Tag Archives: Feminismus

Lieber Feminismus Feiern – Fundis blockieren!

Am 17.09.2016 rufen zwei Bündnisse (What the Fuck // Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung) in Berlin zum Protest gegen den christlich-fundamentalistischen „Marsch für das Leben“ auf.

Genau wie in Annaberg – Buchholz ist es uns auch hier wichtig deutlich gegen diese reaktionären Ideen Stellung zu beziehen. Deshalb auf nach Berlin!

Fundis blockieren!

 

Die Mole #3 ist da!

Die neue Mole ist draußen und wir finden das Thema super spannend. Feminismus.

Ein Thema was nicht mit einer Zeitungsausgabe abgehandelt werden kann und einfach immer Teil von allem sein sollte.
Leider ist dies noch immer nicht der Fall.

Genausowenig scheint es der Fall zu sein, dass Menschen, die spannende Themen bearbeiten und viel coolen Input in die Szene geben, aber auch extrem kritikwürdige Denkweisen haben, als solche kritisch kommentiert werden. Um´s kurz zu machen – wir hätten es sehr begrüßt, wenn das Laurie Penny Interview mit einem Hinweis auf ihre Standpunkte zur Israelpolitik und ihre Unterstützung der BDS-Kampagne versehen worden wäre.

Mole #3 als pdf
Mole Homepage

Emanzipation ist viel geiler – Schweigemarsch stoppen!

In Deutschland versammeln sich jedes Jahr christlich fundamentalistische Gegner_innen von Schwangerschaftsabbrüchen zu Demonstrationen, um ihr Weltbild in die Öffentlichkeit zu tragen. Diese Demonstrationen finden u.a. in Berlin und Münster statt. Aber auch in Annaberg-Buchholz wird seit 2010 zu sogenannten Schweigemärschen mobilisiert, die sich gegen das Selbstbestimmungsrecht aller Menschen richten – insbesondere derer, die schwanger werden können.

Bisher waren die “Christdemokraten für das Leben” (CDL) für die Organisation zuständig. Sie sind in der CDU organisiert und ihr erklärtes Ziel ist, Schwangerschaftsabbrüche nicht nur in Deutschland, sondern weltweit komplett zu kriminalisieren. Im März 2016 wurde der Träger des Schweigemarsches gewechselt, hin zum Verein “Lebensrecht Sachsen”. Dies soll die Veranstaltung für Menschen öffnen, die unabhängig von ihrer Partei- oder Glaubenszugehörigkeit diese reaktionären Positionen unterstützen möchten. Somit wird der Marsch vor allem in Richtung AfD
anschlussfähiger.

Aktuell nehmen rassistische Vorurteile und die Angst vor einem Werteverfall zu. Christliche FundamentalistInnen knüpfen an verbreitete sexistische und homophobe Einstellungen an und heizen das gesellschaftliche Klima weiter auf. Bei ihren Veranstaltungen schüren sie Vorurteile und Hass. Umso wichter ist es, dem einen entschlossenen Protest entgegen zu setzen!

Wir lassen uns nicht vorschreiben, ob wir Kinder kriegen und wie viele, wie unsere Beziehungen auszusehen haben, wie wir leben, lieben und sterben.
Es sind unsere Leben, unsere Körper, unsere Entscheidungen!
Emanzipation statt Fremdbestimmung!

Raise your voice – your body, your choice!

Seid laut und kreativ!

Den Schweigemarsch zum Desaster machen!

http://schweigemarsch-stoppen.de

Annaberg-Buchholz
6. Juni 2016, 17.00 Uhr
Chemnitzer Straße/
Barbara-Uthmann-Ring
(gegenüber Erzgebirgsklinikum)

Birgit Kelle in Dresden

Die CDU hat mal wieder die die homophobe, rassistische und antifeministische Autorin Birgit Kelle nach Dresden eingeladen.
Bereits im September sprach sie als vermeintliche Expertin vor dem Landtag zum Thema „Aktionsplan zur Akzeptanz der Vielfalt von Lebensweisen“.

Nun soll sie am Dienstag, den 22.03., um 17h im Haus an der Kreuzkirche sprechen. Dieses Mal im Rahmen eines Podiumsgesprächs zum Thema „Mit Gendergaga gegen das arabische Frauenbild“.

Eine Gegenkundgebung ist ab 16:30h vor dem Gebäude angemeldet.

Wünschenswert wären weitere kreative Interventionen!
See you there!

Feministische Sachbeschädigung in Dresden. Bekenner_innenschreiben und Pressespiegel

Auch uns erreichten Infos über eine feministische Sachbeschädigung in Dresden. Wir wollen das Bekenner*innenschreiben und ein paar Presseberichte mit euch teilen:

„Dieser Ort ist nur einer von vielen – Kampf dem patriarchalen Normalzustand!“

Wir haben die Schnauze voll. Am hellichten Tag wird hier eine Frau vergewaltigt. Ein Mann drückt sie auf eine Bank, zerrt sie ins Gebüsch und vergewaltigt sie. Leute laufen vorbei und tun nichts. Auch jetzt sieht man dem Ort nicht an, was passiert ist. Das wird sich ändern. Auf diese Bank wird man sich nicht mehr gemütlich setzen können.

Am 27.02.2016 hat die Vergewaltigung auf dem Albertplatz in Dresden stattgefunden. Es interessiert keine Sau, wenn wie hier der Täter weißer Sachse ist. Solche Vorfälle werden aber dann skandalisiert, wenn wie in Köln manche Täter Geflüchtete sind.
Um die betroffenen Frauen geht es den sexistischen und rassistischen Deutschen nur, wenn es die vermeintlich „eigenen“ Frauen sind. Staatseigene Körper, die vor dem „Anderen“ beschützt werden müssten. Piss off!

