Monthly Archives: März 2019

Annaberg-Buchholz 2019

Es ist wieder soweit: der alljährliche Ausflug zum lautesten, feministischsten und empowerndsten Event im idyllischen Erzgebirge steht an. Der traurige Anlass ist immer noch der fundamentalistische “Schweigemarsch für das Leben”, aber Pro Choice Sachsen hält wie immer mit einer tollen Kampagne dagegen.

Dieses Jahr startet die Mobi direkt mit einer Soliparty in Leipzig am 30. März.

Aus Dresden wird es wieder eine gemeinsame Bus-Anreise geben, alle Infos dazu erhaltet ihr bald hier, über die üblichen Internet-Kanäle oder direkt bei Pro Choice Sachsen.

Und checkt doch gleich bei der Gelegenheit, ob ihr auch bei Twitter und Facebook followt!

Vortrag: Transformative Arbeit mit gewaltausübenden Personen

Auch an diesem Donnerstag findet wieder eine Vortrag von uns statt!
Start ist um 20 Uhr im AZ Conni.

Antisexistische Awareness ist eine Antwort in der Linken, um Betroffene von sexualisierter Gewalt zu stärken, zu unterstützen und ein Bewußtsein für Veränderung zu schaffen. Seit Jahren gibt es eine Praxis, indem Betroffene sich behaupten, Unterstützungsgruppen gebildet werden oder auf Partys “Awareness” angeboten wird. Diese Angebote werden z.T. ergänzt durch Transformative Arbeit mit gewaltausübenden Personen, diese findet nur auf freiwilliger Basis statt und bietet der gewaltausübenden Person einen Rahmen an, um sein Handeln zu verändern.

Die Autorin Ann Wiesental liest aus ihren beiden Büchern.

“Antisexistische Awareness: Ein Handbuch” und “Was tun bei sexualisierter Gewalt? –  Handbuch für eine Transformative Arbeit mit gewaltausübenden Personen”

Einführungsvortrag zu Community Accountability

Am Donnerstag findet wieder eine spannende feministische Veranstaltungen im AZ Conni statt.

Der nächste Teil unserer Reihe! Dieses Mal eine Einführung zu Community Accountability. Im Gegensatz zu den Infos auf dem Conniplakat findet die Veranstaltung um 18:30 Uhr statt, und nicht schon um 15 Uhr.

“Unsere Gesellschaft bietet uns an, Konflikten mit Bestrafung zu
begegnen. Wir sollen die Polizei rufen und die Verantwortung an die Justiz abgeben. Oft gehen dabei die Bedürfnisse der betroffenen Person komplett unter. Für die gewaltausübende Person bedeutet das Strafe und Ausschluss.

Doch wie können wir stattdessen an unseren Konflikte arbeiten?

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Progressive Männlichkeit

Wow – danke für eure rege Teilnahme an unserer Veranstaltungsreihe. Wir finden es super und erhoffen uns dadurch eine kontinuierliche Auseinadersetzung mit den Themen in Dresden.

Diese Woche geht es weiter mit Muriel Aichberger zum Thema “Progressive Männlichkeiten – Von “echten” Männern, Männerdarstellern und Scheitern als Chance”

Das Bild des “echten Mannes” beeinflusst, mehr als wir vielleicht denken, Männer in ihrem Verhalten und das bleibt nicht ohne Nebenwirkungen. Für die negative Seite dieser Männlichkeit hat sich seit einigen Jahren der Begriff “toxische Männlichkeit” durchgesetzt. Das Wissen darüber ist jedoch nicht neu. Schon Simone de Beauvoir sagte: “Niemand ist den Frauen gegenüber herablassender, als ein Mann, der seiner Männlichkeit nicht ganz sicher ist.”

Doch wie verhält sich ein “echter”, nicht-toxischer Mann? Wollen wir dies ergründen, werden wir zwangsläufig mit dem Scheitern konfrontiert; Scheitern an der Männerdarstellung, scheitern an gesellschaftlichen Vorstellungen, scheitern an einem tief verwurzelten Selbstbild. Doch muss das etwas Negatives sein? Können wir Scheitern lernen und es integrieren; es vielleicht sogar positiv besetzen? Was können wir von Männern lernen, die seit jeher aus dem klassischen Bild des Mannes gefallen sind? Und schließlich: Wie kann sie denn nun aussehen, eine moderne, nicht-toxische Männlichkeit?

