Neues aus der Kategorie „rischtsch sächssche Gaggscheisze“: Kelle und Röhl im Landtag

Nachdem sich die große Koalition auf einen „Aktionsplan zur Akzeptanz der Vielfalt von Lebensweisen“ verständigt hatte, wird dessen Ausgestaltung nun noch einmal im Ausschuss für Soziales, Verbraucherschutz, Gleichstellung und Integration diskutiert. Dass zu diesem Zweck durch die CDU Birgit Kelle und von der AfD Bettina Röhl als „Expertinnen“ geladen sind, lässt tief blicken. Kelle steht für einen sogenannten „femininen Feminismus“ ein, der auf den Wunsch nach Familie ausgerichtet ist, publizierte u.a. für die Junge Freiheit und verfasste im Zuge der „Aufschrei“-Debatte den unsäglichen Artikel “Dann mach doch die Bluse zu”. Bettina Röhl dagegen beklagt gerne mal die „Entmännlichung der Gesellschaft“ und bezeichnet Gender-Forschung als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“.


Wir werden die Verbreitung reaktionärer Familienbilder und heterosexistischer Einstellungen unter dem Deckmantel von Feminismus und Expertinnenbeteiligung nicht einfach hinnehmen.
Der Aktionsplan sollte mit möglichst progressiven Inhalten umgesetzt und nicht durch CDU und AfD verwässert werden, wie es augenscheinlich angestrebt wird. Insbesondere Schule ist immer noch ein Raum, in dem viele Menschen Diskriminierungserfahrungen machen müssen.
Wir wollen, dass (sexuelle) Vielfalt ein Querschnittsthema in der Bildung wird. Die Anerkennung von vielfältigen Lebens- und Liebensweisen ist längst überfällig. Die Benachteiligung von lesbisch*schwul*bi*trans*inter*queer* lebenden Menschen wollen wir nicht weiter hinnehmen.

Kommt zur öffentlichen Anhörung und zeigt Präsenz, sowohl im Landtag als auch davor! Wir wollen Vielfalt sichtbar machen!

Datum: Montag, 28.09.2015
Zeit: 9:30Uhr
Ort: sächsischer Landtag

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