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Lieber Feminismus Feiern – Fundis blockieren!

Am 17.09.2016 rufen zwei Bündnisse (What the Fuck // Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung) in Berlin zum Protest gegen den christlich-fundamentalistischen „Marsch für das Leben“ auf.

Genau wie in Annaberg – Buchholz ist es uns auch hier wichtig deutlich gegen diese reaktionären Ideen Stellung zu beziehen. Deshalb auf nach Berlin!

Fundis blockieren!

 

Pressemitteilung von ProChoice Sachsen

Bevor wir in den nächsten Tagen einen längeren Bericht veröffentlichen dokumentieren wir hier erstmal unsere Pressemitteilung zu dem gelungenen Protest. Dank an alle, die dabei waren und unterstützt haben!

Annaberg-Buchholz, 06.06.2016: +++Protest gegen fundamentalistischen „Schweigemarsch“ im Erzgebirge + Ultrakonservative wollen Schwangerschaftsabbruch kriminalisieren + lautstarker Protest von feministischen Gruppen +++

06.06.2016, Annaberg-Buchholz, Sachsen:

Am Montagnachmittag demonstrierten in Annaberg-Buchholz etwa 500 Menschen unter dem Motto: „Emanzipation ist viel geiler – Schweigemarsch stoppen!“, um feministische Forderungen in die Öffentlichkeit zu tragen. Anlass dafür war der von christlich-fundamentalistischen AbtreibungsgegnerInnen organisierte sogenannte „Schweigemarsch für das Leben“. Lisa Mueller vom Bündnis „Pro Choice Sachsen“ erklärte, wofür feministische Gruppen aus Dresden, Leipzig, Chemnitz, Plauen, Jena, Erfurt und Berlin heute im Erzgebirge demonstriert haben: „Wir wollen auch weiterhin Entscheidungen über unser Leben ohne Einmischungen von FundamentalistInnen treffen. Wir fordern die Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen, die nach §218 StGB in Deutschland immer noch illegal sind und nur unter bestimmten Umständen straffrei bleiben. Wir demonstrieren hier auch gegen die antifeministische, homosexuellenfeindliche und transfeindliche Politik der selbsterklärten Lebensschutzbewegung. Sie ist ein Teil des gesellschaftlichen Rechtsrucks, mit dem wir uns momentan konfrontiert sehen.“

In den Redebeiträgen wurden die völkischen und patriarchalen Vorstellungen von Ehe und Familie kritisiert. Auch die Diskrepanz zwischen der Verteidigung des Rechtes auf Abtreibung und die Kritik an behindertenfeindlicher pränataler Diagnostik (PND) wurde thematisiert. Der AK Mob (Arbeitskreis mit_ohne Behinderung, Berlin) kritisierte die Doppelzüngigkeit der LebensschützerInnen. Sie geben vor, sich für die Rechte von Behinderten einzusetzen, gehören aber einer Partei an oder werden von dieser unterstützt (CDU), die die Forderungen behinderter Menschen seit Jahrzehnten abwehrt und deren Rechte beschneidet. Neben Transparenten, Luftballons, Konfetti, lila Rauch kamen auch Symbole wie Stricknadeln und Kleiderbügel zum Einsatz. Anke Schäfer dazu: „Stricknadeln und Kleiderbügel waren oder sind Hilfsmittel, auf die Schwangere zurückgeworfen waren oder sind wenn Abtreibung verboten war oder ist. Insbesondere der Kleiderbügel wurde von den Feminist*innen in Spanien gegen eine drohende Gesetzesverschärfung mit der Parole „Nie wieder!“ eingesetzt und verweist auf illegalisierte Schwangerschaftsabbrüche unter lebensbedrohlichen Bedingungen“. Es wurde darüber hinaus ein Grusswort polnischer Aktivist*innen verlesen. In Polen macht die Bürgerinitiative „Fundacja pro – Prawo do Życia“ (Recht aufs Leben) mit Unterschriftensammlungen für ein Gesetz mobil, das Abtreibung grundsätzlich verbieten soll inklusive der „Pille danach“.