Ort: AZ Conni, Rudolf-Leonard-Straße 39 01097 Dresden

Zeit: 21.03.2019 um 19 Uhr

Wir freuen uns auf euch!

Der NSU war nicht zu dritt!

Sachsens Demokratie und Copwatch Leipzig organisieren einen Bus am 23.03. nach Frankfurt am Main zur Demo gegen NSU 2.0, die neuen Polizeigesetze, Verstrickungen von Cops und Neo-Nazis…kurzum den gesamten Rechtsruck in Staat und Gesellschaft. Bustickets gibt es ab 10 € (Super-Solipreis) im Spätschop “ECCE”, Riesaer Str. 32 und im Falschen Hasen, Rudolf-Leonhard-Straße 3 in Dresden. In Leipzig sind die Tickets im „Musikhaus Korn“, Simildenstraße 2 und im Spätshop „Zu Spät“, Kippenbergstraße 28 erhältlich.

Außerdem wird es am 15.03. eine Infoveranstaltung
am 20.03. in Dresden geben (Ort noch nicht klar, ca. 19 Uhr). Auf der Info-VA in Dresden wird NSU Watch Sachsen sprechen.

Leitet die Nachricht gern weiter und haltet euch auf dem Laufenden:
https://www.sachsens-demokratie.net/…/gemeinsame-busanreis…/
https://copwatchleipzig.home.blog/…/aufruf-zur-demo-gegen-…/

F*Streik

Der F*Streik in Dresden war ein voller Erfolg! Hier die offizielle Pressemitteilung, sowie ein kurzes Video mit einigen Impressionen!

Wenn wir streiken, steht die Welt still! Am 8. März und darüber hinaus.
Pressemitteilung zum Feministischen und Frauen*Streik 2019
Viele Menschen legten heute in Dresden ihre Lohnarbeit sowie emotionale, Sorge- und Hausarbeit nieder. Dafür haben sie sich am Morgen in sechs Streik-Cafés an unterschiedlichen Orten getroffen. Hier lag der Fokus auf einem umfassenden, branchenübergreifenden Austausch. Die Hochschule für bildende Künste startete beispielsweise mit einer Kunstaustellung „Fe*male Intervention“ und schloss durch ein Gespräch mit CindyCat über die finanzielle Unsicherheit und Diskriminierung von Künstlerinnen an. In der kosmotique ( Seit 2012 betreiben Ehrenamtliche die kosmotique in einem ehemaligen Ladenlokal in der Dresdner Neustadt als einen politischen Raum, der gemeinsam mit anderen Gruppen und Kollektiven mit Kritik und linker Praxis gefüllt wird. Regelmäßig finden in der kosmotique Vorträge, Filmvorführungen, Workshops und Tagesseminare und Treffen politischer Gruppen und Initiativen statt.) fand ein Fotoshooting statt, beit dem die Teilnehmenden darstellten, was ihre persönliche Situation im Patriarchat am besten symbolisiert.
Bereits am frühen Morgen steuerte das Streik-Mobil der Schüler_innen Gewerkschaft Schwarze Rose sechs Dresdener Schulen an. In Kundgebungen wurden die Geschlechterungerechtigkeit besonders im Biologieunterricht, sexistische und sexuelle Übergriffe in der Schule sowie Verhütung thematisiert.
Anschließend fanden sich rund 500 Menschen auf dem Postplatz zum Streik-Fest zusammen, um dort gemeinsam über ihre aktuelle Situation und Themen der Geschlechtergerechtigkeit zu diskutieren. Menschen aus unterschiedlichen Branchen und Lebensbereichen haben gemeinsam Forderungen für die Zukunft aufgestellt und sich beraten, wie sie sich zukünftig zusammenschließen können, um eine kraftvolle Streikbewegung über den 8. März 2019 hinaus aufzubauen.
Einen der Höhepunkte bildete die feierliche Beerdigung des Patriarchats. Die Performance-Gruppe des F*Streik-Netzwerks zog durch die Prager Straße, die Haupteinkaufsstraße in Dresden. An ihren Körpern hafteten überwiegend sexistische Zuschreibungen, die sie bei einer Trauerrede eindrucksvoll in den Sarg warfen – unter großem Jubel der Anwesenden.
Um sich mit antifeministischen und rechtsradikalen Konsequenzen – besonders in Sachsen – auseinanderzusetzen, wurde die performative Installation “WENDE 2.0” ODER ZURÜCK IN DIE ZUKUNFT gezeigt, die den politischen und kulturellen Rechtsruck thematisierte und dazu einlud, sich zu diesem zu positionieren. Solidarische Menschen, überwiegend Männer, kümmerten sich derweil um die Kinderbetreuung und um das leibliche Wohl.
Luka Stern: „Als Mitglied der basisdemokratischen und feministischen Gewerkschaft „FAU“ sehe ich den Streik als das Mittel, grundsätzliche gesellschaftliche Veränderungen herbei zu führen. Wenn wir unsere Arbeit verweigern, steht die Welt still. Um mit den damit verbundenen Risiken solidarisch umzugehen, müssen wir uns langfristig und verbindlich organisieren.“

