Monthly Archives: Dezember 2017

Pro Choice Sachsen verklagt die Polizei

Seit Beginn der Proteste gegen die Fundis in Annaberg-Buchholz hat die sächsische Polizei immer wieder unser Versammlungsrecht untergraben. Mit immer neuen Vorwürfen und Tricks sollten wir eingeschüchtert und unser Protest delegitmiert werden. Wir haben immer gesagt, dass wir uns davon nicht einschüchtern lassen und weiter solidarisch zusammen stehen.

Dieses Jahr hat das repressive Vorgehen der Polizei einen neuen Höhepunkt erreicht. Im Vorfeld verdeckt aufgestellte Videokameras haben die Versammlungsfläche auf dem Marktplatz überwacht – ein klarer Verstoß gegen das Sächsische Versammlungsgesetz und eine eklatante Missachtung von Art. 8 des Grundgesetzes.
In Absprache mit der Anmelderin und der Anwältin von Pro Choice Sachsen wurde nun Klage gegen dieses illegale Vorgehen eingereicht. Auch auf juristischer Ebene soll so den #SächsischenVerhältnissen entgegen getreten werden!
Dank an Sarah für die unermüdliche Unterstützung.

Wer die Antirep-Arbeit unterstützen möchte kann übrigens gerne spenden: http://schweigemarsch-stoppen.de/spenden/

Verstetigung des Schreckens – Jahresrevue 2017 in Dresden

Samstag, 16.12.2017 ab 21:00 Uhr @ kosmotique

Verstetigung des Schreckens – Jahresrevue mit den in der kosmotique organisierten Gruppen und Freund*innen

Nachdem am Wochenende bereits das zweite Jahr in Folge das “Feminist Take Over” im AZ Conni als eine Art Jahresabschlussveranstaltung mit feministischem Vernetzungscharakter stattgefunden hat, ruft auch die kosmotique zur “Verstetigung des Schreckens” und begeht am Samstag eine Jahresrevue mit allen dort organisierten Gruppen und Freund*innen, u.a. also auch mit e*vibes:

Es ist uns als kosmotique eine liebgewonnene Tradition und ein wichtiges Anliegen, mit allen Gruppen, die in unseren Räumen Veranstaltungen gemacht oder hier Ideen entwickelt haben, eine Jahresrückschau vorzunehmen. Mit rund 5-minütigen Beiträgen werden einige Gruppen und Zusammenhänge eine kleine Auswertung bzw. einen individuellen Jahresrückblick präsentieren. Das Ganze wird in eine Soli-Bingoshow für die Initiative in Gedenken an Oury Jalloh eingebunden sein, in der es Bares und Anderes zu gewinnen gibt. Den 2. Teil des Abends möchten wir gern mit Euch an der Bar verbringen.

Wir laden Euch zu einem Abend ein, an dem wir gemeinsam auf dieses Jahr 2017 zurückschauen, das als die ‘Verstetigung des Schreckens’ in unsere Annalen eingeht. Wir wollen aber nicht den Tiefschlägen und Gewöhnungen Platz lassen. In einer Art Revue werden Einschätzungen, Aktionen, Gedanken und Analysen zusammengetragen. Bringt also geeignete Texte oder Textschnipsel, Flugblätter, Fotos, Videos, Songs, Tracks oder anderes Material mit, um unsere gemeinsame Jahresrückschau zu gestalten. Ihr könnt auch Material aufhängen – wenn es sich nicht zum Vortragen eignet. Ein bisschen Reflexion und gegenseitiges Rückenstärken ist dran!

Info für Gelsdspender_innen

Wichtige Info für alle Geldspender_innen. Ihr die ihr in den letzten Wochen und Monaten uns Geld in Form einer Spende habt zukommen lassen, könnt diese naürlich steuerlich absetzen. e*vibes - für eine emanzipatorische Praxis e.V. ist ein gemeinnütziger Verein. Ab 200€ gibt es auf Anfrage eine Spendenbescheinigung, davor reicht bei der Steuererklärung der Kontoauszug. Falls ihr noch Nachfragen diesbezüglich habt meldet euch bei uns.

Sex Workers Solidarity

Das Dresdner Sinnesart – Zentrum für Berührungskunst, das unter anderem erotische Massagen in drei Studios anbietet, informiert Gäste und Kund_innen: Wird das ProstSchG so umgesetzt wie geplant, stehen die Massagestudios vor dem Aus – und viele selbstständige Masseur_innen und weitere Angestellte verlieren ihren Job.
‘Sinnesart’ stellt außerdem Forderungen auf, die sich mit denen der Sex Workers Solidarity Kampagne überschneiden, und bittet um Unterstützung: http://www.sinnesart-massagen.de/aktuelles/dresdner-massagestudios-vor-dem-aus-rettungsaktionen

Außerdem gibt es Neuigkeiten aus der Kampagne:

Da erst jetzt der Referentenentwurf vorliegt, wird sich die Verabschiedung des Ausführungsgesetzes – entsprechend des Gesetzgebungsverfahrens – noch mindestens bis ins erste Quartal 2018 hinziehen. Was bereits jetzt aus der Entwurffassung zu entnehmen ist, ist, dass es Sachsen im Gegensatz zu anderen Bundesländern versäumt, die anfallende Gebührenlast auf die Betreiber*innen bzw. die Kommunen umzulegen und stattdessen die Sexarbeiter*innen selbst zur Kasse bitten wird. Dabei haben andere Bundesländer die Gebühren zumindest bei 35 € gedeckelt, doch selbst davon ist in Sachsen keine Rede. Es bleibt also zu erwarten, dass die Gebühren hier deutlich höher sein werden.

Bei dem gesamten Prozess wurde es zudem versäumt, diejenigen einzubeziehen, die direkt von den Auswirkungen des (Ausführungs-)Gesetzes betroffen sind, nämlich die Sexarbeiter*innen sowie ihre Interessenvertretungen selbst.

Die Gruppe Sex Workers Solidarity wird sich kommenden Mittwoch, den 13.12.2017 um 19:30 Uhr in der Wernerstraße 21 in Dresden Löbtau noch einmal vorstellen:

Im gemütlichen PlatzDa! stellen wir unsere Gruppe, unsere Ziele und Forderungen und v.a. die neuesten Neuigkeiten zum Sächsischen Ausführungsgesetz des Prostituiertenschutzgesetzes vor. Ein Abend zum Wer, Warum, Wie und Wie weiter?