„Wir haben Spaß – ihr habt nur Jesus“ ist eine Parole der Feminist*innen und fasst den Demonstrationstag sehr gut zusammen, u.a. weil sich die Teilnehmer*innenzahl im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt hat. An zwei Stellen, wo sich „Schweigemarsch“ und Gegendemonstration begegneten, gab es lauten und kreativen Protest der feministischen Demonstrant*innen, um die reaktionären Forderungen des Lebensrecht Sachsen e.V. nicht unwidersprochen zu lassen. Auch die Rede von Martin Lohmann (Vorsitzender des Bundesverbandes Lebensrecht), der Schwangerschaftsabbrüche als Tötung und Euthanasie diffamierte, wurde mit lautstarker Kritik bedacht.

Zum Protest hatte das Bündnis ProChoice Sachsen aufgerufen. Der Zusammenschluss mehrerer Initiativen und Vereine fordert unter anderem die Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen, welche nach §218 StGB in Deutschland immer noch illegal sind. Seit drei Jahres organisiert ProChoice Sachsen u.a. Proteste gegen die christlich-fundamentalistischen Versuche, die bestehenden gesetzlichen Regelungen zu verschlechtern.

Morgen geht´s los! – Annaberg, we will rock you!

Wir freuen uns sehr auf morgen und sind begeißtert von der Resonanz die die diesjährige Mobi hat. Die Busse aus Leipzig sind voll und auch für Dresden sind nur noch ein paar einzelne Tickets vorhanden.

Daher wäre es super wenn ihr zum Abfahrtsort / Abfahrtszeit noch Auos mitbringen könntet.
Es wäre uns unglaublich wichtig das alle die möchten mitfahren können!

Another Mobiweek..

Auch in der kommenden Woche wird die Mobitrommel für Annaberg – Buchholz gerührt.
Nun ein Kurzüberblick für euch, der jederzeit hier nochmal, inklusiver der Termine der folgenden Wochen, nachgeschaut werden kann.

17.05.16, 19.00 Uhr, Chemnitz
Lesung mit Kirsten Achtelik aus ihrem Buch „Selbstbestimmte Norm. Feminismus, Pränataldiagnostik, Abtreibung“. Hier geht’s zur Facebook-Veranstaltung.
Lokomov (Augustusburger Straße 102)

18.05.16, 19.30 Uhr, Leipzig
Lesung mit Kirsten Achtelik aus ihrem Buch „Selbstbestimmte Norm. Feminismus, Pränataldiagnostik, Abtreibung“.
Interim (Demmeringstraße 32)

19.05.16, 19.00 Uhr, Berlin
Info-Vortrag zum Schweigemarsch, Fundis und feministischen Protesten beim *aze-Tresen, hier gibt es dann auch die Tickets für die Busanreise aus Berlin.
Projektraum H48 (Hermannstraße 48, U-Bahnhof Boddinstr.)

19.05.16, 18.30 Uhr, Halle
Mobi-Vortrag und folgender Film: Maria, Christiane, Else, Karin, Lea, Lydia, Petra S., Petra W., und der §218
MLU Audimax Hörsaal XXIII

20.05.16, 20.00 Uhr, Annaberg – Buchholz
Lesung mit Kirsten Achtelik aus ihrem Buch „Selbstbestimmte Norm. Feminismus, Pränataldiagnostik, Abtreibung“.
Neues Konsulat

21.05.16, 17:00 Uhr, Plauen
Lesung mit Kirsten Achtelik aus ihrem Buch „Selbstbestimmte Norm. Feminismus, Pränataldiagnostik, Abtreibung“ + female focus-Konzert.
Projekt Schuldenberg

Mobi Annaberg – Buchholz Teil II

Nach bereits zwei Mobiveranstaltungen geht es morgen weiter.

Am 13.05. findet im Rahmen des Klatsch Café in Dresden die nächste Mobiveranstaltung statt. Um 16 Uhr beginnt das Klatsch Café und um 18 Uhr der Mobivortrag.
@FB

Dann am 15.05. beginnt in Dresden beim cafém – feminismus zum kennen_lernen die Lesereise mit Kirsten Achtelik, die aus ihrem Buch „Selbstbestimmte Norm. Feminismus, Pränataldiagnostik, Abtreibung“ vor. Das cafém beginnt um 14 Uhr und die Lesung um 16 Uhr.
@FB

Bei beiden Veranstaltungen könnt ihr Tickets für den Bus kaufen und beide Veranstaltungen finden in der kosmotique (Marti – Luther – Str. 13) statt.