Toni Keller: „Wir streiken heute auch aus Solidarität mit allen von den Kürzungen (Der Dresdener Stadtrat hat im Februar 2019 Kürzungen in den Bereichen Bildung, Kultur, Jugend- und Sozialarbeit sowie Gleichstellung beschlossen.) betroffenen Dresdner Projekten, u.a. im Gleichstellungsbereich. Gerade in Zeiten des gesellschaftlichen Rechtsrucks lassen wir uns nicht zu Konkurrent_innen um immer weniger Geld machen. Wer nicht kapiert, wie wichtig und wertvoll unsere Arbeit ist, wird damit klarkommen müssen, dass wir sie verweigern.“
[…]

Quelle: F*Streik_Netzwerk Dresden

 

Wie Nein sagen Nähe ermöglicht – Irksome Institute

Am 14.03.2019 findet um 19:30 Uhr im Kukulida, Martin-Luther-Straße 1, ein Vortrag des Irksome Institutes statt. Die Veranstaltung ist teil unserer Reihe “Nein heißt…”.

Wir möchten euch das Buchprojekt “Wege zum Nein” vorstellen und mit euch über die Frage diskutieren, wie die Möglichkeit, Nein zu sagen unsere Beziehungen verändert. Was brauchen wir dafür, Beziehungen so zu gestalten, dass Nein und Ja immer gute und mögliche Optionen sind? Wie hängen Kapitalismus und Sexismus damit zusammen? Wie verändern sich Beziehungen, wenn ein Nein nicht nur akzeptiert, sondern wertgeschätz wird?
Seit 2015 arbeiten Sina Holst und Johanna Montanari als The Irksome Institute an kollektiven feministischen Publikationen.

Rape Revisited – Mithu Sanyal zu Gast in Dresden

Morgen, am 07. März kommt Mithu Sanyal nach Dresden.

ACHTUNG! Die Veranstaltung findet NICHT im Projekttheater, sondern im AZ Conni statt.

Diese Veranstaltung ist wie die Vorhergehenden ein Teil unserer Reihe “Nein heißt .. Außereinandersetzungen mit sexualisierter Gewalt in linken Zusammenhängen” und findet in Kooperation mit Weiterdenken – Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen und dem Frauenbildungszentrum Dresden statt.

Hier nun der Ankündigungstext:

Rape revisited
Warum wir über sexualisierte Gewalt sprechen, wie wir darüber sprechen
Die Silvesternacht 2015/16 in Köln, Pussy-Grabbing Kommentare des amerikanischen Präsidenten, #metoo und der Fall Susanna … Am Thema Vergewaltigung entzünden sich immer wieder erbitterte Debatten, manifestiert sich die Haltung der gesamten Gesellschaft gegenüber Geschlecht, Sexualität und Verletzbarkeit.
Mithu M. Sanyal zeichnet nach, wie über die Jahrhunderte nicht nur Sexualität, sondern auch Gewalt gegendert wurde und betrachtet in diesem Zusammenhang auch die Rolle, die Rassismus spielt. Von Augustinus bis #aufschrei und #time’s up, über Foucault, feministischen Kämpfe um die Anerkennung von Vergewaltigung bis hin zu den Debatten um Redfreiheit, Identitätspolitik und Transrechte geht Sanyal der Frage nach, wie Vergewaltigung gesellschaftlich verhindert werden kann. Was heißt »Nein heißt nein«? Was heißt »Ja heißt ja«? Und was bedeutet Konsens wirklich?