Veranstaltungsreihe in Vorbereitung auf die Demo in Annaberg-Buchholz startet

Diese Woche geht in Chemnitz im Rahmen des Jugendkongresses die Mobilisierung für die Demo in Annaberg-Buchholz los. In Dresden startet das inhaltliche Programm nur einen Tag später. Mindestens sechs Veranstaltungen sind hier geplant und wir freuen uns auf spannende Diskussionen und den Austausch mit euch!

Los geht es am Montag, den 24. April im Café Oha mit einem Vortrag zum christlichen Fundamentalismus in Sachsen. Es folgen weitere Vorträge und Lesungen zu den Themen „Das Netzwerk der Abreibungsgegner*innen“, „Kritik des Familismus“, „Queerfeministische Mutterschaft“ oder „Alles Inklusive – aus dem Leben mit meiner behinderten Tochter“.

Alle Veranstaltungen findet ihr hier auf unserem Blog oder auch auf Facebook. Und das ist der Veranstaltungsflyer als pdf zum downloaden und weiterleiten: VA-Flyer DD

Offener Brief zum Schwerpunkt der Rote-Hilfe-Zeitung 4/2016 „Siegerjustiz“

Das Wichtigste zuerst:

Liebe Genoss_innen und Freund_innen aus der Aktivengruppe Rote Hilfe Dresden:

Wir möchten an dieser Stelle betonen, wie sehr wir eure Arbeit wertschätzen.
Die Unterstützungsarbeit die ihr leistet, eure zuverlässige Ansprechbarkeit und bereitwillige Solidarität helfen uns immer wieder, der Repression Stand zu halten und uns weiter gegen die Zurichtungen des patriarchalen, kapitalistischen und rassistischen Normalvollzugs zu stellen.
Neben dem ganz pragmatischen Nutzen der Antirepressionsarbeit für linken Aktivismus schätzen wir auch die Anregungen durch eure Veranstaltungen und den fruchtbaren Austausch in gemeinsamen Diskussionen.
Es wäre für uns ein großer Verlust, wenn diese Unterstützung für uns und viele andere linke Akteur_innen in Dresden weg fallen sollte.
Gleichzeitig verstehen wir, wenn aus der Auseinandersetzung mit der RHZ 4/2016 auch
einschneidende Konsequenzen gezogen werden und möchten euch dabei so gut wir können den Rücken stärken!
Wir sind uns sicher: solange ihr da seid, können wir weiter nach Wegen aus der ganzen
Kackscheisze suchen und uns dabei vor dem Verlaufen bewahren.
Solange ihr nicht aufgebt, wird das, was in den letzten Jahren durch euch an Aufbauarbeit und Unterstützung geschehen ist, nicht einfach verloren gehen.

In welcher Form auch immer: lasst uns weiter solidarisch für eine befreite Gesellschaft ohne Unterdrückung und Ausbeutung kämpfen!

Aber zurück! Was soll dieser ganze Pathos? Was ist eigentlich passiert?

Ende vergangenen Jahres erschien die Ausgabe 4/2016 der Zeitung der Roten Hilfe (RHZ) mit dem Schwerpunktthema „Siegerjustiz – Verfolgung und Delegitimierung eines sozialistischen Versuchsseit 1990“. Darin wurde – verkürzt gesagt – das DDR-Regime und die Repression gegen Andersdenkende als legitim dargestellt, Stasiaktivitäten und andere Spionagetätigkeiten wurden herunter gespielt. In den Schwerpunktartikeln kamen vor allem Stimmen aus dem ehemaligen DDR-Machtapparat zu Wort, nicht zuletzt wurde sogar ein Statement von Erich Honecker aus dem Jahr 1992 neu aufgewärmt und abgedruckt. Infolge dessen gab es glücklicherweise – auch ganz konkret aus der Aktivengruppe der RH Dresden – deutliche Kritik. In diesem Statement ist zu erkennen, worum sich die Debatte inhaltlich dreht. Um hier einer Dopplung von Argumenten vorzubeugen, sei die Lektüre des Statements wärmstens ans Herz gelegt.  Als weniger glücklich erachten wir den Umgang mit der Kritik durch den Bundesvorstand und das Zeitungskollektiv der RH, welcher nun die Auflösung der Dresdner Ortsgruppe der RH zur Folge haben könnte.

Da die interne Kritik vehement abgewehrt wird steht zu befürchten, dass die Positionen aus der Ausgabe weiter unhinterfragt verbreitet werden. Wir erachten jetzt die Positionierung mittels eines Offenen Briefes als letzten möglichen Schritt, damit die Debatte nicht einfach abgewürgt wird. Dies ist uns wichtig, weil die Rote Hilfe seit vielen Jahren elementarer Bestandteil linker politischer Arbeit und daran geknüpfte Repressionen ist. Viele Linke sehen sie als vertrauenswürdige und solidarisch arbeitende Organisation an, ihre öffentlich geäußerten Positionen erhalten dadurch ein gewisses Gewicht.