Alle weiteren aktuellen Infos findet ihr auf diese Seite: schweigemarsch-stoppen.de

Emanzipation ist viel geiler – Schweigemarsch stoppen!

In Deutschland versammeln sich jedes Jahr christlich fundamentalistische Gegner_innen von Schwangerschaftsabbrüchen zu Demonstrationen, um ihr Weltbild in die Öffentlichkeit zu tragen. Diese Demonstrationen finden u.a. in Berlin und Münster statt. Aber auch in Annaberg-Buchholz wird seit 2010 zu sogenannten Schweigemärschen mobilisiert, die sich gegen das Selbstbestimmungsrecht aller Menschen richten – insbesondere derer, die schwanger werden können.

Bisher waren die “Christdemokraten für das Leben” (CDL) für die Organisation zuständig. Sie sind in der CDU organisiert und ihr erklärtes Ziel ist, Schwangerschaftsabbrüche nicht nur in Deutschland, sondern weltweit komplett zu kriminalisieren. Im März 2016 wurde der Träger des Schweigemarsches gewechselt, hin zum Verein “Lebensrecht Sachsen”. Dies soll die Veranstaltung für Menschen öffnen, die unabhängig von ihrer Partei- oder Glaubenszugehörigkeit diese reaktionären Positionen unterstützen möchten. Somit wird der Marsch vor allem in Richtung AfD
anschlussfähiger.

Aktuell nehmen rassistische Vorurteile und die Angst vor einem Werteverfall zu. Christliche FundamentalistInnen knüpfen an verbreitete sexistische und homophobe Einstellungen an und heizen das gesellschaftliche Klima weiter auf. Bei ihren Veranstaltungen schüren sie Vorurteile und Hass. Umso wichter ist es, dem einen entschlossenen Protest entgegen zu setzen!

Wir lassen uns nicht vorschreiben, ob wir Kinder kriegen und wie viele, wie unsere Beziehungen auszusehen haben, wie wir leben, lieben und sterben.
Es sind unsere Leben, unsere Körper, unsere Entscheidungen!
Emanzipation statt Fremdbestimmung!

Raise your voice – your body, your choice!

Seid laut und kreativ!

Den Schweigemarsch zum Desaster machen!

http://schweigemarsch-stoppen.de

Annaberg-Buchholz
6. Juni 2016, 17.00 Uhr
Chemnitzer Straße/
Barbara-Uthmann-Ring
(gegenüber Erzgebirgsklinikum)

Pressemitteilung zu Demonstration und Protest in Annaberg-Buchholz

Wir haben heute die folgende Pressemitteilung herausgegeben, in der Hoffnung, dass sich unsere Forderungen auch medial verbreiten. Der MDR hat schon im Vorfeld über Schweigemarsch und Protest berichtet, von der Freien Presse gibt es eine Kurzmeldung mit schickem Foto und einen kleinen Artikel.

Von uns wird es auch einen ausführlichen Artikel geben (dann hier und bei Indymedia zu finden), da eine PM den Tag kaum zufriedenstellend zusammenfassen kann. Wir möchten auch die aktuelle Lage bei den evangelikalen Fundis näher beleuchten – ihr könnt also gespannt sein.


Sehr geehrte Journalist_innen, wir bitten freundlich um die Beachtung der Pressemitteilung.

Annaberg-Buchholz, 01.06.2015: +++ Protest gegen fundamentalistischen “Schweigemarsch” im Erzgebirge + Ultrakonservative wollen Schwangerschaftsabbruch kriminalisieren + lautstarker Protest von feministischen Gruppen +++

01.06.2015, Annaberg-Buchholz:

Am Montagnachmittag demonstrierten in Annaberg-Buchholz mehr als 200 Menschen unter dem Motto: “Für unbefleckte Abtreibung – Weg mit §218!”, um feministische Inhalte in die Öffentlichkeit zu tragen. Anlass dafür war der sogenannte “Schweigemarsch für das Leben” von christlich-fundamentalistischen Abtreibungsgegner_innen.

