Nachwuchskonferenz „Gender in Transition?“

Alle diejenigen, die sich für den feministischen Diskurs an Universitäten interessieren, seien auf die Nachwuchskonferenz der GenderConceptGroup (GCG) hingewiesen. Das Ziel lautet, dass „dem inhaltlich vielfältig und interdisziplinäre ausgerichteten wissenschaftlichen Nachwuchs im Felde der Geschlechterstudien die Möglichkeit bieten, Projekte, Ergebnisse und Forschungsvorhaben an der TU Dresden vorzustellen“. Das Programm ist vielfältig (Intersektionalität, Erwerbsarbeit…) und umsonst. Um Anmeldung bis zum 24.05. wird gebeten.

30. und 31. Mai @ Festssal im Rektorat, Mommsenstr. 11 01069 Dresden

 

Get lost, B.O.R.! – A brief personal account on what happened at the anti-abortion march organized by the Orthodox Romanian Church

Wir teilen den Bericht einer Genossin aus Rumänien über die dort von der Orthodoxen Kirche veranstalteten Anti-Abtreibungsmärsche und den (geringen) Protest dagegen. Wir solidarisieren uns mit ihren Kämpfen und möchten auf diese aufmerksam machen. (Der verlinkte Artikel kann gern verbreitet werden ;-))
Gegen jeden Fundamentalismus!

Mobi-Veranstaltungen für Annaberg-Buchholz

Wir möchten auch an dieser Stelle nochmal auf die Mobiveranstaltungen vom Bündnis Pro Choice Sachsen hinweisen.  Heute Abend wird es 19 Uhr in der Kosmotique (Martin- Luther-Straße 13) einen Vortrag zum Netzwerk der Abreibungsgegner_innen geben.

Weiter Veranstaltungen auch in anderen Städten findet ihr hier.

Feminismus statt Vaterland! Ein Redebeitrag.

Für die  Demo „Gemeinsam gegen den Rechtsruck in Europa“ am 06.Mai 2017 in Dresden haben wir einen Redebeitrag beigesteuert, zum Anhören haben wir ihn nun wie versprochen hochgeladen.

Verlesen wurde eine leicht gekürzte Version, hier der komplette Text.

Feminismus statt Vaterland!

Rechte Politik bedeutet nicht nur Abschottung und Abgrenzung nach außen, sondern auch Schubladendenken und Spaltung nach innen.
In verschiedenen Ländern Europas zeigen sich die erschreckenden Auswirkungen nationalistischer und rechtspopulistischer Wahlerfolge. Immer wieder lassen sich zwei Säulen der autoritären Politik erkennen. Häufig kritisieren Linke vor allem den repressiven Umgang mit Geflüchteten – doch genauso wichtig ist die andere Seite der völkischen Medaille – ihre reaktionäre Familienpolitik.

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Veranstaltungen im Mai

Hier nochmal ein Überblick, was wir im Mai machen oder dringend empfehlen können:

06.05.2017 Gemeinsam gegen den Rechtsruck in Europa – Demonstration ab 13:30 Uhr @ Neumarkt
http://evibes.org/2017/05/05/gemeinsam-gegen-den-rechtsruck-in-europa/

06.05.2017 Frauen*s bauen*s – Fahrrad – DIY-Workshop von 10:00-18:00 Uhr @ Rad i.O. Dresden e.V. (Wundtstr. 9 Westseite)

Ihr findet, Autos stinken, im Stau stehen nervt und Bahnfahren ist umständlich? Ein Fahrrad ist eure treue Begleitung und ihr seid aufgeschmissen, wenn es mal kaputt geht? Eigentlich würdet ihr es gerne selbst reparieren, habt aber nie gelernt, wie und ihr habt keine Lust auf sexistische Kommentare und Blicke im Fahrradladen oder der -selbsthilfewerkstatt?

Mobilität ist Emanzipation – know your bike!