Diese Vergewaltigung ist kein Einzelfall, sondern nur eine sichtbare Spitze des Eisbergs:
Jede achte Frau in Deutschland wird in ihrem Leben Opfer von Vergewaltigung.
Auch Menschen anderer Geschlechter sind betroffen, die Masse jedoch richtet von sich von Männer gegen Frauen. Diese Form der Gewalt wird gestützt von patriarchalen Geschlechterverhältnissen, die in unserer Gesellschaft herrschen.
Die wenigsten Vergewaltigungen werden überhaupt angezeigt. Das hängt einerseits damit zusammen, dass Frauen oft nicht geglaubt wird, ihnen selbst die Schuld gegeben wird, so dass der Weg durch Polizei und Justiz zum Spießrutenlauf wird. Zudem finden die wenigsten Vergewaltigungen so wie hier im öffentlichen Raum statt. „Der fremde Mann im Gebüsch“ ist ein leider sehr zäher Mythos. 90% aller Vergewaltigungen finden in Familie, Ehe, Beziehungen und näherem Umfeld statt.

Diese Bank ist also nur die öffentliche Spitze des Eisbergs namens patriarchaler Normalzustand, dessen Gewaltförmigkeit wir hiermit sichtbar machen.

Wir greifen ihn an in Solidarität mit allen Betroffenen sexualisierter Gewalt.
Schließen wir uns zusammen und zertrümmern wir den Eisberg!

Ihr werdet unsere Wut so lange zu spüren bekommen, bis sich jeder Mensch überall frei und sicher bewegen kann.

Filiz, Natasha, Alex, Malenga, Ceyda, Flori

Quelle: linksunten.indymedia.org
Dort findet man auch mehrere Fotos.
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Presse-/Medienberichte:

Dresdner Neueste Nachrichten

Radio Dresden
bzw. Hitradio RTL

Neustadt-Geflüster

Polizeibericht Dresden

Sächsische Zeitung (leider nur für Abo-Inhaber_innen)

Alternative Dresden News

und die beste Schlagzeile zum Schluss 😉 MOPO 24

cafém im Februar: What do we do girls? Shout out loud!

manche stehen auf arbeiter(innen)lieder. sie ehren sie, sie lernen ihre texte auswendig, sie tragen sie inbrünstig vor. warum passiert nicht ähnliches mit feministischen songs? gibt es frauenlieder? translieder? lesbenlieder? feministische bewegungen, womanism und popkultur haben doch einige kraftvolle, solidarische, beeindruckende songs hervorgebracht. welche stücke sind euch wichtig (gewesen) und was machen wir jetzt mit denen?
bringt hits und geheimtipps auf tonträgern mit.(live performances sind aber auch gern gesehen^^)

dazu gibt es wie immer ein veganes buffett (zu dem ihr gerne etwas mitbringen könnt), kaffee, tee, eine spieleecke, viele zines und bücher sowie raum und zeit zum quatschen, rumhängen und krafttanken.

cafém – feminismus zum kennen_lernen: 14:00 – 20:00 uhr
feministische songs anhören, vorspielen, wieder_entdecken, singen, performen,…: 16:00 uhr
@kosmotique, martin-luther-str. 13, 01099 dresden
FB

Plakate zum Ausdrucken und Verteilen:

songs-de songs-eng

Veranstaltungen im November und Dezember

In den letzten Wochen gab es einige Veranstaltungen von und mit uns und auch die Wochen vor den Feiertagen werden voll sein.

Hier ein kurzer Rückblick.

Am 15.11. gab es das cafém mit einer Lesung des Buches „Goodbye Gender“. Den Mitschnit werdet ihr in den nächsten Tagen hier nachhören können.

Am 17.11. gab es eine weitere Lesung. Dieses Mal war Jochen König zu Gast und las zum Thema „Familien und Geschlecht im Wandel“. Hier gibt es die Lesung zum nachhören.

Dann ging es am 21.11. mit dem ausgebuchten DJ* Workshop von L_Sa weiter.

Und immer noch kein Ende in Sicht – am 26.11. sind die Menschen von e*space nach Leipzig gefahren und haben im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Zweimal nein, heißt einmal ja?“ zu Definitionsmacht und ihrer Kritik daran referiert. Auch hier gab es einen Mitschnitt der zeitnah vom Krev e.V. veröffentlicht werden wird.

Und nun in die Zukunft.

Am 03.12. geht es wieder nach Leipzig. Dieses Mal sitzen zwei Mitglieder von e*space auf dem Podium. Diskutiert werden wird über Sexismus und Übergriffen in linken Zusammenhängen. Beginn ist um 18h im Conne Island.

Schon am 04.12. gibt es dann einen Input von uns im Klatsch Café in Dresden. Unter dem Titel „Hä, du kannst doch werden, was du willst!?“ gibt es Einführendes zu feministischen Ideen, Geschlecht und warum uns das alles interessiert. Um 18h in der kosmotique.

In der darauffolgenden Woche fahren wir nach Halle (Saale). Dort wurden wir angefragt zum Thema „Abtreibung in Lateinamerika“ zu referieren. Um 19h im Radio Corax

Und unsere letzte Veranstaltung in diesem Jahr wird das cafém sein. Am 20.12. laden wir euch in die kosmotique ein. Mit dabei Jayrôme C. Robinet mit seiner Vorstellung von „Das Licht ist weder gerecht noch ungerecht“. Im Anschluss gibt es dann noch ein wenig Musik.