sachsen.de

Pro Choice Sachsen verklagt die Polizei

Seit Beginn der Proteste gegen die Fundis in Annaberg-Buchholz hat die sächsische Polizei immer wieder unser Versammlungsrecht untergraben. Mit immer neuen Vorwürfen und Tricks sollten wir eingeschüchtert und unser Protest delegitmiert werden. Wir haben immer gesagt, dass wir uns davon nicht einschüchtern lassen und weiter solidarisch zusammen stehen.

Dieses Jahr hat das repressive Vorgehen der Polizei einen neuen Höhepunkt erreicht. Im Vorfeld verdeckt aufgestellte Videokameras haben die Versammlungsfläche auf dem Marktplatz überwacht – ein klarer Verstoß gegen das Sächsische Versammlungsgesetz und eine eklatante Missachtung von Art. 8 des Grundgesetzes.
In Absprache mit der Anmelderin und der Anwältin von Pro Choice Sachsen wurde nun Klage gegen dieses illegale Vorgehen eingereicht. Auch auf juristischer Ebene soll so den #SächsischenVerhältnissen entgegen getreten werden!
Dank an Sarah für die unermüdliche Unterstützung.

Wer die Antirep-Arbeit unterstützen möchte kann übrigens gerne spenden: http://schweigemarsch-stoppen.de/spenden/

Mobi-Vortrag Annaberg-Buchholz

Hier noch eine kleine Erinnerung an die Mobiveranstaltungen vom Bündnis Pro Choice Sachsen: Morgen Abend, 31.05. wird es 19:30 Uhr im PlatzDa! (Wernerstraße 21, Dresden) einen Mobi-Vortrag geben. Fühlt euch herzlich eingeladen!
Weiter Veranstaltungen auch in anderen Städten findet ihr hier.

Get lost, B.O.R.! – A brief personal account on what happened at the anti-abortion march organized by the Orthodox Romanian Church

Wir teilen den Bericht einer Genossin aus Rumänien über die dort von der Orthodoxen Kirche veranstalteten Anti-Abtreibungsmärsche und den (geringen) Protest dagegen. Wir solidarisieren uns mit ihren Kämpfen und möchten auf diese aufmerksam machen. (Der verlinkte Artikel kann gern verbreitet werden ;-))
Gegen jeden Fundamentalismus!

Mobi-Veranstaltungen für Annaberg-Buchholz

Wir möchten auch an dieser Stelle nochmal auf die Mobiveranstaltungen vom Bündnis Pro Choice Sachsen hinweisen.  Heute Abend wird es 19 Uhr in der Kosmotique (Martin- Luther-Straße 13) einen Vortrag zum Netzwerk der Abreibungsgegner_innen geben.

Weiter Veranstaltungen auch in anderen Städten findet ihr hier.

Pro Choice multimedial – auf allen Kanälen gegen Fundis und Patriarchat!

Mobijingle Pro Choice Sachsen

Wir wollen ihn euch nicht vorenthalten, den neuen Mobijingle für die Pro-Choice-Demo in Annaberg-Buchholz:

Streitschrift gegen sexistische Zustände

In Berlin haben sich eine Reihe von (queer-)feministischen, antifaschistischen und emanzipatorischen Gruppen zusammen getan und die Streitschrift AS.ISM4 veröffentlicht, die auch als PDF zum Download gibt. Es gibt darin z.B. ein Interview zum Fundi-Marsch in Berlin, mehrere interessante Texte zu Awarenessarbeit (die z.T. auch auf die Gedanken unserer Interessiertengruppe e*space aufbauen) und stellt  Ansätze für die antisexistische (Selbst-)Reflektion von politisch bzw. feministisch aktiven Cis-Männern vor.  Insgesamt hat sie einen stärkeren Praxis-Bezug als zum Beispiel die von uns mitgestaltete Mole #3 zum Thema Feminismus. Ein Schwachpunkt lässt sich bei intersektionalen Perspektiven verorten, die mit dem Aufsatz vom ASRA nicht wirklich gut abgedeckt werden.

Gesamtübersicht Veranstaltungsreihe Dresden

Wenn ihr euch lieber Vorträge oder Lesungen anhört, hier nochmal der Verweis auf die Gesamtübersicht über die Veranstaltungen von Pro Choice Sachsen in nächster Zeit in Dresden. Wir freuen uns, wenn ihr mal vorbei schaut! Dort könnt ihr auch Bustickets für die gemeinsame Anreise und Mobi-Stuff (Aufkleber, Flyer, Plakate) abstauben.

 

Lieber Feminismus Feiern – Fundis blockieren!

Am 17.09.2016 rufen zwei Bündnisse (What the Fuck // Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung) in Berlin zum Protest gegen den christlich-fundamentalistischen “Marsch für das Leben” auf.

Genau wie in Annaberg – Buchholz ist es uns auch hier wichtig deutlich gegen diese reaktionären Ideen Stellung zu beziehen. Deshalb auf nach Berlin!

Fundis blockieren!