Wir haben deswegen aus unserer Sicht ein paar Anmerkungen zu der Ausgabe „Siegerjustiz“ formuliert: Continue reading

Bustickets nach Annaberg-Buchholz

Aus Dresden gibt es ab sofort bereits Bustickets für die Fahrt zur Demo nach Annaberg-Buchholz am 12. Juni 2017. Erwerben könnt ihr sie in der Neustadt im Buchladen König Kurt (Rudolf-Leonhard-Str. 39) und  in Löbtau im „Platz Da“ (Wernerstraße 21). Wie auch im letzten Jahr würden wir euch bitten, möglichst zeitnah eure Tickets zu sichern. Dies ermöglicht uns bei einem höheren Bedarf frühzeitig und entspannt zu reagieren!

Facebook / http://schweigemarsch-stoppen.de/

Mehr als 1600 Menschen auf Demo in Leipzig

Laut Pressemitteilung des Bündnisses um den Feministischen Kampftag in Leipzig war die Demo unter dem Motto „Feministische Kämpfe in die Offensive“ am Samstag ein voller Erfolg. Mehr als 1600 Menschen gingen gegen einen rechten Rollback, für Gleichberechtigung aller Geschlechter und die Auflösung gesellschaftlicher Gender auf die Straße. Die komplette PM könnt ihr hier lesen.

Danke an alle, die dabei waren! Lasst uns laut und sichtbar bleiben!

Einen solidarischen und dynamischen feministischen Kampftag!

Anlässlich des heutigen feministischen Frauen*kampftages wünschen wir euch allen Kraft, Ruhe und Durchhaltevermögen; auf der Straße, beim Streiken, zu Hause, auf der Flucht, bei der Arbeit, in der Schule, im Bett.. Lasst euch nicht unterkriegen!

Und nochmal als kleine Erinnerung, neben den heute stattfindenden Aktionen wie z.B. der Demo am Chemnitzer Frauen*knast, gibt es am Samstag auch wieder eine Demo in Leipzig unter dem Motto „No Rollback! Hollaback! Fight Back!“. Wer aus Dresden anreist kann gern zum Zugtreffpunkt am Neustädter Bahnhof um 11:00 Uhr kommen. Eine gemeinsame Bastelrunde für Transpis, Schilder etc. findet im Rahmen des Offenen Antifa Plenums am 09.03. ab 18:00 Uhr im AZ Conni (Rudolf Leonhard Straße 39) statt. Ab ca. 20:30 Uhr beginnt das Basteln. Bringt am besten Ideen, Stoff, Farbe und weiteres mit.

In der vergangenen Nacht haben Aktivist*innen in Vorbereitung auf den heutigen Tag bereits Sticker, Plakate und Parolen in der Dresdner Neustadt und Umgebung angebracht. Auch das Schaufenster des Dresdner Kaleb e.V. wurde mit dem Spruch „Mein Körper, meine Verantwortung, meine Entscheidung“ versehen. Die Pressemitteilung kam dem Bündnis Pro Choice Sachsen zu, welches heute auch mit der offiziellen Mobilisierung zur Demonstration in Annaberg-Buchholz am 12. Juni 2017 beginnt.

Bleibt gespannt und informiert euch auf http://schweigemarsch-stoppen.de/

 

 

 

Feministischer Kampftag 2017 – gesammelte News

Rund um den internationalen Frauen*kampftag am 08. März gibt es wieder einige Aktionen, die wir euch an die Herzen legen möchten.

  • In Wrocław organisieren unsere Freund_innen von der feministischen autonomen Inicjatywa 8 marca am 05. März eine coole Demonstration – für Soziale Gerechtigkeit, die Trennung von Kirche und Staat und volle Reproduktive Rechte.
    https://www.facebook.com/events/1629582557066768/
  • Die FAU Dresden ruft zur Demo am Chemnitzer Frauenknast auf: https://dresden.fau.org/…/8-maerz-auf-zum-frauenknast-in-c…/
  • Für Berlin gibt es einen ganz interessanten Aufruf zu einem linksradikalen Block auf der der Demonstration zum Frauen*kampftag 2017, in dem kapitalistische Vereinnahmungstendenzen aufgezeigt und kritisiert werden.
  • Am 11.08. wird zur inzwischen fast schon traditionellen Demonstration in Leipzig aufgerufen. Wir sind dieses Jahr nicht an der Orga beteiligt, fahren aber wieder hin und würden uns freuen, euch bei unserem Zugtreffpunkt am Bhf Neustadt zu treffen. Im Vorfeld der Demo gibt es auch ein Veranstaltungsprogramm.
  • Und auch in Dresden wird der 8. März nicht ereignislos bleiben…

Frisch ins neue Jahr

Hallo allerseits!

Nach einer kleinen internen Umstrukturierungsphase starten wir mit neuem Schwung in das frische Jahr – wir werden Straßen und Köpfe, Politik und Gesellschaft nicht den reaktionären, antiemanzipatorischen und sonstigen rechten Kräften überlassen!