Kosten: 15,00€ | Anmeldung: fbz@frauenbildungshaus-dresden.de
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10.05.2017 Frauen als Avantgarde? Ist die Krise des Kapitalismus auch eine Krise des Patriarchats? – Vortrag 18:30-20:00 Uhr @ TU Dresden, Hörsaalzentrum Raum E03
Der Vortrag von Prof. Dr. Christine Bauhardt ist Teil der Veranstaltungsreihe „Gesellschaftskritik in der Krise“ des Referates politische Bildung.
Website

12.05.2017 Das Netzwerk der Abtreibungsgegner*innen – Vortrag und Diskussion 19:00Uhr @ kosmotique (Martin-Luther-Str. 13)
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24.05.2017 Kritik des Familismus – Lesung und Diskussion mit Gisela Notz                 20:00Uhr @ kosmotique (Martin-Luther-Str. 13)

http://www.theorie.org/titel/681_kritik_des_familismus

25.05.2017 ://about feminism – Soliparty und Info-Stand e*vibes
14:00-22:00Uhr @About Blank (Markgrafendamm 24, 10245 Berlin)
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http://evibes.org/2017/04/25/25-mai-rauchen-saufen-jungs-verhaun/

27. und 28.05.2017 „Sound und Licht“  – FLTI*-Workshops  @ GrooveStation
Das Frauenbildungszentrum Dresden und die Crew vom Böse & gemein fest #2 haben die fantastischen Menschen der Initiative „electricdress“ zu zwei Workshoptagen eingeladen!
Wenn du mitmachen möchtest, melde dich unter boeseundgemein@posteo.de.
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30.05.2017 Mobivortrag zur Demonstration in Annaberg-Buchholz
19:30Uhr @ Platz Da (Wernerstraße 21)

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Gemeinsam gegen den Rechtsruck in Europa

Am Samstag, den 06. Mai will Thügida in Dresden für Marine Le Pen demonstrieren. Die Chefin des rechtspopulistischen Front National ist quasi das französische Pendant zu Frauke Petry und Björn Höcke und will französische Präsidentin werden.

Sie ist damit ein Paradebeispiel für den Rechtsruck in Europa – doch wie in Frankreich gibt es auch in Dresden Gegenwehr gegen das Abfeiern nationalistischer und antifeministischer Positionen.

Unter dem Motto „Gemeinsam gegen den Rechtsruck in Europa!“ startet um 13:30 am Neumarkt in Dresden die Demo von NOPE., CoA – Connecting Activists., dem Allgemeinen Syndikat Dresden, Dresden Nazifrei, der URA und WHAT – StuRa TUD sowie Kaltland-Reisen.

Wir rufen dazu auf, sich dem Protest anzuschließen!
Außerdem werden wir einen Redebeitrag für den Samstag beisteuern 🙂

Pro Choice multimedial – auf allen Kanälen gegen Fundis und Patriarchat!

Mobijingle Pro Choice Sachsen

Wir wollen ihn euch nicht vorenthalten, den neuen Mobijingle für die Pro-Choice-Demo in Annaberg-Buchholz:

Streitschrift gegen sexistische Zustände

In Berlin haben sich eine Reihe von (queer-)feministischen, antifaschistischen und emanzipatorischen Gruppen zusammen getan und die Streitschrift AS.ISM4 veröffentlicht, die auch als PDF zum Download gibt. Es gibt darin z.B. ein Interview zum Fundi-Marsch in Berlin, mehrere interessante Texte zu Awarenessarbeit (die z.T. auch auf die Gedanken unserer Interessiertengruppe e*space aufbauen) und stellt  Ansätze für die antisexistische (Selbst-)Reflektion von politisch bzw. feministisch aktiven Cis-Männern vor.  Insgesamt hat sie einen stärkeren Praxis-Bezug als zum Beispiel die von uns mitgestaltete Mole #3 zum Thema Feminismus. Ein Schwachpunkt lässt sich bei intersektionalen Perspektiven verorten, die mit dem Aufsatz vom ASRA nicht wirklich gut abgedeckt werden.

Gesamtübersicht Veranstaltungsreihe Dresden

Wenn ihr euch lieber Vorträge oder Lesungen anhört, hier nochmal der Verweis auf die Gesamtübersicht über die Veranstaltungen von Pro Choice Sachsen in nächster Zeit in Dresden. Wir freuen uns, wenn ihr mal vorbei schaut! Dort könnt ihr auch Bustickets für die gemeinsame Anreise und Mobi-Stuff (Aufkleber, Flyer, Plakate) abstauben.

 

Veranstaltungsreihe in Vorbereitung auf die Demo in Annaberg-Buchholz startet

Diese Woche geht in Chemnitz im Rahmen des Jugendkongresses die Mobilisierung für die Demo in Annaberg-Buchholz los. In Dresden startet das inhaltliche Programm nur einen Tag später. Mindestens sechs Veranstaltungen sind hier geplant und wir freuen uns auf spannende Diskussionen und den Austausch mit euch!