Pauline Heinze vom Bündnis „Pro Choice Sachsen“ erklärte, warum Menschen gegen diesen „Schweigemarsch“ auf die Straße gehen: “Weil wir das Gefühl haben, das feministische Rechte, die erkämpft wurden, immer mehr bedroht werden, durch eine antifeministische Rhetorik die gerade sehr anschlussfähig scheint.”

Bei mehreren Kundgebungen während und am Ende der Demonstration wurde in verschiedenen Redebeiträgen das Recht auf Selbstbestimmung von schwangeren Menschen propagiert und deren bestmögliche Unterstützung gefordert. Die Pläne der Abtreibungsgegner_innen wurden als reaktionär und frauenfeindlich abgelehnt. Als besonders perfide stellt sich der Versuch der CDL („Christdemokraten für das Leben“) dar, Schwangerschaftsabbrüche auf eine Stufe mit dem Euthanasieprogramm der NS-Zeit zu stellen. Eva Brackelmann, Vorsitzende der Frauen in der SPD Sachsen, sagte dazu: “Ich finde diesen Vergleich hochgradig unanständig.”

Bei „Schweigemärschen“ wie etwa in Annaberg-Buchholz nehmen auch bekanntere Politiker_innen teil. Dieses Jahr nahm die Bundesvorsitzende der CDL Mechthild Löhr teil. Auf einer vergleichbaren Demonstation in Berlin lief u.a. die Europaabgeordnete der AfD, Beatrix von Storch, mit.

Schon am Erzgebirgsklinikum, dem Startpunkt der Fundamentalist_innen, wehte dem “Schweigemarsch” Protest entgegen. Eine kleinere Gruppe feministischer Demonstrant_innen erschien mit einem Transparent direkt vor der christlich-fundamentalistischen Demonstration und setzte so einen deutlich sichtbaren Kontrapunkt.

Auch an zwei weiteren Stellen, wo sich „Schweigemarsch“ und Gegendemonstration begegneten, gab es lauten und kreativen Protest der feministischen Demonstrant_innen, um die reaktionären Forderungen der CDL nicht unwidersprochen zu lassen.

Nach der Abschlusskundgebung auf dem Marktplatz kam es kurzzeitig zu einem willkürlichen Eingreifen der Polizei, dass sich die Sprecherin des Bündnisses, Gloria Lust, nicht erklären kann: „Wir können die sinnlose Polizeigewalt nach dem Ende der vollkommen friedlichen Demo nicht verstehen. Offenbar sollen hier in Annaberg-Buchholz feministische Proteste in ein schlechtes Licht gerückt werden. Wir verurteilen das grundlose und gewaltsame Vorgehen der Polizei zutiefst.“

Zum Protest hatte das Bündnis “Pro Choice Sachsen” aufgerufen. Der Zusammenschluss mehrerer Initiativen und Vereine fordert unter anderem die Legalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen, welche nach §218 StGB in Deutschland immer noch illegal sind und nur unter bestimmten Umständen straffrei bleiben. Weltweit gibt es immer wieder Versuche von Konservativen, bestehende gesetzliche Regelungen zu verschlechtern.

Weitere Informationen finden Sie unter www.schweigemarsch-stoppen.de, bei Fragen wenden Sie sich bitte an: pro-choice@riseup.net

Zum Einstimmen auf den Protest in Annaberg-Buchholz

Gestern gab es eine kleine Transpi- und Schilder-Mal-Aktion und wir freuen uns schon, diese morgen mit euch auf die Straßen von Annaberg-Buchholz zu tragen 🙂

probetterlife

Zur Erinnerung:
Treffpunkt für den Bus ab Dresden ist 14:30 Uhr am Großenhainer Platz, Abfahrt 15:00 Uhr. Es gibt noch ein paar freie Plätze.
Alle weiteren aktuellen/wichtigen Infos findet ihr hier.