Mit diesem Beitrag wollen wir euch einerseits darüber informieren, dass wir wieder aktiver werden. Andererseits ist dies auch ein Aufruf an alle: informiert euch, bleibt kritisch, werdet selbst aktiv.

Wir sehen uns dann im Internet und auf der Straße, bei der nächsten Soli-Party oder beim Orga-Plenum für die nächste feministische Aktion

Mit emanzipatorischen Grüßen,

eure e*vibes aus Dresden!

Workshop: Emanzipatorische Perspektiven auf Sexualität und Lust von FLTI*

Workshop: Emanzipatorische Perspektiven auf Sexualität und Lust von FLTI*

17:00-20:00 Uhr, kosmotique (Martin-Luther-Str. 13)

Sexualität und Lust von FLTI* (Frauen, Lesben, Trans*- & Interpersonen) stehen selten im Fokus dessen, was in der Schule gerne „Sexualkunde“ genannt wird. Dabei geht es meist um Reproduktion, Sex wird häufig einfach mit Penetration gleichgesetzt.
Wir werden in diesem einführenden Vortrag v.a. auf Leerstellen in der main-/malestream Sexualkunde eingehen, der Fokus wird auf Menschen mit Vulva/ohne Penis liegen. In entspannter Atmosphäre wollen wir Wissen vermitteln und euch Anregungen geben.

Referentinnen: Laura Röllmann & Luisa Jürgens
Veranstaltet von: e*vibes in Kooperation mit der Hirschfeld-Stiftung

Weitere Infos: Dieser Workshop ist nur für FLTI* (Frauen, Lesben, Trans-* und Interpersonen) geöffnet. Vorkenntnisse sind nicht nötig.
Der Workshop ist für max. 20 Personen ausgelegt, um Anmeldung unter anaxibia@riseup.net wird gebeten.

Anmerkung der Refrentinnen: Trans* und Inter*Personen sind ausdrücklich zu diesem Workshop eingeladen. Leider haben wir jedoch beim Erstellen des Workshops gemerkt, dass wir unserem Anspruch, einen Workshop über emanzipatorische Perspektiven auf Sexualität und Lust von FLTI* zu machen, nicht wirklich gerecht werden. Beispielsweise sprechen wir über Aspekte weiblicher* Anatomie und die gesellschaftliche und historische Unterdrückung weiblicher* Lust. Aufgrund unserer eigenen Perspektive als Cis-Frauen* sowie aus Kapazitätsgründen schaffen wir es momentan nicht, den Workshop so inklusiv zu gestalten, wie wir uns das vorgenommen haben. Trans* und Inter*-Personen sind trotzdem herzlich eingeladen, und noch mehr würden wir uns freuen, wenn unsere Perspektive aktiv von Teilnehmenden erweitert wird!

Deutschsprachige Trans*-Community-Zeitschriften und Pamphlete als Bildungsort

Niki Trauthwein vom Trans*Lili Elbe Archiv ist am 20. Oktober in der Kosmotique (Martin-Luther-Str. 13) zu Gast in Dresden. Niki referiert ab 17:00 Uhr zum Thema: „Deutschsprachige Trans*-Community-Zeitschriften und Pamphlete als Bildungsort“

Die Zeitschriften einer Bewegung sind Orte der Bildung, aber auch der Erinnerung. Im strengen Sinne stellen sie basale Formen einer Erinnerungskultur dar, die Teile der Vergangenheit im Bewusstsein halten und gezielt vergegenwärtigen. Im Trans*Aktivismus sind diese Orte manchmal nur wenige Jahre existent, z.B. weil sich aktive Personen vollständig zurückziehen oder sich Gruppierungen auflösen. Mit ihnen verschwinden auch das Gedächtnis der mündlichen Überlieferungen und die Trans*-Community-Zeitschriften. Diese Zeitschriften sind Produkte der sozialen und politischen Bewegung transgeschlechtlicher Menschen.
Literatur zum Thema Trans*-Community-Zeitschriften wurde bislang kaum veröffentlicht, was vermutlich auch mit fehlender terminologischer Homogenität und kaum stattgefundener Archivierung zu begründen ist. Denn darüber, was eine Trans*-Community-Zeitschrift überhaupt ist, herrscht durchaus keine Einigkeit und ein Bestreben der Erhaltung und Sammlung von grauer Literatur und der Bewegungsgeschichte im Allgemeinen findet für den deutschsprachigen Raum erst seit wenigen Jahren im Lili Elbe Archiv statt.
Welche Zeitschrift erfüllt überhaupt die Kriterien einer Bewegungszeitschrift, innerhalb welcher Zeiträume hat es wie viele Zeitschriften gegeben und welche Textsorten können in Trans*-Community-Zeitschriften gefunden werden?

Niki kommt vom Lili Elbe Archiv:
http://www.lili-elbe-archive.org/

Und die Veranstaltung findet im Rahmen der Hirschfeldtage 2016 statt:
http://mh-stiftung.de/hirschfeld-tage/

In Zusammenarbeit mit dem Gereder e.V. Dresden:
http://www.gerede-dresden.de/