Los geht es am Montag, den 24. April im Café Oha mit einem Vortrag zum christlichen Fundamentalismus in Sachsen. Es folgen weitere Vorträge und Lesungen zu den Themen „Das Netzwerk der Abreibungsgegner*innen“, „Kritik des Familismus“, „Queerfeministische Mutterschaft“ oder „Alles Inklusive – aus dem Leben mit meiner behinderten Tochter“.

Alle Veranstaltungen findet ihr hier auf unserem Blog oder auch auf Facebook. Und das ist der Veranstaltungsflyer als pdf zum downloaden und weiterleiten: VA-Flyer DD

Offener Brief zum Schwerpunkt der Rote-Hilfe-Zeitung 4/2016 „Siegerjustiz“

Das Wichtigste zuerst:

Liebe Genoss_innen und Freund_innen aus der Aktivengruppe Rote Hilfe Dresden:

Wir möchten an dieser Stelle betonen, wie sehr wir eure Arbeit wertschätzen.
Die Unterstützungsarbeit die ihr leistet, eure zuverlässige Ansprechbarkeit und bereitwillige Solidarität helfen uns immer wieder, der Repression Stand zu halten und uns weiter gegen die Zurichtungen des patriarchalen, kapitalistischen und rassistischen Normalvollzugs zu stellen.
Neben dem ganz pragmatischen Nutzen der Antirepressionsarbeit für linken Aktivismus schätzen wir auch die Anregungen durch eure Veranstaltungen und den fruchtbaren Austausch in gemeinsamen Diskussionen.
Es wäre für uns ein großer Verlust, wenn diese Unterstützung für uns und viele andere linke Akteur_innen in Dresden weg fallen sollte.
Gleichzeitig verstehen wir, wenn aus der Auseinandersetzung mit der RHZ 4/2016 auch
einschneidende Konsequenzen gezogen werden und möchten euch dabei so gut wir können den Rücken stärken!
Wir sind uns sicher: solange ihr da seid, können wir weiter nach Wegen aus der ganzen
Kackscheisze suchen und uns dabei vor dem Verlaufen bewahren.
Solange ihr nicht aufgebt, wird das, was in den letzten Jahren durch euch an Aufbauarbeit und Unterstützung geschehen ist, nicht einfach verloren gehen.

In welcher Form auch immer: lasst uns weiter solidarisch für eine befreite Gesellschaft ohne Unterdrückung und Ausbeutung kämpfen!

Aber zurück! Was soll dieser ganze Pathos? Was ist eigentlich passiert?

Ende vergangenen Jahres erschien die Ausgabe 4/2016 der Zeitung der Roten Hilfe (RHZ) mit dem Schwerpunktthema „Siegerjustiz – Verfolgung und Delegitimierung eines sozialistischen Versuchsseit 1990“. Darin wurde – verkürzt gesagt – das DDR-Regime und die Repression gegen Andersdenkende als legitim dargestellt, Stasiaktivitäten und andere Spionagetätigkeiten wurden herunter gespielt. In den Schwerpunktartikeln kamen vor allem Stimmen aus dem ehemaligen DDR-Machtapparat zu Wort, nicht zuletzt wurde sogar ein Statement von Erich Honecker aus dem Jahr 1992 neu aufgewärmt und abgedruckt. Infolge dessen gab es glücklicherweise – auch ganz konkret aus der Aktivengruppe der RH Dresden – deutliche Kritik. In diesem Statement ist zu erkennen, worum sich die Debatte inhaltlich dreht. Um hier einer Dopplung von Argumenten vorzubeugen, sei die Lektüre des Statements wärmstens ans Herz gelegt.  Als weniger glücklich erachten wir den Umgang mit der Kritik durch den Bundesvorstand und das Zeitungskollektiv der RH, welcher nun die Auflösung der Dresdner Ortsgruppe der RH zur Folge haben könnte.

Da die interne Kritik vehement abgewehrt wird steht zu befürchten, dass die Positionen aus der Ausgabe weiter unhinterfragt verbreitet werden. Wir erachten jetzt die Positionierung mittels eines Offenen Briefes als letzten möglichen Schritt, damit die Debatte nicht einfach abgewürgt wird. Dies ist uns wichtig, weil die Rote Hilfe seit vielen Jahren elementarer Bestandteil linker politischer Arbeit und daran geknüpfte Repressionen ist. Viele Linke sehen sie als vertrauenswürdige und solidarisch arbeitende Organisation an, ihre öffentlich geäußerten Positionen erhalten dadurch ein gewisses Gewicht.

Wir haben deswegen aus unserer Sicht ein paar Anmerkungen zu der Ausgabe „Siegerjustiz“ formuliert: Continue reading